Isabel Bogdan: Der Pfau (2016)

Der Pfau

Ein charmant-heruntergekommener Landsitz in den schottischen Highlands, eine Gruppe Banker beim Teambuilding, eine schwungvolle Haushälterin mit gebrochenem Arm, Lord und Lady McIntosh, die das alles unter einen Hut bringen müssen, dazu jede Menge Tiere – und am Ende weiß keiner, was eigentlich passiert ist.

Isabel Bogdan erzählt in ihrem ersten Roman pointenreich und überraschend von einem Wochenende, das ganz anders verläuft als geplant: Chefbankerin Liz und ihre vierköpfige Abteilung wollen in der ländlichen Abgeschiedenheit ihre Zusammenarbeit verbessern, werden aber durch das spartanische Ambiente und einen verrückt gewordenen Pfau aus dem Konzept gebracht. Lord McIntosh stoppt den Problem-Pfau auf rustikale Weise – und das führt zu urkomischen Verwicklungen.

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2 Kommentare

  1. akpe

    Juli 9, 2016 um 7:51 pm

    Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.05.2016
    Isabel Bogdans Debütroman ist mehr Katie Fforde oder Cecelia Ahern als Evelyn Waugh oder Alan Bennett, muss Martin Halter nach der Lektüre gestehen. Zwar macht es sich der Kritiker bei einem Kaminfeuer im heruntergekommenen Herrenhaus von Lord und Lady McIntyre durchaus gemütlich, schmunzelt über britische Lebensart und Humor und folgt den zahlreichen Verwicklungen um einen Pfau, der es mit diebischer Freude auf alles Blaue abgesehen hat und noch bis über sein jähes Ende als Festtagsbraten für Streitigkeiten zwischen dem Lord, der Lady, der Köchin und einer Bankerin, die samt Psychologin zu einem Teambuilding-Workshop angereist ist, sorgt. Und doch fehlt es dem Rezensenten zwischen all den Peinlichkeiten und dem Slapstick an sprachlicher Eleganz, scharfen Dialogen und tiefgehenden Figuren. Eine nette „Kriminalposse“, schließt der Kritiker.

  2. akpe

    Juli 9, 2016 um 7:53 pm

    Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 17.03.2016
    Rezensent Markus Clauer teilt Isabel Bogdans Humor nicht. Jedenfalls findet er den britisch anmutenden Slapstick, mit dem Bogdan ihren neuen Roman „Der Pfau“ vollgepackt hat, nicht witzig. Das Buch handelt von einer Gruppe Investmentbanker, die zwecks Teambuilding auf ein winterliches schottisches Anwesen fahren, wo, das Drama ist groß, der ortsansässige Pfau ums Leben kommt, fasst Clauer zusammen. Das darauf folgende Spektakel hat ihn kalt gelassen, zu „tantig“ geschrieben, urteilt er kühl.

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