KategorieDeutscher Buchpreis

Terézia Mora: Das Ungeheuer (2013) 3/5 (1)

18339191»Solche Geschichten gibt’s, zu Hauf. Ingenieur gewesen, Job verloren, Frau verloren, auf der Straße gelandet«: Kein außergewöhnliches Schicksal vielleicht auf den ersten Blick, doch Terézia Moras Romanheld Darius Kopp droht daran zu zerbrechen.

Denn Flora, seine Frau, die Liebe seines Lebens, ist nicht einfach nur gestorben, sie hat sich das Leben genommen, und seitdem weiß Darius Kopp nicht mehr, wie er weiter existieren soll. Schließlich setzt er sich in seinen Wagen, reist erst nach Ungarn, wo Flora aufgewachsen ist, und dann einfach immer weiter. Unterwegs liest er in ihrem Tagebuch, das er nach ihrem Tod gefunden hat, und erfährt, wie ungeheuer gefährdet Floras Leben immer war – und dass er von alldem nicht das Geringste mitbekommen hatte.

Arbeit und Schlaf, Arbeit, Arbeitsweg und Schlaf. So sah das erfolgreiche Leben von Darius Kopp aus. Bis er eines Tages den Job verlor. Und bis sich bald darauf seine Frau das Leben nahm und ihm zum zweiten Mal in kürzester Zeit der Teppich unter den Füßen weggezogen wurde. Seitdem lebt er apathisch dahin, tötet die Zeit mit stumpfem Fernsehen und Fertigpizzen. Sein Freund Juri versucht Darius zwar wieder zurück in sein altes Leben als IT-Experte zurückzubefördern, doch dieser beschließt, eigene Wege zu gehen. Er wollte doch das geheime Tagebuch seiner Frau lesen, und er muss auch noch ihre Urne beisetzen. Aber wo? In ihrem ungarischen Heimatdorf oder in Budapest oder an den Hängen des Ararat? Und so begibt sich Darius Kopp auf eine lange Reise – auf der Suche nach der Wahrheit über seine Frau. Über sich selbst. Und über diese dunkle und ungeheuere Welt.

Hardcover, 688 pages
Published September 2nd 2013 by Luchterhand Literaturverlag
ISBN 3630873650 (ISBN13: 9783630873657)
Edition Language German

Characters Darius Kopp

FAZ: Der einsamste Mann auf dem Kontinent. Erst ein komischer, dann ein tragischer Held. Kann das gutgehen? Terézia Mora setzt mit „Das Ungeheuer“ ihr großes Romanprojekt um den IT-Spezialisten Darius Kopp fort. Von Hubert Spiegel Aktualisiert am 06.09.2013-16:28

ZEIT: Aneinander vorbei. Furios, aber nicht vollkommen: Terézia Moras Roman „Das Ungeheuer“. Von Katharina Döbler 19. September 2013 DIE ZEIT Nr. 39/2013

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Terézia Mora: Der einzige Mann auf dem Kontinent (2009) 3/5 (1)

6767308(Darius Kopp Trilogy #1)

Das Leben eines Mannes im globalisierten Nirgendwo Umgeben von globalen Wirtschaftskatastrophen macht sich ein Mann daran, sein Lebensidyll zu verteidigen, auch wenn er schon längst zugeben müsste, dass die Firma, für die er arbeitet, zusammengebrochen ist und seine Ehe vor dem Aus steht …

„Der einzige Mann auf dem Kontinent“ erzählt eine Woche im Leben von Darius Kopp. Er ist Anfang vierzig, verheiratet und einziger Vertreter einer US-amerikanischen Firma für drahtlose Netzwerke. Darius sieht sich als Gewinner der neuen Zeit. Er stammt aus der DDR, war als Informatiker nach deren Zusammenbruch ein gefragter Mann und legt Wert darauf, ein zufriedener Mensch zu sein.

In letzter Zeit laufen die Geschäfte allerdings mehr schlecht als recht. Eines Tages lässt ein säumiger Kunde eine Pappschachtel mit Geld in seinem Büro liegen. In der Folge versucht Darius Kopp vergeblich, einen seiner Chefs in London oder Los Angeles zu erreichen, um zu beraten, was mit dem Geld geschehen soll. Fast scheint es, als gebe es die Firma überhaupt nicht mehr.

