Alina Bronsky: Und du kommst auch drin vor (2017)

35120073. sx318 Seit der ersten Klasse sind sie beste Freundinnen: Kim, 15, eher unauffällig, und Petrowna, klug, exzentrisch und daran gewöhnt, immer und überall den Ton anzugeben. Alles wird anders, als die beiden mit ihrer Klasse zu einer Schullesung gehen: Während die anderen tuscheln, sich die Haare kämmen oder aus dem Fenster schauen, wird Kim hellhörig, denn was die Autorin da vor sich hin nuschelt, handelt von ihr.

Okay, es kommen andere Namen vor und ein paar unwichtige Details stimmen nicht, aber der Rest ist sie!

Doch die Geschichte geht nicht gut aus, vor allem nicht für Jasper, Kims Klassenkameraden, der, wenn das Buch die Wahrheit sagt, am Ende an einem Wespenstich stirbt. Um das zu verhindern, bleibt Kim nichts anderes übrig, als ihr Leben völlig auf den Kopf zu stellen. Auf einmal macht sie alle möglichen Dinge zum ersten Mal, wie zum Beispiel Jasper zu küssen.

Das aber passt Petrowna ganz und gar nicht ins Konzept …

Hardcover, 190 pages
Published September 8th 2017 by dtv (first published 2017)
ISBN 3423761814 (ISBN13: 9783423761819)
Edition Language German

SZ: Aber der Rest war ich. Buch oder Leben: das fragt sich die Heldin der wunderbar durchgeknallten Geschichte „Und du kommst auch drin vor“, in der die Autorin Alina Bronsky ihre Heldin verstört, weil sie in einem Buch sich selbst und ihr zukünftiges Leben entdeckt. Von Hilde Elisabeth Menzel 12. Oktober 2017, 18:54 Uhr

FAZ: Wenn mein Vater sich nicht blicken lässt. Zu Pferd oder mit der Würstchenbude: Drei Jugendromane aus Irland, Deutschland und Frankreich erzählen von Scheidungswaisen und von Strategien gegen die Entfremdung von den Eltern. Von Ramona Lenz Aktualisiert am 05.01.2018-13:12

Please rate this

1 Kommentar

  1. Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.10.2017
    Wie viele heutige Jugendromane erzählt auch Alina Bronsky von einem jungen Mädchen, dessen Familie auseinanderbricht, weil der Vater – klischeemäßig – die Mutter wegen einer jüngeren Frau verlässt, berichtet Ramona Lenz: Auf einer Lesung hört die junge, brave Kim zusammen mit ihrer wilden Freundin Petrowna eine Geschichte, von der sie denkt, es sei ihre eigene. Um zu erfahren, wie es ausgeht, lauern sie der Autorin auf. Sie müssen wissen, wie das Ganze ausgeht! Ziemlich witzig findet Lenz die Konstruktion des Buches. So spannend und so ironisch hat sie selten die Frage umkreist gesehen, wie einzigartig man ist und was die Literatur in dieser Hinsicht für Trost bereithält.

    Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.2017
    Hilde Elisabeth Menzel kommt mit bester Stimmung aus der Lektüre von Alina Bronskys Jugendroman. Die Geschichte um ein Mädchen, dem beim Lesen eines Buches Leben und Literatur gehörig durcheinandergeraten, überzeugt Menzel mit einem respektlosen Ton, schrägen Dialogen, glaubhaften Figuren und jeder Menge Selbstironie. Eine aberwitzige Story und große Persiflage zum Thema Dichtung und Wahrheit mit einem überraschenden Ende, meint die Rezensentin.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner