Familie: Maria Hylands Roman über eine verletzte Kindheit | ZEIT online

Maria Hyland schreibt bestürzend offen über eine verletzte Kindheit – um die eigene zu vergessen

Wo hört Nähe auf, fängt Enge an? Vielleicht in dieser Küche, wo eine Frau Fisch kocht, ihr Mann am Küchentisch sitzt, in ein Buch über Schädelkunde vertieft, und ihr zwölfjähriger Sohn im Guinness Buch der Rekorde nach Wundern sucht. »Starr mich nicht so an, du bist doch kein Baby mehr«, sagt Johns Mutter zu ihm und schiebt die Zunge in den Mundwinkel. »Deine Zunge ist kalt«, sagt John, als er sie anfasst. Der Vater schaut von seinem Buch auf und sagt: »Ein seltsames Paar.«

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