Der „Niedergang“ unserer Sprache wird viel beklagt. Dabei haben die gleichen treibenden Kräfte, die hinter dem Verfall der Sprache stecken, auch deren beispiellose Entwicklung ermöglicht weg vom Niveau steinzeitlicher Äußerungen wie „Ich Tarzan, du Jane“ und hin zu den ausgeklügelten Grammatiken von heute. Wie es dazu kam und um welche Kräfte es sich handelt, das erklärt uns Guy Deutscher geistreich und mit viel Witz.

Guy Deutschers Geschichte der Sprache beginnt mit einem Paradox: „Die Sprache ist die größte Erfindung der Menschheit obwohl sie natürlich nie erfunden wurde.“ Keine Sprachkommission, kein Ältestenrat des antiken Rom hat irgendwann die ausgeklügelte lateinische Grammatik entworfen, und auch von der Möglichkeit göttlicher Eingebung möchten wir einmal absehen. Aber wie kamen wir dann weg vom Niveau steinzeitlicher Äußerungen wie „Ich Tarzan, du Jane“ und zu den komplexen Sprachen der Antike und Gegenwart? Guy Deutscher zeigt in Du Jane, ich Goethe anhand zahlreicher Beispiele, wie die ausgeklügelten Grammatiken, enormen Vokabularien und komplexen Bedeutungszusammenhänge von heute entstehen konnten.

Humorvoll vermittelt er die neuesten Erkenntnisse der Linguistik und beschreibt, wie unsere alltäglichsten Gewohnheiten die eindruckvollsten Sprachstrukturen hervor- und auch wieder zu Fall bringen. Nebenbei beantwortet Guy Deutscher in diesem Buch auch noch Fragen wie: Warum haben die meisten Sprachen kein Verb für „haben“? Warum sagte Luther „schlecht“, wenn er doch das Gegenteil meinte? Und warum scheinen Türken rückwärts zu sprechen?

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 1 (29. August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406578284

„Spannend, witzig, und ein Meisterstück zeitgenössischer Wissenschaft.“
Elizabeth C. Traugott, Stanford University

„Eine mitreißende Einführung in die Geschichte und den Wandel der Sprache.“
Chicago Tribune

Über den Autor
Dr. Guy Deutscher ist in Tel Aviv aufgewachsen und hat Mathematik und Linguistik in Cambridge studiert. Er lehrt am Institut für Sprachen und Kulturen des Mittleren Ostens an der Universität Leiden (Niederlande). Neben Büchern und linguistischen Fachbeiträgen hat er Artikel in der „Times“ und der „New York Times“ veröffentlicht.

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