Yasmina Reza: Babylone (2016)

31682981Babylone est un roman de Yasmina Reza publié en France le 31 août 2016 aux éditions Flammarion. L’ouvrage a obtenu le prix Goncourt des lycéens puis, le 3 novembre 2016, le prix Renaudot.

Elisabeth, la narratrice, âgée d’une soixantaine d’années, organise une petite fête de printemps : une soirée entre amis et voisins, dans son appartement de la banlieue parisienne. Mais la situation débouche sur un drame sanglant.

Le titre du roman, Babylone, se réfère au premier verset du Psaume 137 (136) : « Aux rives des fleuves de Babylone nous nous sommes assis et nous avons pleuré, nous souvenant de Sion. »

« Tout le monde riait. Les Manoscrivi riaient. C’est l’image d’eux qui est restée. Jean-Lino, en chemise parme, avec ses nouvelles lunettes jaunes semi-rondes, debout derrière le canapé, empourpré par le champagne ou par l’excitation d’être en société, toutes dents exposées. Lydie, assise en dessous, jupe déployée de part et d’autre, visage penché vers la gauche et riant aux éclats. Riant sans doute du dernier rire de sa vie. Un rire que je scrute à l’infini. Un rire sans malice, sans coquetterie, que j’entends encore résonner avec son fond bêta, un rire que rien ne menace, qui ne devine rien, ne sait rien. Nous ne sommes pas prévenus de l’irrémédiable. »

Paperback, 219 pages
Published August 31st 2016 by Flammarion
Original Title Babylone
ISBN 208139409X (ISBN13: 9782081375994)
Edition Language French

fr.wikipedia.org/ – Babylone
Le Monde: Yasmina Reza : « J’approuve le mot “gaieté” » Avec « Babylone », la romancière choisit le récit policier pour mener une enquête drôle et profonde sur nos existences ordinaires. Propos recueillis par Jean Birnbaum Publié le 25 août 2016 à 06h46 –

35400902. sy475 Elisabeth gibt eine Frühlingsparty. Sie ist keine erfahrene Gastgeberin und sehr nervös. Viel zu viele Gläser und Stühle. Dennoch scheint alles gut zu gehen, bis sich Jean-Lino und Lydie, die Nachbarn von oben, wegen eines Bio-Hühnchens in die Haare kriegen.

Als Elisabeth und ihr Mann schon im Bett liegen, klingelt es. Es ist Jean-Lino, der erzählt, dass er Lydie gerade erwürgt hat. Elisabeth wird er bitten, die Leiche mit ihm zusammen aus dem Haus zu schaffen. –

Yasmina Reza hat einen unglaublich komischen und dabei tiefernsten Roman geschrieben, der den Leser von einer grotesken Abendgesellschaft in die Abgründe der Paarbeziehung führt und von einer ganz besonderen Freundschaft erzählt.

Hardcover, 224 pages
Published July 24th 2017 by Hanser (first published August 31st 2016)
Original Title Babylone
Frank Heibert (Translator), Hinrich Schmidt-Henkel (Translator)
ISBN 3446256512 (ISBN13: 9783446256514)
Edition Language German

ZEIT: Die Kunst des Ausrastens. Ein Biohuhn, das die Fassade taktvoller Affektbeherrschung kollabieren lässt: Yasmina Rezas neuer Roman „Babylon“. Von Ijoma Mangold 19. Juli 2017, 17:01 Uhr DIE ZEIT Nr. 30/2017, 20. Juli 2017

DLF Kultur: Brillante Dialogkunst. Die Dramatikerin und Autorin Yasmina Reza hat sich diesmal an einem Krimi versucht – in gewohnt brillant-unterhaltsamer Qualität, meint unsere Kritikerin. Von Ursula März · 27.07.2017 Der französischen Dramatikerin Yasmina Reza ist Lust auf das immer gleiche Milieu des gut situierten, gebildeten französischen Bürgertums offenbar nicht vergangen. Das beweist ihr neuer, ideensprühender Roman „Babylon“ – ein Krimi voll bösen Wortwitzes und makabrer Ideen.

FAZ: Die Eskalationsschraube hakt. Setzt in ihrem neuen Roman mehr auf Bilder als auf Pointen: Die französische Autorin Yasmina Reza. Das Grauen hinter schöner Fassade ist Yasmina Rezas Spezialgebiet. In ihrem Roman „Babylon“ lässt sie eine langweilige Frühlingsparty aus dem Ruder laufen Von Simon Strauss – Aktualisiert am 28.07.2017-14:00

Literaturkritik.de: Trauer, Lerchen und ein roter Koffer. Yasmina Rezas „Babylon“ Von Caroline Mannweiler Erschienen am: 05.10.2017

Setzt in ihrem neuen Roman mehr auf Bilder als auf Pointen: Die französische Autorin Yasmina Reza.

