Thomas Bauer: Die Vereindeutigung der Welt. Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt (2018)

46268836. sy475 Was haben das Verschwinden von Apfelsorten, das Auftreten von Politikern in Talkshows, religiöser Fundamentalismus und der Kunst- und Musikmarkt miteinander gemeinsam? Überall wird Vielfalt reduziert, Unerwartetes und Unangepasstes zurückgedrängt. An die Stelle des eigentümlichen Inhalts rückt vermeintliche Authentizität: Nicht mehr das „was“ zählt, sondern nur noch das „wie“. Thomas Bauer zeigt die Konsequenzen auf, sollten wir diesen fatalen Weg des Verlustes von Vielfalt weiter beschreiten.

Reclam Verlag, Ditzingen 2018
ISBN 9783150194928
Kartoniert, 104 Seiten, 6,00 EUR

Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2013

ZEIT: Das eine tun, das andere nicht lassen. Ein Lob der Widersprüche. Von Franz Schuh 7. März 2018 DIE ZEIT Nr. 11/2018

socialnet: Rezensent Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß

Gabi Reinmann: Im Hosentaschenformat 01. Oktober 2019

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1 Kommentar

  1. Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.03.2018
    Hannes Hintermeier empfiehlt die Kulturkritik von Thomas Bauer als unaufgeregte, nicht belehrende Bestandsaufnahme. Film, Musik, Kunst, Literatur, Konsum, Religion, Geschlecht, Politik untersucht der Autor laut Hintermeier auf ihre Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten. Bauer beklagt die Tendenz zur Vereindeutigung, so der Rezensent, und bietet Denkanstöße, um mit den Ambiguitätspotenzialen der Gegenwart produktiv umzugehen.

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