Grenzgang mit Humor (Feuilleton, NZZ Online)

Am Ende des Jahrhunderts der Aufklärung und der Religionskritik steht die heitere, bei Jean Paul geradezu entschlossen-lustvolle Resignation modernen Denkens angesichts der Grenzen, über die es nicht hinauskommt. Gute, moderne Religiosität ist ein Grenzgang. Dieses Grenzgängertum, so zeigt sich heute, werden wir in der Moderne nicht los. Es gehört vielmehr zum Wesen der Moderne. Diesseits der Grenze beschreibt man den Glauben als Poesie, als metaphysische Vorstellungswelt, als subjektive Erfahrung. Jenseits der Grenze – glaubt man.

so das Fazit des Soziologen Gerhard Schulze in einem Artikel der NZZ.

[via soziologische aufmerksamkeit ; siehe auch sozlog von Tina Guenther, deren lesenswerten Gedanken zu Schulzes Monografie „Die Sünde. Das schöne Leben und seine Feinde“ hier zu finden sind. Wo ich schon mal dabei bin: weitere Rezensionen dazu auf der Website von Gerhard Schulze.]

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