Graham Swift: Einen Elefanten basteln : Vom Leben im Schreiben (2004 / 2017)

Am Anfang steht der geheime Wunsch, Schriftsteller zu werden. Das Studium in Cambridge muss warten, vorher zieht es den jungen Graham Swift raus in die Welt: Rucksackreisen in Krisengebiete, in der Tasche 50 Pfund für fünf Monate, genug, um das Schicksal herauszufordern.

Erste Höhen kommen früh, erste Tiefen auch.

›Einen Elefanten basteln‹ ist der in Essays, Interviews und Gedichten nachgezeichnete Weg eines Schriftstellers, der in seinen Büchern – auch in diesem  – stets das Terrain des Bekannten verlässt, um sich hinaus ins Unbekannte zu wagen, die einzige Sicherheit: seine Vorstellungskraft.

»Literatur ist ein Impfstoff, der uns vor jenen Seuchen beschützt, wie die Realität sie erzeugen kann. Aber wie alle echten Impfstoffe wirkt auch dieser nur, wenn er Spuren der Seuche selbst enthält, ein Extrakt dessen, dem er sich entgegenstellt.« Graham Swift

Hardcover, 456 pages
Published April 18th 2019 by dtv Verlagsgesellschaft (first published 2004)
Susanne Höbel (Translator)
Original Title Making an Elephant
ISBN13 9783423281843
Edition Language German

literaturkritik.de: Der erschriebene Elefant. Zu Graham Swifts autobiographischem Werk „Einen Elefanten basteln“. Von Jens Liebich Erschienen am: 13.01.2020

FR: Graham Swift: „Einen Elefanten basteln“ – Bis man dann erscheint Judith v. Sternburg 02.07.19 08:00

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1 Kommentar

  1. Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 02.07.2019
    Judith von Sternburg lernt nicht unbedingt Neues über das Schriftstellerdasein mit Graham Swifts Essays, Interviews und verstreuten Gedichten. Es geht um die Einsamkeit, den Wunsch nach Anerkennung, das Scheitern. Dass Swift nicht persönlich wird, sondern verallgemeinert, geht für Sternburg in Ordnung. Durchaus anregend findet sie Swifts Bemühen um Gelassenheit und Genauigkeit, witzig bis böse erscheinen ihr seine Anekdoten aus dem Literaturbetrieb, berührend manche Erinnerung.

    Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.05.2019
    Jan Wiele schwelgt mit Graham Swift in den Griechenland-Erinnerungen des Autors, laut Wiele das reine Tramper-Idyll (trotz Militärdiktatur) und so etwas wie das Initiationserlebnis des späteren Romanschriftstellers. Andere Texte in dem als buntes Potpourri aus Erinnerungen, Interviews, Gedichten und Zeitungstexten daherkommenden Geburtstagsband scheinen Wiele offenbar weniger überzeugend, zumindest nicht erwähnenswert. Eine echte Werkbiografie kann er in dem Band auch nicht erkennen.

    Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.05.2019
    Thomas David sieht in Graham Swift einen zurückhaltenden Meister des Profanen, keinen spitzen Ironiker oder zynischen Satiriker. Die vorliegenden autobiografischen Texte über Schreibinspiration, Fantasie und das Glück der frühen Arbeit lassen David teilnehmen am Glück und Leid einer Schriftstellerexistenz. Swifts Erzählungen über Weihnachten mit Rushdie, die Entstehung seiner Romane oder über seinen Vater liest der Rezensent mit Interesse und mit Rührung.

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