Philip Roth: The Human Stain / Der menschliche Makel (2000 / 2002)

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The Human Stain (2000) is a novel by Philip Roth, published May 5, 2000. The book is set in Western Massachusetts in the late 1990s. It is narrated by 65-year-old author Nathan Zuckerman, who appears in several earlier Roth novels, and who also figures in both American Pastoral (1997) and I Married a Communist (1998), two books that form a loose trilogy with The Human Stain.[1] Zuckerman acts largely as an observer as the complex story of the protagonist, Coleman Silk, a retired professor of classics, is slowly revealed.

A national bestseller, The Human Stain was adapted as a film by the same name directed by Robert Benton. Released in 2003, the film starred Anthony Hopkins, Nicole Kidman, Wentworth Miller and Gary Sinise.

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Aus dem Amerikanischen von Dirk van Gunsteren.

Zuckermann begegnet dem alternden Professor Coleman Silk, der durch Missverständnisse und Intrigen alles verloren hat – sein Renommee, seine Familie.

Das große Geheimnis, das ihn umgibt, kann er wahrscheinlich nur mit Faunia, seiner jungen Geliebten, teilen.

Ein Sittenbild der amerikanischen Gesellschaft.

 

Author: Philip Roth

Year: 2002

Publisher: Hanser Belletristik

ISBN: 3446200584

literaturkritik.de: Ein großer amerikanischer Roman – mit europäischem Makel Von Alexandra Pontzen Letzte Änderung: 21.11.2016 – 18:43:36 Erschienen am: 01.06.2002

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1 Kommentar

  1. Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 20.03.2002
    In Philip Roths neuem Roman, fasst Peter Michalzik zusammen, werde ein kleines Universitätsstädtchen zum Schauplatz einer klassischen aristotelischen Tragödie: Der Dekan eines Collegs verliert wegen einer angeblich rassistischen Äußerung Stellung und Ruf, dann seine Frau und am Ende sein Leben und das seiner Geliebten. Roth nun gelinge es, „seine Fabel in schwindelnde Höhen aufzutürmen, weil in jedem seiner Protagonisten eine andere Wahrheit liegt, als es scheint.“ Dem Leser garantiert Michalzik, dass er über viele Seiten nicht werde glauben können, was da erzählt wird, er aber letztlich jedes Wort für bare Münze nehmen und es ihm ob Roths „überwältigender Kraft“ des Erzählens die Sprache verschlagen werde. „Wenn Sie sich für das Leben interessieren“, schwärmt der Rezensent, „dann müssen Sie dieses Buch lesen. Es ist aus dem Stoff, aus dem auch wir gemacht sind.“

    Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.03.2002
    Die Besprechung dieses Romans hat Thomas David offenbar auf dem Weg zum Interview mit dem Autor im Flugzeug geschrieben. Jedenfalls hat ihn das Buch („ein großes Meisterstück“) ganz schön abheben und es mit dem „strahlenden Licht, das vor dem Anflug auf New York durch die Fenster der Maschine dringt“, vergleichen lassen. Gibt es auch handfestere Argumente für den Roman? Gibt es. So schreibt David von „zahlreichen atemberaubenden Episoden“, in denen Roths „detailgenaue realistische Schilderung eine Resonanz im Metaphorischen findet“, und davon, wie der Autor, „getragen von der beeindruckenden Kraft seines vorandrängenden Stils“, seinen Helden gegen sein individuelles Schicksal (die konfliktreiche Entdeckung des „reinen Ichs“) anlaufen lässt „und es dabei gleichzeitig im engmaschigen Netz der jüngeren amerikanischen Geschichte verspannt“.

    Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 23.02.2002
    Nun hat Philip Roth mit „Der menschliche Makel“ nach „Amerikanisches Idyll“ und „Mein Mann, der Kommunist“ seine Trilogie über die amerikanische Nachkriegsgeschichte zu Ende gebracht, berichtet Gerrit Bartels. Der Rezensent zeigt sich hell erfreut darüber, dass Roth mit dieser Trilogie den Weg zurück zum originären Schreiben gefunden hat, hatte sich bei Bartels doch nach der Lektüre anderer Romane von Roth der Eindruck eingestellt, der Autor habe sich im Labyrinth literarischer Selbstbespiegelungen etwas verrannt. Nicht so im vorliegenden Roman über das Scheitern des Protagonisten Coleman Silk, einem Collegeprofessor in einer Kleinstadt, dessen Leben aus den Fugen gerät, als man ihn des Rassismus bezichtigt und der erkennen muss, dass er, der „Schwarze“, niemals das Leben eines „Weißen“ führen kann. Roth gewährt dem Leser, meint der Rezensent, „tiefe Blicke auf den Grund der menschlichen Seele“, ohne dass sie im Ganzen ergründet werden könnte. Aber der Einblick auch in unliebsame und moralisch bedenkenswerte Abgründe gerate durch den Wechsel der Erzählperspektiven und Positionen der Rothschen Figuren nie zur einseitigen Stellungnahme, so Bartels. Die Trilogie im Ganzen findet er „großartig“ und großes Lob spendet er auch Dirk van Gunsteren für seine „vorzügliche“ Übersetzung.

    Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 14.02.2002
    Heute erscheint Philip Roths neuer Roman auf deutsch. Losgehen und kaufen, rät uns Ijoma Mangold, der dem Buch bereits nach 50 Seiten alles glaubt, weil Roth, wie er schreibt, seinen Stoff (und einen wie reichen Stoff!) so gut beherrscht, „dass nur wenige Kapitel genügen, um eine plastische Erzählwelt aufzubauen“. Diese Welt, erklärt uns Mangold, sei gespannt zwischen die Pole der Verderbtheit und des Lebenssturms, der Einsamkeit und der Freundschaft, des Loslassens und des Gepacktwerdens. Viel kleine Geschichten ergibt das, und dass jede für sich genommen schon „ziemlich gut“ ist, erst ihre Verknüpfung aber „einen epischen Sturzbach“ auslöst, hat Mangold schier überwältigt. Derart viel erhält Raum in der „groß, berührend und zwingend“ erzählten Biografie des Helden – der große Makel, die Erbsünde als Quelle der Vitalität, sowie der amerikanische Traum, das Leben in die eigene Hand zu nehmen -, dass Mangold zu dem Buch nur ein Vergleich einfällt: „Der großen Gatsby“.

    Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.02.2002
    Ulrich Greiner ist von den Socken. Ein Meisterwerk, der neue Roth! Wie der Autor den „unlösbaren Konflikt zwischen Individuum und Gesellschaft“ dramatisiert, findet er aufregend, erhellend und erschütternd zugleich. Der Roman ziele mitten ins Herz der amerikanischen Gesellschaft, „aber er betrifft uns alle“. Die Vielschichtigkeit des Buches indes – vier Schicksale,die sich kreuzen, eine die ganze Gegenwart durchdringende Geschichte, ein „Oratorium verschiedener Stimmen und Tonlagen – lähmt den Rezensenten geradezu: „Man kann von diesem Roman nicht erzählen, ohne von seiner Handlung zu erzählen.“ Und das tut er dann auch, Greiner. Uns bleiben die Epitheta. Lobende jedenfalls.

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