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Michel Houellebecq: Serotonin (2019) 4.27/5 (11)

SerotoninAls der 46-jährige Protagonist von SEROTONIN, dem neuen Roman des Goncourt-Preisträgers Michel Houellebecq, Bilanz zieht, beschließt er, sich aus seinem Leben zu verabschieden – eine Entscheidung, an der auch das revolutionäre neue Antidepressivum Captorix nichts zu ändern vermag, das ihn in erster Linie seine Libido kostet. Alles löst er auf: Beziehung, Arbeitsverhältnis, Wohnung. Wann hat diese Gegenwart begonnen? In der Erinnerung an die Frauen seines Lebens und im Zusammentreffen mit einem alten Studienfreund, der als Landwirt in einem globalisierten Frankreich ums Überleben kämpft, erkennt er, wann und wo er sich selbst und andere verraten hat.

Noch nie hat Michel Houellebecq so ernsthaft und voller Emotion über die Liebe geschrieben. Zugleich schildert er in SEROTONIN den Kampf und den drohenden Untergang eines klassischen Wirtschaftszweigs in unserer Zeit der Weltmärkte und der gesichtslosen EU-Bürokratie.

Stephan Kleiner (Translator)
Hardcover, 338 pages
Published January 7th 2019 by DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG (first published January 4th 2019)
Original Title Sérotonine
ISBN 3832183884 (ISBN13: 9783832183882)
Edition Language German

Personnages

  • Florent-Claud Labrouste
  • Camille
  • Aymeric
  • Kate
  • Claire
  • Yuzu
  • Dr. Azote

 

ZEIT: Jetzt wird es ernst. Lange gingen Michel Houellebecqs antiliberale Meinungen als Spielereien eines Literaten durch. Diesmal sollte man ihm glauben. In seinem neuen Roman „Serotonin“ verklärt er die französische Provinz und verdammt die Europäische Union. Eine Rezension von . Vom 02. Januar 2019 DIE ZEIT Nr. 2/2019, 3. Januar 2019

SZ: Der Prophet des Untergangs. Die französische Kritik überschlägt sich, Houellebecq habe darin die sogenannten Gelbwesten vorhergesehen. Doch wer erwartet, mit „Serotinin“ ein Handbuch über die aktuelle französische Krise zu erwerben, wird enttäuscht. Von Alex Rühle 04. Januar 2019

DF: Michel Houellebecq: „Serotonin“Die Depression des alten, weißen Mannes Beitrag. Von Dirk Fuhrig vom 05.01.2019

DF: Michel Houellebecqs „Serotonin“Die Rückkehr des „Vorausdenkers“. Dirk Fuhrig im Gespräch mit Andrea Gerk Beitrag vom 21.12.2018

literaturkritik.de: Zwischen Hass und Nostalgie. Michel Houellebecq hält in „Serotonin“ einer erkrankten Gesellschaft den Spiegel vor und nimmt dafür in Kauf, zum Vorzeigeautor der Neuen Rechten zu werden. Zu Unrecht? Von Sascha Seiler  Erschienen am: 20.01.2019

 

 

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Michel Houellebecq: Unterwerfung (Soumission org. franz.) (2015 / 2016) 2.96/5 (25)

Unterwerfung

Es ist vielleicht der umstrittenste Roman des letzten Jahres: ›Unterwerfung‹ handelt vom Zusammenprall der Kulturen und stellt Fragen zum Verhältnis von Orient und Okzident, von Judentum, Islam und Christentum – Fragen, die heute so relevant sind wie nie. Goncourt–Preisträger Michel Houellebecq präsentiert sich als furchtloser Gesellschaftsdenker, der die bestimmenden Spannungsverhältnisse unserer Epoche mit großer Ernsthaftigkeit – und zugleich mit virtuoser Ironie – ausdeutet.

Er erzählt in ›Unterwerfung‹ die Geschichte des Literaturwissenschaftlers François. Der Akademiker forscht im Frankreich einer sehr nahen Zukunft zu dem dekadenten Schriftsteller Huysmans, der ihn sein Leben lang fasziniert. Zugleich verfolgt er die Ereignisse um die anstehende Präsidentschaftswahl: Während es dem charismatischen Kandidaten der Bruderschaft der Muslime gelingt, immer mehr Stimmen auf sich zu vereinigen, kommt es in der Hauptstadt zu tumultartigen Ausschreitungen. Als schließlich ein Bürgerkrieg unabwendbar scheint, verlässt François Paris ohne ein bestimmtes Ziel. Es ist der Beginn einer Reise in sein Inneres.

  • Paperback, 272 pages
  • Published June 20th 2016 by DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG (first published January 7th 2015)
  • Original Title Soumission
  • ISBN  (ISBN13: 9783832163594)

 

Theaterstück im Schauspiel Haus Hamburg

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Michel Houellebecq: Die Möglichkeit einer Insel (2005) 3.5/5 (2)

1325959Siehe auch die Rezensioin in DIE ZEIT vom 01.09.2005 Nr.36: Der geklonte Roman

Michel Houellebecq will sich mit seinem Opus magnum zum Untergang des Abendlandes selbst überbieten und scheitert gründlich. Von Iris Radisch.