Darius Kopp leidet zunehmend unter dem Verlust seiner Sicherheiten, doch er kann dies weder sich gegenüber zugeben, noch will er Flora, seine hypersensible Frau, damit belasten. Denn Flora findet sich in ihrem Leben nur schwer zurecht. Nicht nur in seinem Beruf, muss Darius schließlich erkennen, kämpft er um das nackte Überleben, auch seine Ehe, die Liebe seines Lebens, droht vor dem Aus zu stehen.

Nach „Alle Tage“ hat Terézia Mora erneut einen hochaktuellen und überaus wachen und sensiblen Roman eines Mannes geschrieben, der glaubt, in der besten aller Welten zu leben, auch wenn sein Leben genauso wie die Welt um ihn herum längst in Stücke zerbricht. Krisen von noch so globaler und intim-verworrener Natur sollen ihm nichts anhaben können. In der umspannenden vernetzten Welt mag zerbrechen, was will, sein Lebensidyll nicht.

Das neue Buch der Autorin des preisgekrönten Romans „Alle Tage“.

Hardcover, 379 pages
Published August 17th 2009 by Luchterhand (first published 2009)
Original Title Der einzige Mann auf dem Kontinent
ISBN 3630872719 (ISBN13: 9783630872711)
Edition Language German

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Arno Geiger: Unter der Drachenwand (2018) 4.5/5 (10)

36672625. sy475 Veit Kolbe verbringt ein paar Monate am Mondsee, unter der Drachenwand, und trifft hier zwei junge Frauen. Doch Veit ist Soldat auf Urlaub, in Russland verwundet. Was Margot und Margarete mit ihm teilen, ist seine Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt. Es ist 1944, der Weltkrieg verloren, doch wie lang dauert er noch?

Arno Geiger erzählt von Veits Alpträumen, vom „Brasilianer“, der von der Rückkehr nach Rio de Janeiro träumt, von der seltsamen Normalität in diesem Dorf in Österreich – und von der Liebe. Ein herausragender Roman über den einzelnen Menschen und die Macht der Geschichte, über das Persönlichste und den Krieg, über die Toten und die Überlebenden.

Hardcover, 480 pages
Published January 8th 2018 by Carl Hanser (first published 2018)
Original Title Unter der Drachenwand
ISBN 3446258124 (ISBN13: 9783446258129)
Edition Language German

https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/unter-der-drachenwand/978-3-446-25812-9/

Literary Awards

 

Personen:

Veit Kolbe:  Wehrmachtssoldat, im Jahr 1944 gerade 24 Jahre alt, wohnhaft in der Possingergasse in Wien, schwer verwundet durch Granatsplitter an der Ostfront und auf Genesungsurlaub in Mondsee am Mondsee im Salzburgischen.

Margot Neff vh.  Kolbe: Die „Reichsdeutsche“ Margot aus Darmstadt, frisch verheiratet mit einem Soldaten aus Linz, Mutter eines Säuglings und Nachbarin des Wehrmachtssoldaten Veit Kolbe in Mondsee, sowie deren Mutter aus dem total zerstörten Darmstadt.

Justus und Lore Neff – Margots Eltern

Robert Raimund Perttes – Der Brasilianer

Trude Dohm  – Quatierfrau, Schwester vom Brasilianer.

Max Dohm – Trude Dohms Ehemann

Margarete Bildstein – Lehrerin. Ferner eine kinderlandverschickte Mädchenschulklasse im benachbarten Ort samt einer rätselhaft verschlossenen Wiener Lehrerin.

Kurt Ritler –

Nanni Schaller –

Oskar Meyer: der jüdische Zahntechniker Oskar Meyer aus der Possingergasse, dem die Flucht aus Wien zu spät gelingt. Nachdem seine Frau und sein Kind deportiert werden, meldet er sich in Budapest freiwillig zur Zwangsarbeit.

Wally Meyer – seine Frau

Georg und Bernhard Meyer – ihre Kinder

 

 

Radio Bremen – bremen2: Gesprächszeit: Arno Geiger – Bremer Literaturpreisträger. Kaum hatte das Jahr 2019 begonnen, wurde Arno Geiger der Bremer Literaturpreis in die Hände gedrückt. Seit 2005, als er erster Preisträger des Deutschen Buchpreises war, hat er einen Erfolgsgipfel der deutschsprachigen Literatur nach dem anderen erklommen. Die Bremer Jury überzeugte er mit seinem Roman „Unter der Drachenwand“.

ZEIT: Stimmen des Krieges. Was weiß man schon über das Lebensgefühl vergangener Zeiten? Arno Geigers Roman „Unter der Drachenwand“ rekonstruiert einfühlsam die Gemütslage am Ende des Zweiten Weltkrieges. Von Iris Radisch 10. Januar 2018

FAZ: Keine Hoffnung ohne Horror. Arno Geigers meisterlicher Roman „Unter der Drachenwand“ führt ins Weltkriegsjahr 1944 und zeigt das erschreckende Nebeneinander vom Untergang der Gesellschaft und dem Beharrungswillen des Einzelnen. Von Andreas Platthaus Aktualisiert am 12.01.2018

DLF: Arno Geiger über seinen Roman „Unter der Drachenwand“„Jede Figur hat das Recht auf Atem und Pulsschlag“. Arno Geiger im Gespräch mit Andrea Gerk. „Der Roman ist ein erfundenes Haus mit echten Türen und Fenstern“, sagt der Schriftsteller Arno Geiger. In seinem neuen Roman „Unter der Drachenwand“ hat Arno Geiger mit Veit Kolbe wieder einen Anti-Helden geschaffen. Im Gespräch erzählt der österreichische Autor, wie viel Anti-Held in ihm selbst steckt und wie ihn sein Vater und Großvater geprägt haben. Beitrag vom 05.01.2018

DLF: Arno Geiger: „Unter der Drachenwand“ Fronturlaub am Mondsee. Von Jörg Magenau. 1944 reist der junge Veit an den Mondsee, um sich von den Schrecken des Krieges zu erholen. Hier findet er Liebe. Doch auch die Dorfidylle vor Ort hat ihre Abgründe. Der Roman sei außerordentlich schön und ein grandioser literarischer Jahresauftakt, findet Jörg Magenau. Beitrag vom 06.01.2018

NZZ: Die Firma Blut und Boden ist geschäftstüchtig – Arno Geigers neuer Roman «Drachenwand». In den Kriegswinter 1944 schaut Arno Geiger in seinem neuen Roman. Er findet in den Winzigkeiten des Lebens einen Rest an Menschlichkeit. Von Paul Jandl 06.01.2018

literaturkritik.de: Ein leerer Raum, in dem das Leben verschwindet. Arno Geigers Roman „Unter der Drachenwand“ handelt vom Krieg und den Zerstörungen, die er in den Menschen anrichtet. Von Dietmar Jacobsen Letzte Änderung: 04.05.2018

SZ: Mondsee, 1944: In seinem neuen Roman „Unter der Drachenwand“ erzählt der österreichische Schriftsteller Arno Geiger von Leben, Leid und Lieben eines jungen Kriegsversehrten. Von Meike Fessmann 9. Januar 2018

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Anja Kampmann: Wie hoch die Wasser steigen (2018) 3.8/5 (5)

38193535Wenzel Groszak, Ölbohrarbeiter auf einer Plattform mitten im Meer, verliert in einer stürmischen Nacht seinen einzigen Freund.

Nach dessen Tod reist Wenzel nach Ungarn, bringt dessen Sachen zur Familie. Und jetzt? Soll er zurück auf eine Plattform?

Vor der westafrikanischen Küste wird er seine Arbeitskleider wegwerfen, wird über Malta und Italien aufbrechen nach Norden, in ein erloschenes Ruhrgebiet, seine frühere Heimat. Und je näher er seiner großen Liebe Milena kommt, desto offener scheint ihm, ob er noch zurückfinden kann.

Anja Kampmanns überraschender Roman erzählt in dichter, poetischer Sprache von der Rückkehr aus der Fremde, vom Versuch, aus einer bodenlosen Arbeitswelt zurückzufinden ins eigene Leben.

