A.L. Kennedy: Serious Sweet / Süßer Ernst (2016 / 2018 )

25658493. sy475 A good man in a bad world, Jon Sigurdsson is 59 and divorced: a senior civil servant in Westminster who hates many of his colleagues and loathes his work for a government engaged in unmentionable acts. A man of conscience.

Meg Williams is ‘a bankrupt accountant — two words you don’t want in the same sentence, or anywhere near your CV’. She’s 45 and shakily sober, living on Telegraph Hill, where she can see London unfurl below her. Somewhere out there is safety.

Somewhere out there is Jon, pinballing around the city with a mobile phone and a letter-writing habit he can’t break. He’s a man on the brink, leaking government secrets and affection as he runs for his life.

Set in 2014, this is a novel of our times. Poignant, deeply funny, and beautifully written, Serious Sweet is about two decent, damaged people trying to make moral choices in an immoral world: ready to sacrifice what’s left of themselves for honesty, and for a chance at tenderness. As Jon and Meg navigate the sweet and serious heart of London — passing through 24 hours that will change them both for ever — they tell a very unusual, unbearably moving love story.

Hardcover, 519 pages
Published May 19th 2016 by Jonathan Cape (first published March 3rd 2016)
Original Title Serious Sweet
ISBN 0224098446 (ISBN13: 9780224098441)
Edition Language English

Literary Awards
Booker Prize Nominee for Longlist (2016)

51071040. sx318 sy475 Jon ist ein guter Mensch in einer schlechten Welt. Als Staatsdiener der britischen Regierung in London muss er täglich unmoralisch handeln.

Um seiner Entfremdung zu entkommen, schreibt er Liebesbriefe im Auftrag alleinstehender Frauen. Eine von ihnen ist Meg, die sich gerade von ihrer Alkoholsucht erholt. Von seiner Handschrift und seinen Worten betört, sucht sie Jon inmitten der pulsierenden Großstadt auf…

Gibt es sie wirklich, jene Liebe, die wahrhaft süß ist, weil sie den anderen – seine Verletzungen, seine Einsamkeit – ernst nimmt?

In ihrem ergreifenden und skurril-witzigen Roman fragt A.L. Kennedy, wie in unserer narzisstischen Zeit wahre Gefühle noch möglich sind.

Hardcover, 400 pages
Published 2018 by Hanser Verlag (first published March 3rd 2016)
Original Title Serious Sweet
ISBN 3446260021 (ISBN13: 9783446260023)
Edition Language German

Literary Awards
Booker Prize Nominee for Longlist (2016)

DLF: Liebe auf den zweiten Blick. Die schottische Autorin A. L. Kennedy beschreibt 24 Stunden im Leben von Meg und Jon, beide einsam und frustriert. Nach mehreren unbeholfenen Versuchen finden sie am Ende eines chaotischen Tages tatsächlich zueinander. Eine eiskalt wirkende seelische Entkleidung zweier Suchender. 28.11.2018

DLF Kultur: Ein Lächeln im Moloch der Anonymität. In ihrem neuen Buch erzählt A. L. Kennedy davon, wie einsam Menschen in einer Großstadt wie London sein können. Zwei von ihnen begegnen sich in ihrer Geschichte. Anonym als Brieffreunde. Bis einer dem anderen auflauert. Von Gabriele von Arnim 08.11.2018

DLF: „Die größte erogene Zone ist das Gehirn“ A.L. Kennedy im Gespräch mit Joachim Scholl. Auch das neue Werk der schottischen Schriftstellerin A. L. Kennedy spart nicht mit bösen Sätzen. „Süßer Ernst“ ist Politik-, Liebes- und London-Roman in einem. Er begleitet einen Tag eine Frau und einen Mann, die sich auf spezielle Weise kennenlernen.

ZEIT: Der Blues des Königreiches. Der neue Roman der schottischen Schriftstellerin A. L. Kennedy ist ein großartiges Buch über die Zerrüttung der britischen Verhältnisse. Eine Rezension von Hans-Peter Kunisch 28. November 2018, 16:55 Uhr

FAZ: Ein Retter für den Retter. Zwei Menschen und das London der Gegenwart: In ihrem neuen Roman fragt die britische Autorin A.L. Kennedy nach dem Umgang mit Fake News, bösartigen Psychopathen und der angemessenen Haltung in einer Welt, die aus den Fugen ist. Von Tilman Spreckelsen – Aktualisiert am 22.11.2018

