Pierre Lemaitre: Miroir de nos peines / Spiegel des Schmerzes (2019 / 2020)

50249758. sx318 Avril 1940. Louise, trente ans, court, nue, sur le boulevard du Montparnasse. Pour comprendre la scène tragique qu’elle vient de vivre, elle devra plonger dans la folie d’une période sans équivalent dans l’histoire où la France toute entière, saisie par la panique, sombre dans le chaos, faisant émerger les héros et les salauds, les menteurs et les lâches… Et quelques hommes de bonne volonté.

Il fallait toute la verve et la générosité d’un chroniqueur hors pair des passions françaises pour saisir la grandeur et la décadence d’un peuple broyé par les circonstances.

Secret de famille, grands personnages, puissance du récit, rebondissements, burlesque et tragique…

Le talent de Pierre Lemaitre, prix Goncourt pour Au revoir là-haut, est ici à son sommet.

Paperback, 544 pages
Published January 2nd 2020 by Albin Michel
Original Title Miroir de nos peines
ISBN 2226392076 (ISBN13: 9782226392077)
Edition Language French

wikipedia.fr

franceinter: „Miroir de nos peines“ : le Masque & la Plume a-t-il aimé le dernier roman de Pierre Lemaitre ? Voici le troisième et dernier roman de sa saga romanesque „Les Enfants du désastre“. Après „Au-revoir là-haut“ et „Couleurs de l’incendie“, il clôt sa trilogie dans la France de 1940, de la drôle de guerre à l’exode. Si Nelly Kaprièlian ne l’a pas lu, les trois autres critiques n’ont pas manqué de le dévorer. Par France Inter publié le 29 janvier 2020 à 17h28

 

55571871. sy475 Das große Finale der Romantrilogie von Goncourt- Preisträger Pierre Lemaitre Im April 1940 glaubt in Frankreich niemand mehr an den Krieg, weder die Soldaten in ihren Bunkern noch die Pariser in ihren Cafés, und erst recht nicht Lehrerin Louise Belmont. Fast wird es gemütlich – bis die deutsche Wehrmacht durch die Ardennen vorrückt und Louises Leben völlig aus den Fugen gerät. Pierre Lemaitre erweckt mit Louise Belmont eine außergewöhnliche Heldin zum Leben und erschafft ein unvergleichliches Panorama jener Zeit.

In Frankreich scheint die Zeit stillzustehen. Schon im September 1939 haben Frankreich und Großbritannien dem Deutschen Reich den Krieg erklärt, doch seitdem: nichts.

Während sich an der Maginotlinie die feindlichen Truppen gegenseitig belauern, geht für die Bewohner von Paris der Alltag weiter. Man sitzt im Café, plaudert und spekuliert über die Zukunft. So auch bei Monsieur Jules, dem Restaurant in Montmartre, in dem die Lehrerin Louise an den Wochenenden kellnert. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Louise wird mit einer unliebsamen Enthüllung konfrontiert, die ihr Leben auf den Kopf stellt, während der junge Soldat Gabriel mit den Konsequenzen einer überraschenden Beförderung zu kämpfen hat.

Überrumpelt wird auch der Rest Frankreichs – und zwar von der deutschen Wehrmacht, die die Maginotlinie durchbrochen hat und Kurs auf Paris nimmt. Dann bricht Chaos aus, und nichts ist mehr so, wie es einmal war …

Hardcover, 520 pages
Published October 24th 2020 by Klett Cotta (first published January 2nd 2020)
Original Title Miroir de nos peines
ISBN13 9783608983616
Edition Language German

WDR: Pierre Lemaître – Spiegel unseres Schmerzes. Von Wolfgang Stenke – Frühjahr 1940: acht Millionen Franzosen auf der Flucht vor dem Vormarsch der Wehrmacht. Mitten in diesem Chaos spielt Pierre Lemaîtres Roman „Spiegel unseres Schmerzes“ – Zeitgeschichte als Abenteuererzählung. WDR 3 Buchkritik. 25.01.2021.

DLF: Fake News im Zweiten Weltkrieg – In seinem neuen Roman schildert Pierre Lemaître die kopflose Flucht der Franzosen beim Einmarsch der Deutschen im Frühjahr 1940 und die Lügen der damaligen Regierung. Die hatte bis zuletzt die Niederlage geleugnet. Das wirkt bis heute nach. Von Dirk Fuhrig Beitrag vom 26.10.2020

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1 Kommentar

  1. Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.02.2021
    Rezensent Niklas Bender berichtet von „ungebrochenem“ Lesevergnügen mit dem Abschlussband von Pierre Lemaitres „Zwischenkriegstrilogie“, auch wenn dieser Roman ihm komplexer erscheint als seine Vorgänger. Laut Bender hat der Autor Dumas im Blut, schreibt so flott wie sich das Buch auch wegliest (idealerweise mit einem Glas Rotwein, rät der Rezensent) und darf bestimmt auf eine Verfilmung hoffen. Starke Gefühle und ein bunter Haufen Figuren beleben die im April 1940 spielende Geschichte um die Identitätssuche der jungen Louise Belmont, weiß Bender, der sich rundum gut unterhalten fühlt.

    Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 27.10.2020
    Dirk Fuhrig liest Pierre Lemaitres Roman über die Flucht der Franzosen beim Einmarsch der Deutschen 1940 und das Versagen der Politik mit Blick auf die französische Gegenwart. Dass der Autor in den im Buch beschriebenen Verhältnissen und Geschehnissen Ursachen für das Erstarken der Rechten, die sozialen Unruhen und das fortdauernde politische Desaster von heute sieht, hat sich Fuhrig vom Autor persönlich bestätigen lassen. Packend findet er den Roman, der Selbsttäuschung und Propaganda am Beispiel des „hochstaplerischen Tausendsassas“ Desire Migault behandelt.

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