Der französische Schriftsteller Camille de Toledo kritisiert, dass der weltweite Kapitalismus nur als ungerecht wahrgenommen werde, nicht aber als „hässlich“. Tatsächlich aber, so schreibt de Toledo in der ZEIT, sei das Wirtschaftssystem ästhetisch oft „abstoßend“. Die Einsicht in die Hässlichkeit der Gegenwart könne uns vielleicht vom „makabren Programm“ des Geldaufhäufens abbringen. „Nach einigen Jahrzehnten würden sich so viele angewidert von der abscheulichen Ökonomie des Sparens, des Eigentums, der Flughäfen, der Duty-free-Shops, der Großstadtgeländewagen abwenden.“ Der Schriftsteller Camille de Toledo stammt aus einer französischen Großindustriellenfamilie, zu deren Besitz unter anderem der Lebensmittelkonzern Danone gehört. De Toledo schlug das Erbe aus und arbeitet als Autor, Regisseur und Fotograf. Im September erscheint im Berliner Tropen-Verlag sein Buch „Goodbye Tristesse“.

[Quelle: http://www.zeit.de/ ]

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