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1 Kommentar

  1. Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.08.2017
    Roman Bucheli würde gerne lachen, aber die Geschichte, um die es hier geht, ist doch zu traurig. Yasmina Rezas Rekonstruktion einer Nacht, eines Totschlags und zweier Lebenswege scheint ihm andererseits viel zu vorhersehbar, als dass sie ihm irgendwelche ernsthaften Gefühle oder auch nur Erwartung entlocken könnte. Nichts, klagt er, lässt die Autorin im Ungefähren, und der Effekt ist alles in diesem Text. Und sich dumm zu stellen, fällt dem Rezensenten nicht ein. Schade, denn die Qualität der erzählerischen und dramaturgischen Mittel der Autorin steht für ihn außer Zweifel.

    Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.08.2017
    Wieder einmal, so Rezensent Joseph Hanimann, greift die Schriftstellerin eines ihrer Dauerthemen auf und schafft Figuren, die gezeichnet sind von schleichender Lebensmüdigkeit, Mittelklasseneurosen und Lebenskrisen. Elisabeth, Rezas Erzählerin, ist Anfang sechzig und lebt in harmonischer Beziehung mit ihrem Ehemann Pierre, schreibt Hanimann in seiner stark nacherzählenden, aber liebevollen Rezension. Der Anfang des Romans, die Planung eines Fests, zieht sich laut Hanimann zwar ein bisschen zu sehr in die Länge. Aber dan kommen für ihn Rezas bekannte Stärken , die Situationsdramaturgie und straffe Schnürung der Handlung, die erst mit einem Mord in der Mitte des Romans einsetzt, und Elisabeth vor den Konflikt stellt, ob sie dem Mörder helfen soll die Leiche zu beseitigen oder nicht. Dann kämen auch der Sarkasmus, die Skurilität und Komik von Rezas Figuren richtig zum Tragen.

    Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 29.07.2017
    Rezensentin Shirin Sojitrawalla schätzt Yasmina Rezas Witz und ihre Kunst, aus „Bagatellen“ große Dramen zu machen. Und doch haut sie der neue Roman „Babylon“ nicht um. Zwar freut sich die Kritikerin über neue Bekanntschaften mit „neurotischen Reza-Frauen“, die im kleinen Schwarzen die Contenance verlieren und staunt einmal mehr, wie leichthändig die Autorin Paarbeziehungen zerlegt und ihre Figuren mit wenigen Strichen skizziert. Bald driftet der Roman allerdings zu einer eher müden Krimikomödie ab, klagt die Rezensentin, die über die „filmreifen“ Dialoge höchstens schmunzeln kann. Und wenn Reza über Robert Franks Zyklus „The Americans“ im Besonderen und über die Endlichkeit des Menschen im Allgemeinen sinniert, entdeckt die Rezensentin zwar starke Passagen voller Melancholie – ein „Meisterwerk“ ist es aber nicht geworden, meint Sojitrawalla.

    Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.07.2017
    Rezensent Simon Strauß findet, dass sich Stärken und Schwächen im neuen Roman von Yasmina Reza die Waage halten. Stark findet er, wie die Autorin ihr eigenes Erfolgsrezept unterläuft, indem sie die bürgerliche Idylle einer Frühlingsparty diesmal direkt durch einen Mord stört, nicht erst durch Konversation. Und wie sie das Drehen an der „Eskalationsschraube“ zur Pointe hin hier zugunsten von Bilderfindungen einschränkt. Schwach, dass sich die Gesellschaftskritik nicht immer erschließt, meint er. Die Leiche im Keller und die Krimiversatzstücke müssen wohl auch sein, stöhnt Strauss. Der präzise Ton des Ganzen und die guten Beobachtungen in den Exkursen entschädigen den Rezensenten aber.

    Rezensionsnotiz zu Die Welt, 22.07.2017
    Rezensent Tilman Krause geht hart mit Yasmina Reza ins Gericht. Ihr Roman „Babylon“ sei eigentlich nur eine aufgeplusterte Novelle, die noch immer die immergleichen Yasmina-Reza-Themen durchkaut: das Leiden am unerfüllten Mittelstandsleben und an gewohnt unzulänglichen Partnerschaften, kritisiert Krause. Ja, diesmal geht der Streit ernster aus, „eine Leiche hatten wir noch nicht“, so der Rezensent, aber im Grunde sage Reza seit ihrem „Gott des Gemetzels“ nichts Neues mehr. Es wäre endlich an der Zeit, fordert Krause, dass die Autorin mit Schreibgewohnheiten bricht, die er eingefahren findet.

    Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 20.07.2017
    Einmal mehr geht Yasmina Rezas Rezept auf, versichert Rezensent Ijoma Mangold, der sich aber doch ein bisschen mehr Wagemut von der Autorin wünschen würde. Dennoch folgt der Kritiker amüsiert den beiden Ehepaaren Elisabeth und Pierre und Jean-Lino und Lydie, deren zivilisierte „Saturiertheit“ feine Risse bekommt, als Jean-Lino seine Gattin im Streit um ein Biohuhn kurzerhand erwürgt. Mangold entdeckt hier durchaus einige witzige und kluge Szenen, etwa wenn Reza ganz nebenbei den politischen Mentalitätswandel ihrer Helden skizziert. Zugleich muss der Kritiker feststellen, dass die Autorin zwar das Rüstzeug für tiefsinnige Charaktere mitbringt, um dann allerdings doch lieber eine – wenn auch allegorische – „Klamotte“ zu schreiben.

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