2003, 236 Seiten mit 10 s/w-Abb., 4 Tab. und 2 Kt., gebunden
ISBN 978-3-89678-461-2

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Der englisch-irische Konflikt prägt die Entwicklung Irlands bis in die Gegenwart, die gewalttätigen Auseinandersetzungen in Nordirland sind davon nur der deutlichste Ausdruck. Mit Blick auf die Spannungen in der irischen Gesellschaft kann man gleichsam von zwei Nationen, einer protestantischen und einer katholischen bzw. einer englischen und einer irischen sprechen. Das Verhältnis dieser beiden ‚Nationen‘ steht im Zentrum dieses Überblicks zur irischen Geschichte seit dem beginnenden 17. Jahrhundert. Einer detaillierten Schilderung der protestantischen Dominanz im 18. Jahrhundert folgt eine ausführliche Beschreibung der irischen Unabhängigkeitsbewegung, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Teilung der Insel zum Ergebnis hatte. Irlands ‚Öffnung zur Welt‘ und der beispiellose ökonomische Aufstieg seit Mitte der 90er-Jahre stehen im Mittelpunkt der Darstellung zur Geschichte der Republik. Ein umfangreiches abschließendes Kapitel analysiert präzise den Nordirland-Konflikt.

Thomas Noetzel bietet einen gut lesbaren, problemorientierten Überblick über die irische Geschichte seit dem 17. Jahrhundert. Im Zentrum steht dabei der englisch-irische Konflikt, doch bezieht Noetzel auch gesellschaftliche, ökonomische und kulturelle Entwicklungen mit ein und präsentiert so eine Gesamtdarstellung der Geschichte Irlands auf dem neusten Stand der Forschung. Zeittafeln, Abbildungen, ein ausführliches Register und ein Literaturverzeichnis runden den Band ab.

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