4577041Als Frau des Argonauten Jason lebt Medea in Korinth, wohin sie ihm aus ihrer Heimat Kolchis gefolgt ist. Im königlichen Palast Korinths gerät sie in ein Spiel aus Verleumdungen, Intrigen und Lügen. Der Kampf um die Macht steht im Mittelpunkt, und Medea soll als Sündenbock geopfert werden. Die Medea der griechischen Tragödie, die Barbarin, Giftmischerin, die rachsüchtige Mörderin – hier wird diese Frauenfigur aus dem jahrtausendealten Mythos gelöst, das überkommene Bild revidiert.

In ihrem Erfolgsroman erzählt Christa Wolf die Geschichte der Medea neu und entwirft das Porträt einer eigenwilligen, ungewöhnlichen Frau.

Paperback, 224 pages
Published by Suhrkamp Taschenbuch (first published 1996)
Original Title Medea: Stimmen
ISBN 3518460080 (ISBN13: 9783518460085)
Edition Language German

de.wikipedia: Medea: Stimmen

FAZ: Honecker heißt jetzt Aietes. Aber Medea wird verteufelt human: Christa Wolf schreibt den Mythos neu · Von Manfred Fuhrmann Aktualisiert am 02.03.1996

ZEIT: Tobt nicht, rast nicht, flucht nicht Von Jens Balzer 23. Februar 1996 Quelle: DIE ZEIT, 09/1996

SPON: Kein Mord, nirgends Von Volker Hage 26.02.1996 DER SPIEGEL 9/1996

SPON: Beben in Santa Monica. In einem neuen Buch läßt Christa Wolf ihren Roman „Medea“ gegen eine „männlich dominierte“ Kritik verteidigen und plaudert Werkstattgeheimnisse aus. 15.06.1998

literaturkritik.de: Christa Wolfs Arbeit am Mythos. Ihr Roman „Medea“ schreibt die Erzählung „Kassandra“ fort Von Thomas Anz Letzte Änderung: 21.11.2016 – Erschienen am: 05.12.2011

Jason

Iason (griechisch der Heilende; deutsch Jason) ist eine Heldengestalt aus der griechischen Sage.

Er war der Sohn des Aison, eines Königs von Iolkos, und der Polymede oder Alkimede. Bekannt ist er vor allem als Anführer der Argonauten.

Medea

Medea ist die zauberkundige Tochter des Königs Aietes von Kolchis an der Ostküste des Schwarzen Meeres. Sie ist die Schwester der Chalkiope und des Absyrtos.

Dorthin fahren im Auftrag des Königs Pelias von Iolkos die Argonauten, eine Schar von Helden unter der Führung von Pelias’ Neffen Iason.

Sie sollen das von Aietes gehütete Goldene Vlies erbeuten und nach Iolkos bringen. Aus Liebe verhilft Medea Iason zu dem Vlies und flieht mit den Argonauten. Sie heiratet Iason. In Iolkos ersinnt sie ihm zuliebe eine List, durch die König Pelias zu Tode kommt, worauf die beiden Iolkos verlassen und sich in Korinth niederlassen.

Dort leben sie einige Zeit mit ihren zwei Söhnen.

Dann verstößt Iason Medea, um die Tochter des Königs Kreon von Korinth zu heiraten. Aus Rache dafür ermordet Medea Kreon, dessen Tochter und ihre eigenen Kinder.

Sie flieht nach Athen und heiratet dort den König Aigeus. Damit wird sie die Stiefmutter des Helden Theseus. In einem Konflikt mit Theseus kann sie sich aber nicht durchsetzen. Daher muss sie das Land verlassen und wendet sich nach Asien. Über ihr weiteres Schicksal liegen unterschiedliche Angaben vor.

Glauke

die epileptische Tochter Kreons.

Sie ist hin- und hergerissen zwischen der Zuneigung zu Medea, die mit ihren Heilkünsten versucht, Glauke ihre Ängste zu nehmen und sie durch den Aufbau von mehr Selbstbewusstsein zu einer selbstbestimmten Person zu machen, und ihrer Ablehnung gegen sie, die ihr durch den Einfluss des Hofes eingeredet wird.

Glauke ist in der griechischen Mythologie die Tochter des Königs Kreon von Korinth. Ihr Name wurde auch als Kreusa überliefert.

Nach der Schilderung in Euripides’ Tragödie Medea verliebte sich Jason in die Tochter Kreons, deren Namen Euripides allerdings nicht nennt, und wollte sie heiraten. Seine eifersüchtige Gemahlin Medea, von Kreon der Stadt verwiesen, tötete ihre Rivalin, indem sie ihr als Hochzeitsgeschenk einen vergifteten Schleier übersandte, der sie innerlich verbrannte. Als ihr Vater zu Hilfe eilte, kam auch er um. Laut Pausanias zeigte man in Korinth eine Quelle, in die sich Glauke in der Hoffnung, das Wasser möge gegen das Gift helfen, gestürzt habe.

Agameda

Romanfigur
Agameda, eine Kolcherin und ehemalige Schülerin Medeas, die in Korinth als Heilerin sehr angesehen ist, lässt ihre guten Kontakte zu den Mächtigen spielen und scheut keine Intrige, um Medea zu zerstören.

Sie hasst diese, da Medea die vom Gedanken des gesellschaftlichen Aufstiegs getriebene Agameda in ihrer Jugend, als diese ihre Schülerin war, nicht bevorzugt behandelte, obwohl sie ihre beste Schülerin war.

Außerdem hat Medea der verwaisten Agameda die Liebe und Aufmerksamkeit vorenthalten, nach der jene dürstete.

Agameda kann ihr dies nicht verzeihen und versucht nun, ihr mit allen Mitteln zu schaden, selbst wenn es ihr eigenes Verderben nach sich ziehen würde.

Akamas

Romanfigur

Akamas, der erste Astronom Kreons und eigentlicher, versteckter Machtinhaber Korinths  ergänzt die Geschichte und bringt seine Biografie und Gründe ein, zu Missgunsten Medeas zu handeln bzw. nicht für sie einzutreten.

Leukon

Romanfigur

Leukon, zweiter Astronom Kreons und enger Freund Medeas

Kreon

König von Korinth

Merope

Königin von Korinth

Iphinoe

die ermordete Tochter von Kreon und Merope

Kirke

Zauberin. Schwester von Medeas Mutter

Lyssa

Kolcherin. Ziehschwester und Gefährdin von Medea

weitere Personen

Arinna - Lyssas Tochter

Presbon - Kolcher. Veranstalter der Spiele in Korinth

Telamon - Gefährde des Jason. Argonaut

Phrixos - aus Jolkos, brachte das Vließ nach Kolchis

Pelias - Onkel des Jason in Jolkos

Cheiron - Erzieher des Jason in den thessalischen Bergen

Meidos, Pheres - Söhne der Medea und des Jason

Oistros - Bildhauer. Medeas Geliebter

Arethusa - aus Kreta, Medeas Freundin

Der Alte - aus Kreta, Arethusas Geliebter und Freund

Please rate this