WELT ONLINE – Der weiße Fleck im Leben des Zygmunt Bauman – Nachrichten welt_print

„Ich nehme einen Marmorblock und werfe alles weg, was unnütz ist.“ Mit diesen Worten beschrieb Michelangelo das Geheimnis seiner Kunst. Diesen Satz zitierte der bekannte Soziologe Zygmunt Bauman kürzlich in Polen, als er von den „großen Verbrechern der Moderne, Hitler, Stalin, Mao und Pol Pot“, sprach. Nur seien bei dem Entwurf einer neuen Gesellschaft nicht Marmorspäne, sondern bestimmte Menschen „unnütz“. Qualitätskontrolleure stünden bereit, um sie auszusondern. Inzwischen wissen wir, dass Bauman, der nach der vom Regime getragenen antisemitischen Welle des Jahres 1968 aus Polen emigrierte, früher selbst einer der Qualitätskontrolleure gewesen war.

[via soziologische aufmerksamkeit]

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