Susanne Boshammer: Die zweite Chance Warum wir (nicht alles) verzeihen sollten (2020)

https://i2.wp.com/c95871.ssl.cf3.rackcdn.com/4sSLNAw9IP_assets/images/4sSLNAw9IP_Zoom.jpg?resize=584%2C898&ssl=1Die Philosophieprofessorin Susanne Boshammer diskutiert anregend und anschaulich, was es bedeutet, zu verzeihen. Allgemein gilt verzeihen zu können als Heilmittel für seelische Wunden und als Signal der Nächstenliebe.

Die Bereitschaft zu verzeihen genießt einen guten Ruf. Oft bewundern wir Menschen, die dazu fähig sind, denn jeder weiß, wie schwer das sein kann. Doch ist es wirklich immer richtig?

Welche Gründe sprechen dafür, welche dagegen, jemanden einen zweite Chance zu geben?

Haben wir manchmal nicht sogar die Pflicht, hart zu bleiben – um uns selbst zu schützen, für Gerechtigkeit zu sorgen oder unsere Selbstachtung zu wahren? Und was ist, wenn jemand keinerlei Reue zeigt?

Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2020
ISBN 9783498006815
Gebunden, 240 Seiten, 25,00 EUR

DLF: Warum wir nicht alles verzeihen sollten. Wir alle machen Fehler. Umso wichtiger ist es, dass wir einander verzeihen können. Aber können und sollten wir alles verzeihen? Werden wir uns selbst und anderen damit in jedem Fall gerecht? Die Philosophin Susanne Boshammer hat da ihre Zweifel. Beitrag vom 19.07.2020 Moderation: Stephanie Rohde

ZEIT: Gegen unseren Zorn. Susanne Boshammer plädiert fürs Verzeihen. Eine Rezension von Sarah Pines 29. Juli 2020, 16:52 Uhr Editiert am 4. August 2020, 20:28 Uhr DIE ZEIT Nr. 32/2020, 30. Juli 2020

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1 Kommentar

  1. Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 30.07.2020
    Rezensentin Sarah Pines wird nicht froh mit dem Buch der Professorin für praktische Philosophie Susanne Boshammer. So ehrenhaft Pines den Versuch der Autorin findet, unserer unnachgiebigen Zeit den Sinn des Verzeihens nahezulegen, so wenig überzeugend wirken auf sie Boshammers küchenphilosophische Platitüden. Binsenweisheit über Binsenweisheit muss Pines lesen, von Menschen, die gut und böse zugleich sind, und von dem mal sinnvollen, mal weniger sinnvollen Akt des Verzeihens. Mehr Verständnis für die „Kraft des Zorns“ hätte sie der Autorin gewünscht. Für die Rezensentin ein nahezu unverzeihliches Buch.

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