Friedrich Ani: Der Narr und seine Maschine

https://i1.wp.com/bilder.buecher.de/produkte/52/52361/52361078z.jpg?w=788&ssl=1Eigentlich wollte Tabor Süden seine Ermittlertätigkeit nie wieder aufnehmen, nachdem bei seinem letzten Fall ein Kollege zu Tode kam. Doch als er ohne Abschied für immer aus München verschwinden will, erteilt ihm seine Chefin in letzter Minute einen Auftrag der besonderen Art, den er nicht abschlagen kann. Zum allerletzten Mal macht Tabor Süden, Spezialist für Vermisstenfälle, auf Personensuche. Vermisst wird der Autor Cornelius Hallig, der unter Pseudonym Kriminalromane veröffentlichte und selbst ohne Abschied verschwunden ist. Aufenthaltsort: natürlich unbekannt. Werden sich Tabor Süden und der vermisste Schriftsteller, beide verloren für diese Welt, begegnen?

In seinem neuen, düsteren Roman lässt Friedrich Ani den vielerfahrenden Detektiv Tabor Süden zurückkehren und führt die Lebensläufe von Ermittler und Vermisstem parallel: Beide versuchen den Tod zu betrügen und eine Zeit lang die Finsternis zu überwinden, die ihnen seit jeher vertraut war …

»Friedrich Ani schreibt wie ein Schweizer Präzisionsuhrwerk, in diesem eigenen, eigenwilligen Ton, schlank und scharf und trotzdem satt an Atmosphäre.«

Frankfurter Rundschau

(Tabor Süden #21)

Hardcover, 143 pages
Published October 2nd 2018 by Suhrkamp
ISBN 3518428207 (ISBN13: 9783518428207)
Edition Language German

ZEIT: Der Traum von der allumfassenden Unsichtbarkeit. Tabor Süden sucht wieder: Friedrich Ani erzählt diesmal von zwei Männern, die aus ihrem Leben fliehen wollen. Eine Rezension von Alexander Cammann 30. Oktober 2018 DIE ZEIT Nr. 45/2018

FAZ: Die Vermissung der Welt. Hommage an den Schriftsteller, der als Vater der Schwarzen Serie mehr Legende denn vielgelesener Autor ist: Jeanne Moreau in „Die Braut trug schwarz“. Von Hannes Hintermeier Aktualisiert am 05.10.2018-14:04

 

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1 Kommentar

  1. Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 31.10.2018
    Alexander Cammann ist gnädig. Wenn Friedrich Ani seinen Privatdetektiv Tabor Süden beim Aussteigeversuch auf einen anderen Aussteiger treffen bzw. diesen suchen lässt, einen Krimiautor auch noch, befürchtet der Rezensent schon Sinnfragen von jenseits der Lebensmitte. Bei Ani aber gesellen sich geschickter Schnitt und barocker Sprachexistenzialismus hinzu, bei Süden routinierte Intuition, frohlockt der Rezensent. Weniger maniriert als witzig und virtuos, so sein Urteil.

    Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 20.10.2018
    Einmal mehr lässt Friedrich Ani seinen altbekannten Ermittler Tabor Süden in „Der Narr und die Maschine“ nach einem Vermissten fahnden, diesmal ist es ein zurückgezogener Schriftsteller, der vor seinem Verschwinden jahrelang mit seiner Mutter in einem Hotel lebte, weiß Rezensentin Sylvia Staude. Besonders gut gefällt der Rezensentin an den Süden-Krimis, dass die Gesuchten meist „mit dem Leben fremdeln“ und deshalb so gut wie nie gefunden werden wollen – in ihren Augen werden Anis Krimis so auf eine bestürzende Art und Weise düster. Der neueste Fall ist ihm jedenfalls wieder glänzend gelungen, freut sich die Rezensentin.

    Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.10.2018
    Eingenommen verfolgt Hannes Hintermeier, wie Friedrich Ani in „Der Narr und seine Maschine“ zwei Schmerzensmänner zueinander führt. Der eigentlich schon ausgestiegene Tabor Süden muss noch einmal ran, um sich auf die Spur des verschwundenen Autors Cornelius Hallig zu setzen. Beide sind so melancholisch, dass es dem Rezensenten ganz schwarz ums Gemüt wird. Aber mehr noch als die Studie in Schwarz gefällt Hintermeier die darunter liegende Hommage an den amerikanischen Autor Cornell Woolrich, aus dessen Autobiografie „Blues of a Lifetime“ Ani etliche Motive entlehnt, etwa das Leben mit der Mutter im Hotel, und natürlich auch den Titel, wie dem aufmerksamen Rezensenten nicht entgeht.

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