Hardcover, 352 pages
Published January 29th 2018 by Hanser
ISBN13 9783446258150
Edition Language German
Literary Awards
Deutscher Buchpreis (German Book Prize) Nominee for Longlist (2018)

  • literaturkritik.de: Verloren in der Welt. Über Anja Kampmanns sprachlich eindrucksvollen Roman „Wie hoch die Wasser steigen“ Von Christina Dittmer Erschienen am: 16.03.2018
  • de.wikipedia.org
  • https://www.anjakampmann.de/
  • NZZ: Nur die Tauben finden den Weg zurück in Anja Kampmanns Debütroman. Wie wir ausziehen und nie mehr zurückfinden: Davon erzählt die junge Schriftstellerin Anja Kampmann in einem herzergreifend unsentimentalen Roman. Von Paul Jandl 31.1.2018
  • DLF: Anja Kampmanns Debütroman „Wie hoch die Wasser steigen“Freunde auf einer Bohrinsel. Anja Kampmann im Gespräch mit Frank Meyer Beitrag vom 31.01.2018
  • DLF: Tiefenbohrungen in der eigenen Sehnsucht. Umsichtig und virtuos erzählt Anja Kampmann in ihrem Debütroman „Wie hoch die Wasser steigen“ von verrohten Ölarbeitern auf den Offshore-Plattformen dieser Weltmeere. Ihr Protagonist Waclaw sucht auf einer ziellosen Irrfahrt nach seiner eigenen Vergangenheit, Identität und Heimat. Von Miriam Zeh 06.02.2018</li
  • ZEIT: Eine sehr präzise Klinge. Anja Kampmanns bemerkenswerter Debütroman „Wie hoch die Wasser steigen“ Von Tobias Lehmkuhl 21. Februar 2018
  • FAZ: Hauptsache, weg von der Plattform Von Andrea Diener Aktualisiert am 15.03.2018-10:32. Wie ist es, auf einer Ölbohrplattform zu arbeiten? Das erfährt man in Anja Kampmanns Roman auch nicht. Wie ist es, auf einer Ölbohrplattform zu arbeiten? Das erfährt man in Anja Kampmanns Roman auch nicht.
  • Tagesspiegel: Tage wie aus dem Rumtopf. Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse: Anja Kampmanns lichttrunkener Roman „Wie hoch die Wasser steigen“ über einen Ölbohrarbeiter. Katrin Hillgruber
  • SWR2 Buch der Woche vom 26.02.2018 Anja Kampmann: Wie hoch die Wasser steigen von Ulrich Rüdenauer

Literaturhaus Salzburg: Lesung & Gespräch: Anja Kampmann „Wie hoch die Wasser steigen“, Juni 2018, Literaturhaus Salzburg; Moderation: Sigrid Löffler, Veranstalter: Verein Literaturhaus.

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Saša Stanišic: Herkunft (2019) – November 2019 4.71/5 (7)

44429051HERKUNFT ist ein Buch über den ersten Zufall unserer Biografie: irgendwo geboren werden. Und was danach kommt.

HERKUNFT ist ein Buch über meine Heimaten, in der Erinnerung und der Erfindung. Ein Buch über Sprache, Schwarzarbeit, die Stafette der Jugend und viele Sommer. Den Sommer, als mein Großvater meiner Großmutter beim Tanzen derart auf den Fuß trat, dass ich beinahe nie geboren worden wäre. Den Sommer, als ich fast ertrank. Den Sommer, in dem Angela Merkel die Grenzen öffnen ließ und der dem Sommer ähnlich war, als ich über viele Grenzen nach Deutschland floh.

HERKUNFT ist ein Abschied von meiner dementen Großmutter. Während ich Erinnerungen sammle, verliert sie ihre. HERKUNFT ist traurig, weil Herkunft für mich zu tun hat mit dem, das nicht mehr zu haben ist.

In HERKUNFT sprechen die Toten und die Schlangen, und meine Großtante Zagorka macht sich in die Sowjetunion auf, um Kosmonautin zu werden.

Diese sind auch HERKUNFT: ein Flößer, ein Bremser, eine Marxismus-Professorin, die Marx vergessen hat. Ein bosnischer Polizist, der gern bestochen werden möchte. Ein Wehrmachtssoldat, der Milch mag. Eine Grundschule für drei Schüler. Ein Nationalismus. Ein Yugo. Ein Tito. Ein Eichendorff. Ein Saša Stanišic.

