Tag der Schenkung – Feuilleton – Kultur – ZEIT online

Von Thomas Assheuer

Erst durch das Schenken wurde der Mensch zum Menschen.

Ein Geschenk hilft beim Menschwerden
© photocase

Wer schenkt, der schadet sich selbst. Anstatt seine Schäfchen ins Trockene zu bringen, verschwendet er sein Eigentum an unnütze Dinge. Tatsächlich, so scheint es, verstößt das Schenken gegen alle Regeln wirtschaftlicher Vernunft. Moderne Gesellschaften tauschen Ware gegen Ware, Wert gegen Wert. Der Markt kennt nur den Tausch, und das Nutzlose ist ihm von Herzen fremd. Er kennt weder Gabe noch Gegengabe, denn der Markt hat nichts zu verschenken. Noch Fragen?

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