Ein enttäuschendes Buch. Der Autor und sein Werk – bis vielleicht das erste – einfach überschätzt, reduziert den Menschen und zelebriert die Müdigkeit, den Überdruss einer mit sich selbst irre werdenden Menschengemeinschaft ohne Aussicht auf Erlösung. Das ist denn wieder viel zu menschlich gedacht.

Publisher: Dumont Literatur und Kunst Verlag

ISBN: 3832179283

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Iris Radisch: Warum die Franzosen so gute Bücher schreiben. Von Sartre bis Houellebecq (2017) 4.1/5 (10)

37927535. sy475 Jean-Paul Sartre hat einst eine ganze Generation in Europa politisch geprägt. Michel Houellebecq beschreibt inzwischen Frankreich als Land in der Krise. Die französische Literatur der Nachkriegszeit war stets Programm, mal existenzialistisch, mal politisch, immer verführerisch.

Iris Radisch begibt sich auf einen Streifzug durch die neuere französische Literatur und stellt die wichtigsten Autoren vor. die «Zeit»-Journalistin und Verfasserin eines Bestsellers über Camus lässt sich von ihren eigenen Treffen mit den Autoren leiten und liefert einen einfühlsamen Überblick über die Welt von Sartre und Duras bis zu Patrick Modiano, Yasmina Reza und Houellebecq.

Das Buch ist ein persönlicher Kanon der bedeutendsten Schriftsteller Frankreichs – und richtet sich an alle, für die das Land schon immer der kulturelle und literarische Sehnsuchtsort war. In einem Jahr, in dem in Frankreich gewählt wurde und das Land vor einer ungewissen Zukunft steht, ist das Buch gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zur Debatte über den intellektuellen Zustand unseres Nachbarlandes.

Hardcover, 240 pages
Published September 22nd 2017 by Rowohl Verlag
Original Title Warum die Franzosen so gute Bücher schreiben
ISBN 3498058142 (ISBN13: 9783498058142)
Edition Language German

 

ZEIT: Die neue Aufrichtigkeit. Einst war Frankreich literarisch eine Weltmacht, doch zu Beginn des neuen Jahrhunderts legte es eine Sendepause ein. Das war der Houellebecq-Schock. Jetzt meldet sich das Land machtvoll zurück. Von Iris Radisch am 4. Oktober 2017

Autoren und Autorinnen – lesenswerte Werke

  • Jean-Paul Sarte: Die Wörter
  • Albert Camus: Der erste Mensch
  • Simone de Beauvoir: Der Lauf der Dinge
  • Antoine de Saint-Exupéry: Die Stadt der Wüste
  • Samuel Beckett: Erste Liebe
  • Michel Leiris: Mannesalter
  • Eugéne Ionesco: Auf den Gipfeln der Verzweiflung
  • E.M. Cioron: Lehre vom Zerfall
  • Nathalie Sarraute: Kindheit
  • Michel  Butor: Paris – Rom oder Die Modifikation
  • Claude Simon: Das Seil
  • Roland Barthes: Tagebuch der Trauer
  • Julien Green: Tagebücher
  • Georges Perec: Die Dinge
  • Patrick Modiano: Im Café der verlorenen Jugend
  • Assia Djebar: Nirgendwo im Hause meines Vaters
  • Jean-Marie Gustave Le Clézio: Wüste
  • Annie Ernaux: Die Jahre
  • Margerite Duras: Der Liebehaber
  • Marie N Diaye: Drei starke Frauen
  • Pierre Mechon: Leben der kleinen Toten
  • Yasmina Reza: Nirgendwo
  • Emmanuel Carrère: Das Reich Gottes
  • Michel Houellebecq: Unterwerfung

 

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Autoren und Autorinnen

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Boyle, T.C.

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literaturkritik.de – Chronist des alltäglichen Wahnsinns Zum Tod des Georg-Büchner-Preisträgers Wilhelm Genazino Von Peter Mohr und alle Rezensionen

Houellebecq, Michel

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Saša Stanišic

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Williams, John

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Zeh, Juli

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Zweig, Stefan

Drei Meister. Balzac, Dickens, Dostojewski Teil I (1912)

Der Kampf mit dem Dämon: Hölderlin, Kleist, Nietzsche Teil II (1926)

Drei Dichter ihres Lebens. Casanova, Stendhal, Tolstoi Teil III (1928)


Goethes unglückliche letzte Liebe, Ciceros Scheitern, die Entstehung von Händels Messias: Darüber hat Stefan Zweig seine berühmten historischen Miniaturen geschrieben, die erstmals vor neunzig Jahren, 1927, unter dem Titel Sternstunden der Menschheit erschienen sind. Das Stefan Zweig Centre erarbeitet jetzt gemeinsam mit der Universität Salzburg eine neue Edition von Zweigs literarischem Werk, das im Zsolnay Verlag herauskommt, gestaltet von der Münchner Agentur Anzinger und Rasp. Schon als ich Maria Schraders großartigen Film über Zweigs Leben im Kino gesehen habe, dachte ich, wie zeitgemäß Zweigs Themen, sein Blick, heute wieder sind. Das ist nicht unbedingt ein gutes Zeichen, aber es zeigt, dass es wieder besonders lohnt, ihn zu lesen.