Hardcover, 350 pages
Published March 17th 2019 by Luchterhand
ISBN13 9783630874739
Edition Language German

Višegrad

literaturkritik.de: Variablen der Sehnsucht. Saša Stanišics brillant geschriebenes Buch „Herkunft“ dreht sich um Erinnerung und Erinnerungsverlust Von Stefan Jäger Letzte Änderung: 22.04.2019

ZEIT: Die Deutschen überholen. Saša Stanišic erzählt in seinem autobiografischen Buch „Herkunft“, wie er aus Bosnien nach Heidelberg kam und lernte, Eichendorff, Hölderlin und die Alpen zu lieben. Eine Rezension von Ijoma Mangold 13. März 2019

DLF: Saša Stanišic über „Herkunft“Vorsicht vor dem „Zugehörigkeitskitsch“ Moderation: Jörg Plath Beitrag vom 23.03.2019

DLF: Saša Stanišic: „Herkunft“Die Erfindung des Lebens Von Helmut Böttiger Beitrag vom 20.03.2019

FAZ: Heimat ist, wo die Drachen sprechen. Fundgrube der Erinnerung: Saša Stanišic als Kind mit seinem Großvater an der Drinabrücke in Višegrad. Aus einem Lebenslauf für die Ausländerbehörde wurde ein autofiktionaler Roman: In „Herkunft“ sucht Saša Stanišic bei Lebenden und Toten nach Antworten auf die Frage, wer er ist. Sandra Kegel 18.03.2019

SPON: Ein Superbuch! Leben nach der Migration: Saša Stanišic schreibt mit kindlich-poetischer Weisheit über den Verlust der Heimat und die Angst vor der Ankunft in Deutschland. Von Volker Weidermann Mittwoch, 20.03.2019

SWR2: Buch der Woche vom 17.3.2019 Saša Stanišic: Herkunft Ulrich Rüdenauer Was prägt uns, was macht uns zu dem, was wir sind? Und woher kommen wir eigentlich? Die Frage nach der Herkunft berührt Vergangenheit und Gegenwart zugleich. Und für einen Schriftsteller ist sie auch eine nach den Ursprüngen der Sprache. In seinem neuen Buch erzählt Saša Stanišic von seinem eigenen Leben – und dem Leben überhaupt. 18.3.2019

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Klaus Modick: Sunset. Der Roman einer ungewöhnlichen Freundschaft (2011) 3.47/5 (17)

Pacific Palisades, 1956. Weltberühmt und wohlhabend, aber argwöhnisch beschattet von den Schergen der McCarthy-Ära, lebt Lion Feuchtwanger im kalifornischen Exil.

Als ihn an einem Augustmorgen die Nachricht vom Tod Bertolt Brechts erreicht, ist er tief erschüttert. Er hatte Brechts Genie entdeckt, hatte ihn gefördert, war ihm eng verbunden gewesen. In stummer Zwiesprache mit dem toten Freund ruft Feuchtwanger die Stationen dieser Freundschaft wach.

Paperback, 192 pages
Published July 16th 2012 by Piper Taschenbuch (first published March 1st 2011)

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Angelika Klüssendorf: Das Mädchen. Roman (2011) 2.9/5 (10)

Das Mädchen

„Angelika Klüssendorf erzählt von einem jungen starken Mädchen, das sich herausarbeitet aus allem, was sie umgibt und niederhält: die tyrannische Mutter, die autoritären Lehrer, der bürokratische Staatsapparat.

Am Anfang scheint alles schon zu Ende zu sein: Der Vater trinkt und taucht nur sporadisch auf, die Mutter lässt ihre Wut an den Kindern aus, die Klassenkameraden meiden das Mädchen, der jüngere Bruder kapselt sich völlig ab. Und doch gibt es eine Kraft, die das Mädchen trägt. Die Bilder aus »Brehms Tierleben«, die sie bewundert, der Traum vom kleinen Haus mit Garten auf dem Lande, Grimms Märchen. Und immer wieder Menschen, die ihr etwas bedeuten und die sie halten. Eines hat sie gelernt: Man muss sich holen, was man braucht. Auch wenn sie mehrfach beim Ladendiebstahl erwischt und schließlich ins Heim gesteckt wird, kann sie sich auch dort auf die neue Lage einstellen. Und das Kinderheim wird auf überraschende Weise zu einem Refugium, wo Kindheit erstmals gelebt werden kann.

Mit ihrer klaren, knappen, präzisen Prosa, großer Lakonie und trockenem Humor versetzt Angelika Klüssendorf den Leser in eine Welt, die das Kindsein kaum zulässt. Atemlos folgt man einer Heranwachsenden, die nichts hat, worauf sie sich verlassen kann, und trotzdem den Lebenswillen nicht verliert – kein bemitleidenswertes Opfer, sondern ein starker, abgründiger Charakter. Ein literarisches Meisterwerk!“ (KiWi)

Hardcover, 182 pages
Published August 18th 2011 by Kiepenheuer & Witsch (first published 2011)
ISBN 346204284X (ISBN13: 9783462042849)

Literary Awards

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Jenny Erpenbeck: Gehen, ging, gegangen (2015) 4.13/5 (8)

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Entdeckungsreise zu einer Welt, die zum Schweigen verurteilt, aber mitten unter uns ist

Wie erträgt man das Vergehen der Zeit, wenn man zur Untätigkeit gezwungen ist? Wie geht man um mit dem Verlust derer, die man geliebt hat? Wer trägt das Erbe weiter? Richard, emeritierter Professor, kommt durch die zufällige Begegnung mit den Asylsuchenden auf dem Oranienplatz auf die Idee, die Antworten auf seine Fragen dort zu suchen, wo sonst niemand sie sucht: bei jenen jungen Flüchtlingen aus Afrika, die in Berlin gestrandet und seit Jahren zum Warten verurteilt sind. Und plötzlich schaut diese Welt ihn an, den Bewohner des alten Europas, und weiß womöglich besser als er selbst, wer er eigentlich ist.

Jenny Erpenbeck erzählt auf ihre unnachahmliche Weise eine Geschichte vom Wegsehen und Hinsehen, von Tod und Krieg, vom ewigen Warten und von all dem, was unter der Oberfläche verborgen liegt.

Hardcover, 352 pages
Published August 31st 2015 by Albrecht Knaus Verlag
Original Title Gehen, ging, gegangen
ISBN 3813503704
Edition Language German


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Dietmar Dath: Die Abschaffung der Arten (2008) 2/5 (2)

Die Abschaffung der ArtenDas Zeitalter, das wir kennen, ist längst eingeschlafen. Wo einmal Europa war, gibt es nur noch drei labyrinthische Städte, die eher gewachsen sind, als daß sie erbaut wurden. Die Welt gehört den Tieren. Fische streiten über Sodomie, Theologinnen mit Habichtsköpfen suchen in Archiven nach Zeugnissen der Menschheit, und Cyrus Golden, der Löwe, lenkt den Staat der drei Städte. Als ein übermächtiger Gegner die neue Gesellschaft bedroht, schickt er den Wolf Dimitri als Diplomaten aus, im einstigen Nordamerika einen Verbündeten zu suchen. Die Nachtfahrt über den Ozean und in die tiefen Stollen der Naturgeschichte lehrt den Wolf Riskantes über Krieg, Kunst und Politik und führt ihn bis an den Rand seiner Welt, wo er erkennt, »warum den Menschen passiert ist, was ihnen passiert ist«. Der Roman Die Abschaffung der Arten steht in der Tradition großer spekulativer Literatur über Niedergang und Wiedergeburt der Zivilisation von Thomas Morus, Voltaire und Mary Shelley über H. G. Wells und Jules Verne bis hin zu Stephen King und William Gibson. Wenn Charles Darwin Krieg der Welten geschrieben hätte, vielleicht wäre ein Buch wie dieses dabei herausgekommen: ein abenteuerliches Liebeslied, eine epische Meditation über die Evolutionstheorie und der waghalsige Versuch, Fossilien von Geschöpfen freizulegen, die noch gar nicht gelebt haben.

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Thomas Hettche: Pfaueninsel (2014) 3.5/5 (4)

