Jean Echenoz: Je m’en vais / Ich gehe jetzt (1999 / 2000)

599429Félix Ferrer, séducteur quinquagénaire au système cardiaque peu brillant et propriétaire d’une galerie d’art moderne sur le déclin, s’en va. Il quitte sa femme pour en rejoindre une autre. Il abandonne Paris six mois plus tard et embarque à bord d’un bateau pour une expédition dans le Grand Nord canadien, à la recherche d’objets d’art inuit, enfouis dans une épave échouée sur la banquise. En effet, sur les conseils en investissement de son informateur et assistant Delahaye, Ferrer se décide à aborder l’art ethnique, plus à la mode que la peinture moderne. Il rentre à Paris avec son trésor inuit qui vaut une petite fortune. Quelques jours après son retour, les antiquités disparaissent mystérieusement… Ferrer, de nouveau victime d’alertes cardiaques, se réveille un jour à l’hôpital. Son regard se pose sur une belle jeune femme. Cette fois-ci, de façon surprenante, elle ne l’attire pas…

Par la magie d’une écriture pleine d’ironie et de légèreté, Je m’en vais, faux polar mais vrai roman, récompensé par le prix Goncourt 1999, conduit très progressivement son lecteur au dénouement des intrigues avec une sorte de désinvolture et un humour certain. — Nathalie Jungerman

Paperback, 250 pages
Published October 4th 2001 by Editions de Minuit (first published September 7th 1999)
Original Title Je m’en vais
ISBN 2707317713 (ISBN13: 9782707317711)
Edition Language French

Characters Félix Ferrer
Literary Awards Prix Goncourt (1999)

france culture: Riche de 18 romans, l’oeuvre de Jean Echenoz se place sous le signe du polar, de la musicalité et du cinéma. Tout au long de cette Masterclasse, Jean Echenoz raconte la genèse de chacun de ses récits, son rapport à l’écriture et le vertige que cela implique.

Portrait de Jean Echenoz, en 2006, dans le Musée Maurice Ravel à Montfort l'Amaury

https://i0.wp.com/bilder.buecher.de/produkte/08/08875/08875038z.jpg?w=788&ssl=1Ein Mann verlässt seine Frau und sucht sein Heil in der Flucht.

Er hat von einem im Packeis gefangenen Schiffswrack gehört, auf dem prähistorische Kunstgegenstände von unermesslichem Wert lagern sollen.

Er besteigt ein Flugzeug, dann einen Eisbrecher, der ihn in die Arktis bringt. Was als Ehekrise und humorvolle Darstellung des Kunstbetriebs beginnt, wird zur Abenteuerreise im hohen Norden, zu einem Krimi und wieder zu einer Liebesgeschichte.

Echenoz verbindet dies mit poetischer Sprachkunst zu einem mitreißenden Ganzen.

 

Hardcover, 192 pages
Published January 1st 2000 by Berlin Verlag (first published September 7th 1999)
Original Title Je m’en vais
Hinrich Schmidt-Henkel (Translator)
ISBN 3827003679 (ISBN13: 9783827003676)
Edition Language German

Characters Félix Ferrer
Literary Awards Prix Goncourt (1999)

literaturkritik.de: Ist es ein Krimi? Oder ein nouveau roman noir? Das neueste Buch des Goncourt-Preisträgers Jean Echenoz Von Martin Gaiser

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1 Kommentar

  1. Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 28.10.2000
    Richtig deutlich wird nicht, was der Rezensent Bruno Steiger von Jean Echenoz` neuem Roman „Ich gehe jetzt“ hält. Er bewundert dessen literarischen Ansatz, der sich so an gar keine Regeln zu halten scheint und schätzt den „verführerisch provisorischen Charakter“ von Echenoz` Erzählungen. Andererseits erscheint ihm des Autoren Antrieb auch etwas beliebig, denn er konstatiert, dass Echenoz` „Erzählmechanik ? kein anderes Ziel hat, als die Sache in Gang zu halten“. Mit seinem neuem Buch „Ich gehe jetzt“ knüpft Echenoz Steigers Ansicht nach am ehesten an seinen, auf deutsch bereits 1987 erschienen Erstling „Das Puzzle des Byron Caine“ an. Er beschreibt die Schatzsuche von Félix Ferrer im Packeis, die zu nichts von Bestand führt, und die für Steiger „eine klug austarierte Entstellung aller einschlägigen Muster des Abenteuerromans“ ist.

    Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.10.2000
    Eine merkwürdige Rezension: man hat ständig das Gefühl, dass nach dem freigiebig, aber etwas halbherzig verteilten Lob für die große „Leichtigkeit“ dieses Buches noch ein großer Einwand kommen müsste. Der aber bleibt aus, nur etwas versteckt klingt immer wieder der Vorwurf heraus, dass es an ästhetischer Reflexion und tieferer Bedeutung mangelt. Diese sind, so die Rezensentin Katharina Döbler – als wäre es an die eigene Adresse -, aber auch gar nicht das Ziel des Romans. Viel eher ist das „die gute alte Spannung“, zu der die Verbindung von einem „versteckten Schatz, einer abenteuerlichen Reise, Kunst“ und einem Herzinfarkt hier führt. Dabei fallen „viele hübsche marginale Beobachtungen“ ab und doch weiß man nicht, ob die von ihr konstatierte Geheimnislosigkeit des Ganzen die Rezensentin nicht letztlich doch verärgert hat.

    Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.09.2000
    Ein Egomane ist der Protagonist, so erfährt man schon in der Titelunterschrift der Besprechung von Christoph Vormweg. Und nähme man nur die Handlung und diesen Kerl, „für den nur die pekuniäre und sexuelle Bequemlichkeit zählt“, würde der Aufwand sich wohl nicht lohnen. Aber so ist es nicht. Vielmehr lobt Vormweg den oft als reinen „Sprachvirtuosen“ gescholtenen Autor für seine Entlarvung der“ Ansprüche des psychologischen Romans auf Welt- und Daseinserklärung als maßlos, ja hybrid“. Und amüsant, wenn auch irritierend hat er die Geschichte des in der Arktis nach einem Kunstschatz suchenden Pariser Galeristen Félix Ferrers auch gefunden, eben weil „die Leseerwartungen unauffällig, doch systematisch in die Irre“ geführt werden. Man fühlt, so Vormweg, dass der Autor sich womöglich nicht nur über Félix und seine Gegenspieler, sondern auch über „den Leser mokiert“, urteilt jedoch achtungsvoll: „diese scheinbar schwerelose dahingleitende Prosa steckt voller Widerhaken“.

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