Literaturkritik.de: Zwei einsame Seelen auf der Suche nach Liebe. A.L. Kennedy schickt in ihrem Roman „Süßer Ernst“ ihre beschädigten Antihelden auf eine moderne Odyssee durch London Von Monika Grosche Erschienen am: 06.06.2019

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1 Kommentar

  1. Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 11.12.2018
    Carola Ebeling taucht mit A. L. Kennedys Roman ein in die Liebesgeschichte des hohen Staatsbeamten Jon und der seit einem Jahr trockenen Buchhalterin Meg. Die an einem einzigen Tag in London spielende Story besticht laut Rezensentin durch Genauigkeit, Komik und zarten Ernst, Empathie mit den Figuren und Skepsis gegenüber den Dingen der Liebe. Wie Kennedy das Sehnen und Wünschen der Figuren mit den politischen und sozialen Realitäten Englands (Brexit, der Brand im Grenfell Tower, sexueller Missbrauch etc.) erzählerisch verbindet, scheint Ebeling bemerkenswert. Die Szenen und Figuren des Romans wirken noch lange nach, stellt die Rezensentin fest.

    Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 29.11.2018
    Im neuen Roman der schottischen Autorin A.L. Kennedy trifft der frustrierte Beamte Jon auf die bankrotte Wirtschaftsprüferin Meg, erzählt Rezensent Hans-Peter Kunisch. Während Jon sowohl von einer hässlichen Scheidung als auch von seiner Rolle als Schönredner in der politischen Öffentlichkeitsarbeit mitgenommen ist, kämpft Meg mit ihrer Armut und muss außerdem einen Missbrauch und ihre frühere Alkoholabhängigkeit verdauen, so Kunisch. Kennedy hier einen „literarisch-politischen Coup“ gelandet, freut er sich: In einem Zug berichte sie nicht nur zartfühlend von der schüchternen Annäherung zweier gebeutelter Engländer, sondern biete dank der Berufe der Hauptfiguren und ihrer seelischen Auswirkungen auch eine messerscharfe Analyse des politischen und wirtschaftlichen Niedergangs des Vereinigten Königreichs. Der Rezensent ist beeindruckt.

    Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.11.2018
    Rezensent Tilman Spreckelsen gefällt an A.L. Kennedys neuem Roman, wie die Autorin zwei Menschen im London der Jetztzeit beim Hadern mit Fake News, Psychopathen und einer Haltung zum Leben, zur Welt beobachtet, im perspektivischen Wechsel, Haken schlagend und letztlich ins Offene hinein, ohne Antwort. Liebe, Familie, Beruf, Selbsthass, Alkoholsucht spielen eine Rolle, lesen wir. Wenn Kennedy ihre Geschichte gelegentlich allzu stark symbolisch auflädt und die Konstruktion des Textes offen zutage tritt, kann Spreckelsen das verschmerzen.

    Rezensionsnotiz zu Die Welt, 10.11.2018
    Endlich einmal wieder ein gelungenes Buch über die „LIEBE in Versalien“, freut sich Peter Praschl über A.L. Kennedys neuen Roman „Süßer Ernst“. Der Rezensent findet es berückend, dass die Autorin es hier zwei vom Leben angeschlagenen Menschen ermöglicht, noch zueinander zu finden: Ein frustrierter politischer Beamter und eine ehemalige Trinkerin lernen sich über eine Zeitungsannonce kennen, erzählt er. Wegen ihrer schlechten Erfahrungen gestaltet sich ihre Annäherung schwierig, so Praschl, gelingt aber letztlich auf das Schönste. Für den Rezensenten ist dieser ausgesprochen nieveauvolle Roman auch eine hochwillkommene Abwechslung zu den „domestizierten“ Beziehungsgeschichten, die in unserem aufgeklärt-bürgerlichen Zeitalter als Liebesromane verkauft werden.

    Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.11.2018
    Angela Schader entdeckt die Größe von A. L. Kennedy vor allem in den kunstvoll gearbeiteten Miniaturen, Charakterzeichnungen und Tableaus und episodischen Spannungsmomenten im Text. Die über 24 Stunden dokumentierte Paarkrise, ein komplizierter Pas de deux, wie Schader schreibt, Alkoholsucht, Verlustängste inklusive, wirkt zwar mitunter auf Schader überspannt oder auch absehbar, und die stilistische Brillanz und der Witz hätten durch „Nachschliff“ noch besser herausgearbeitet werden können, findet sie, die prinzipielle Freude der Rezensentin über das Buch kann all das aber nicht eintrüben.

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