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Uwe Timm: Vogel, friß die Feige nicht: Römische Aufzeichnungen (1989) 3/5 (1)

 Vogel, friß die Feige nicht: Römische AufzeichnungenRom, die fremde, von Geschichte und Utopien erfüllte Stadt, in der Uwe Tim für längere Zeit lebte, wird trotz aller Widrigkeiten zum magischen Ort und macht ihm die eigene geschichtliche und literarische Position bewusst.
  • Paperback, 156 pages
  • Published 1989 by Kiepenheuer und Witsch
  • ISBN 3462025430 (ISBN13: 9783462025439)

etwas viel Heinar Kipphardt und  Antonio Gramsci

Antonio Gramsci, um 1920

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Uwe Timm: Freitisch. Novelle (2011) 3/5 (1)

Sind wir die geworden, die wir sein wollten?

»Damit hatte er nicht rechnen können, ausgerechnet hier, am Mare Balticum, von seinem Vorleben eingeholt zu werden.« Uwe Timm erzählt vom späten Wiedersehen zweier Männer, die in den frühen Sechzigern, noch vor dem großen Aufbruch, als Studenten in München ihren Weg suchten.

Am Freitisch saßen sie mittags beieinander, in der Kantine einer spendablen Versicherung, und ihre Gespräche kreisten um Gott und die Welt und einen gemeinsamen Bezugspunkt: Arno Schmidt. Als sie sich in Anklam wiedertreffen, prallen zwei Lebensentwürfe aufeinander. Der Erzähler hat hier als Lehrer gearbeitet, Deutsch und Geschichte, und führt seit seiner Pensionierung ein Antiquariat. Der andere, Euler, damals Mathematiker mit literarischen Ambitionen, kommt als Investor und sondiert das Terrain, um eine Mülldeponie zu bauen.

Beide helfen sich und der Erinnerung auf die Sprünge, geben Anekdoten zum Besten, zitieren ihre Lektüren und landen immer wieder bei dem Dritten im Bunde: Falkner, der damals schrieb, ohne jemals einen Text vorzuzeigen, und mittlerweile ein bekannter Schriftsteller ist. Und bei jener merkwürdigen Reise, die sie in die Heide, zu Arno Schmidts Grundstück führte.

Wie man wurde, was man ist, und was man vielleicht hätte werden können – davon handelt Uwe Timms geistreiche, gewitzte, glänzend geschriebene Novelle, die voller Anspielungen steckt und der existenziellen Frage nachgeht: Was lässt sich umsetzen von den Wünschen und Hoffnungen, mit denen man angetreten ist?

  • ISBN: 978-3-462-04318-1
  • Erscheinungsdatum: 15. Februar 2011
  • 144 Seiten, gebunden
  • ZEIT-Online

 

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Uwe Timm: Vogelweide (2013) No ratings yet.

ISBN: 978-3-462-04571-0

Erscheinungsdatum: 15. August 2013
336 Seiten, gebunden
Euro (D) 19,99 | sFr 28,00 | Euro (A) 20,60

Der große Roman über die Macht des Begehrens

Der neue, wunderbar choreographierte und vielschichtige Roman Uwe Timms erzählt mit hoher Intensität und zugleich fast meditativer Ruhe, präzise, schön, komisch und klug von der Macht des Begehrens, von den geheimnisvollen Spielregeln des Lebens und von der Kunst des Abschieds.

Ein Mann hat alles verloren, seine Freundin, seine Geliebte, seinen Beruf, seine Wohnung, er hat einen Bankrott hinter sich und ist hoch verschuldet. Nun lebt er für eine Weile ganz allein auf einer Insel in der Elbmündung, versieht den Dienst als Vogelwart. Ein geradezu eremitisches Dasein, das durch einen Anruf durcheinandergewirbelt wird. Anna kündigt ihren Besuch an – eben jene Anna, die vor sechs Jahren vor ihm nach New York geflohen ist und zuvor sein Leben komplett aus den Angeln gehoben hat. Und während Eschenbach sich auf das Wiedersehen mit ihr vorbereitet, seinen Alltagsritualen folgt, Vögel zählt und Strandgut sammelt, besuchen ihn die Geister der Vergangenheit und es entfaltet sich die Geschichte von Eschenbach, Selma, Anna und Ewald.

Es ist die Geschichte von zwei Paaren, die glücklich miteinander waren und es nicht bleiben konnten, als Eschenbachs große, verbotene, richtige und falsche Leidenschaft für Anna entbrannte. Uwe Timm lässt ein konturscharfes Bild unserer Gegenwart entstehen, in der die Partnerwahl einerseits von Optimierungsstrategien, andererseits von entfesselter Irrationalität geleitet wird – und immer auf dem Prüfstand steht. Ein Roman, der den Leser packt und wieder loslässt, auf dass er seinen eigenen Gefühlen und Wertvorstellungen nachspüren kann.

 

 

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Uwe Timm: Am Beispiel meines Bruders No ratings yet.

Rating: 4 out of 5

Author: Uwe Timm

Year: 2005

Publisher: Dtv

ISBN: 3423133163

„Gespentervertreibung. In einer anrührenden autobiografischen Erzählung nimmt Uwe Timm Abschied von seinem Bruder“ meint Ursula März in DIE ZEIT vom 18.09.2003 und beschreibt so etwas wie einen gelungenen Abschied von dem ganz Normalen der persönlichen wie auch gesellschaftlich nicht verständlichen Vergangenheit.

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Zweig, Stefan

Drei Meister. Balzac, Dickens, Dostojewski Teil I (1912)

Der Kampf mit dem Dämon: Hölderlin, Kleist, Nietzsche Teil II (1926)

Drei Dichter ihres Lebens. Casanova, Stendhal, Tolstoi Teil III (1928)


Goethes unglückliche letzte Liebe, Ciceros Scheitern, die Entstehung von Händels Messias: Darüber hat Stefan Zweig seine berühmten historischen Miniaturen geschrieben, die erstmals vor neunzig Jahren, 1927, unter dem Titel Sternstunden der Menschheit erschienen sind. Das Stefan Zweig Centre erarbeitet jetzt gemeinsam mit der Universität Salzburg eine neue Edition von Zweigs literarischem Werk, das im Zsolnay Verlag herauskommt, gestaltet von der Münchner Agentur Anzinger und Rasp. Schon als ich Maria Schraders großartigen Film über Zweigs Leben im Kino gesehen habe, dachte ich, wie zeitgemäß Zweigs Themen, sein Blick, heute wieder sind. Das ist nicht unbedingt ein gutes Zeichen, aber es zeigt, dass es wieder besonders lohnt, ihn zu lesen.