Eine Insel außerhalb der Zeit
Die Pfaueninsel in der Havel ist ein künstliches Paradies. In seinem opulenten, kundigen und anrührenden Roman erzählt Thomas Hettche von dessen Blüte, Reife und Verfall aus der Perspektive des kleinwüchsigen Schlossfräuleins Marie, in deren Lebenslauf sich die Geschichte eines ganzen Jahrhunderts verdichtet.
Es mutet an wie ein modernes Märchen, denn es beginnt mit einer Königin, die einen Zwerg trifft und sich fürchterlich erschrickt. Kaum acht Wochen nach dieser Begegnung auf der Pfaueninsel, am 19. Juli 1810, ist die junge Königin Luise tot – und der kleinwüchsige Christian und seine Schwester Marie leben fortan weiter mit dem entsetzten Ausruf der Königin: »Monster!«
Damit ist die Dimension dieser Geschichte eröffnet. Am Beispiel von Marie, die zwischen den Befreiungskriegen und der Restauration, zwischen Palmenhaus und Menagerie, Gartenkunst und philosophischen Gesprächen aufwächst und der königlichen Familie bei deren Besuchen zur Hand geht, erzählt Thomas Hettche von der Zurichtung der Natur, der Würde des Menschen, dem Wesen der Zeit und der Empfindsamkeit der Seele und des Leibes.
Dabei geht es um die Gestaltung dieses preußischen Arkadiens durch den Gartenkünstler Lenné und um all das, was es bevölkerte: Palmen, Kängurus und Löwen, Hofgärtner, Prinzen, Südseeinsulaner, Riesen, Zwerge und Mohren – und es geht um die Liebe in ihren mannigfaltigen Erscheinungsformen.
Thomas Hettche ist das Kunststück gelungen, mit dem historisch verbürgten Personal seiner Geschichte von uns Heutigen zu erzählen. Atmosphärisch, detailgetreu und voller Lust an der phantasievollen Ausschmückung.

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Sibylle Berg: Der Mann schläft (2009) 2.25/5 (4)

Der Mann schläftEine Frau liebt einen Mann, weil der die Frau liebt. Was kann man sich Besseres  wünschen?
Doch die Welt kennt kein Pardon: Auf einer Reise nach China kommt der Mann gleich wieder abhanden, und man fragt sich, ob das mit rechten Dingen zugeht.
Warum sucht man nach Veränderung, wenn man das Glück gefunden hat? Warum bleibt man nicht dort, wo man glücklich ist?
Sibylle Berg erzählt eine moderne Liebesgeschichte und zeigt mit so melancholischen wie bösartigen Bildern eine Welt, in der man höchstens zu zweit überleben kann.

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Olga Grjasnowa: Der Russe ist einer, der Birken liebt (2012) 3.67/5 (6)

Der Russe ist einer, der Birken liebt Mascha ist jung und eigenwillig, sie ist Aserbaidschanerin, Jüdin, und wenn nötig auch Türkin und Französin. Als Immigrantin musste sie in Deutschland früh die Erfahrung der Sprachlosigkeit machen. Nun spricht sie fünf Sprachen fließend. Sie plant gerade ihre Karriere bei der UNO, als ihr Freund Elias schwer erkrankt. Verzweifelt flieht sie nach Israel und wird von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Ebenso tragisch wie komisch, mit Sinn für das Wesentliche erzählt Olga Grjasnowa die Geschichte einer Generation, die keine Grenzen kennt, aber auch keine Heimat hat.

  • Paperback, 288 pages
  • Published September 2013 by dtv (first published 2012)

Literary awards Deutscher Buchpreis Nominee for Longlist (2012)<

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Melinda Nadj Abonji: Tauben fliegen auf (2010) 3.25/5 (4)

Tauben Fliegen Auf: RomanZuhause ist die Familie Kocsis also in der Schweiz, aber es ist ein schwieriges Zuhause, von Heimat gar nicht zu reden, obwohl sie doch die Cafeteria betreiben und obwohl die Kinder dort aufgewachsen sind. Die Eltern haben es immerhin geschafft, aber die Schweiz schafft manchmal die Töchter, Ildiko vor allem, sie sind zwar dort angekommen, aber nicht immer angenommen. Es genügt schon, den Streitigkeiten ihrer Angestellten aus den verschiedenen ehemals jugoslawischen Republiken zuzuhören, um sich nicht mehr zu wundern über ein seltsames Europa, das einander nicht wahrnehmen will. Bleiben da wirklich nur die Liebe und der Rückzug ins angeblich private Leben?

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342314078X
  • ISBN-13: 978-3423140782

Melinda Nadj Abonji, geboren 1968 in Becsej, Serbien, zog 1973 mit ihrer Familie aus dem ehemaligen Jugoslawien in die Schweiz. Sie studierte an der Züricher Universität und ist seit vielen Jahren als Schriftstellerin und Musikerin tätig. Ihr 2010 erschienener Roman ›Tauben fliegen auf‹ wurde sowohl mit dem Deutschen als auch dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet. Melinda Nadj Abonji lebt in Zürich.

