Hans-Christian Oeser: Treffpunkt Irland: Ein literarischer Reiseführer (1996)

6925971Dieser Literatur-Reiseführer ist nach Provinzen und Orten gegliedert. Ausgehend von Stätten wie Geburts- und Wohnhäusern, Gräbern, Museen, u.ä. wird, interessant und flüssig zu lesen, das private und literarische Leben dargestellt.

Neben den „großen“ Namen der irischen Literatur wie Swift, Wilde, Joyce, Beckett etc. werden auch unbekanntere vorgestellt.

Im Anhang befinden sich Personen- und Ortsregister, Kurzbiographien mit bibliographischen Hinweisen, Adressen von Literaturfestivals und Sommerunis.

Hans-Christian Oeser

 

 

Hardcover, 393 pages
Published 1996 by Reclam
ISBN 3150104246 (ISBN13: 9783150104248)
Edition Language German

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1 Kommentar

  1. Rezension: Sachbuch : Europa Aktualisiert am 16.01.1997-12:00

    „Treffpunkt Irland – ein literarischer Reiseführer“ von Hans-Christian Oeser. Reclam Verlag, Stuttgart 1996. 395 Seiten, mit 52 Abbildungen und zwei Karten. 39,90 Mark. ISBN 3-15-01024-6.

    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/reise/hans-christian-oeser-treffpunkt-irland-11313439.html

    Moderne Pilger wallfahren nicht, um die Schweißtücher vom Heiligen zu sehen. Heutzutage interessiert man sich, meint Hans-Christian Oeser, mehr für die Augengläser von James Joyce: die Reliquien der Schriftsteller hätten die religiösen längst in den Schatten gestellt. Für Oeser war diese Erkenntnis Programm: Er hat die 32 Grafschaften der „grünen Insel“ durchforstet auf der Suche nach Memorabilien für einen literarischen Reiseführer. Geburts- und Gedenktafeln, Monumente und Museen gaben jeweils den Anlaß, einen Autor zu porträtieren oder wenigstens eine Anekdote aus dessen Leben zu erzählen. Oeser distanziert sich dennoch von solchen Litera-Touren, die nur die Stationen Wiege, Bahre und Grab abklappern oder hinter jedem Strauch gleich den Anlaß einer Gedichtzeile mutmaßen. Sein Buch ist eine Mischung aus Biographie und Topographie, Anekdote und literaturgeschichtlicher Einordnung. Wegen der unvermeidlichen häufigen Ortswechsel ist es aber kein Reiseführer im klassischen Sinn, eher ein Buch zum Nachlesen für Irland-Reisende. So erfährt, wer das Dubliner Geburtshaus von Bram Stoker in der Marino Crescent besucht, daß Stoker mit Oscar Wilde um die Gunst einer in der gleichen Straße wohnenden Schönheit buhlen mußte – und den Konkurrenten ausstach. Oder daß sich der Besitzer des Hauses gegen eine Plakette wehrte, damit ihm nicht die Dracula-Fans aus aller Welt das Haus einrennen. Dublin, bestückt mit einer Exkurs(ion) „Ulysses und Finnegans Wake“ von Jürgen Schneider, ist natürlich seit jeher der Dreh- und Angelpunkt der irischen Literaturszene (die gegenwärtige klammert Oeser jedoch aus). Heute besitze die Stadt, wollen spitzfindige Reporter herausgefunden haben, mehr Schreiber als Leser von Poesie. Und ganz sicher mehr Litera-Touristen, wie man an dem Wettbewerb von Führungen in Dublin unschwer erkennen kann. (brunn)

    Treffpunkt Irland

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