Rezensionen

  • wikipedia.de
  • FAZ vom 10.09.2010 ·  Hier bleibt nichts im Ungefähren: So malerisch Melinda Nadj Abonji in ihrem Roman das alte Jugoslawien und die moderne Schweiz beschreibt, so zwingend und direkt arbeitet sie die Gefühlslagen ihrer Protagonisten heraus. Von Andrea Diener
  • SZ vom Zwischen Vojvodina und der Schweiz: Mit „Tauben fliegen auf“ beweist die Buchpreisträgerin Melinda Nadj Abonji, dass es längst die Immigranten sind, die die deutschsprachige Literatur beleben. Ein Roman über die Zauberorte der Kindheit. Von Karl-Markus Gauss
  • dradio vom
  • ZEIT vom 05.10.2010 Buchpreisgewinnerin Abonji Neue Heimat, weiblich. Gut für Deutschland: Der Immigrationsroman erweitert unsere literarische Vorstellungskraft. Von Iris Radisch

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Alina Bronsky: Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche (2010) 4/5 (7)

Die schärfsten Gerichte der tatarischen KücheDie Geschichte der leidenschaftlichsten und durchtriebensten Großmutter aller Zeiten Jenseits des Urals herrscht das heimliche Matriarchat und die schöne Tatarin Rosalinda fühlt sich viel zu jung, um Großmutter zu werden. Doch der Abtreibungsversuch an der Tochter Sulfia misslingt und Aminat wird geboren. Zum ersten Mal steht die despotische Rosalinda einem Geschöpf gegenüber, das sie mit Haut und Haaren liebt.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion führt Rosalindas Überlebenswille die drei unzertrennlichen Frauen nach Deutschland. Da ist die Tatarin längst die leidenschaftlichste Großmutter aller Zeiten – und der Leser Zeuge haarsträubender Ereignisse und komischer Szenen.
Ein Roman über das Aufwachsen eines Mädchens, das zwischen glückloser Mutter und selbstverliebter Großmutter zerrieben wird, über ein Leben zwischen drei Kulturen, über drei Jahrzehnte voller Schicksalsschläge und überraschender Wendungen, über die vergessenen Geheimnisse der tatarischen Küche – mit einer Heldin, die auch als Putzfrau in Deutschland alle Fäden in der Hand hält.
»Alina Bronsky lässt das Mutter monster munter aus der Schule der Diktatoren plaudern – grausam und ulkig.« (Stern)
»Ihr rasanter Stil ist zwingend, die Geschichte unterhaltsam und fesselnd, die Sprache witzig und böse.« (NDR)
»Beißend komisch« (The New Yorker)

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Geiger, Arno: Der alte König in seinem Exil (2010) 4.22/5 (9)

Was ist wichtig? Was macht unser Leben lebenswert?

Arno Geiger erzählt von seinem Vater, dem die Erinnerungen langsam abhanden kommen, dessen Orientierung in der Gegenwart sich auflöst. Ein lichtes, lebendiges, oft auch komisches Buch über ein Leben, das es immer noch zutiefst wert ist, gelebt zu werden, und das sich vielleicht nur wenig unterscheidet von dem Leben, das wir alle tagtäglich führen.

In der zutiefst berührenden Geschichte seines Vaters erzählt Arno Geiger von einem Menschen, dessen Vitalität und Klugheit mit der Alzheimerkrankheit nicht verschwinden. Im Alltag ist der Vater oft hellwach, aber seine Vergangenheit, sein Haus und seine Kinder hat er vergessen: Geboren 1926 als drittes von zehn Kindern, die Eltern Kleinbauern in Wolfurt, drei Kühe, ein Obstgarten, ein Acker, ein Bienenhaus. Mit achtzehn Krieg an der Ostfront, mit neunzehn Kriegsgefangenschaft, Krankheit, Lazarett, der lange Rückweg in die Heimat und dann der Wunsch, nie wieder wegzugehen aus dem Dorf. Der Vater baut ein Haus auf dem Hügel, er heiratet. Und mit der Geschichte seines Vaters beginnt Arno Geiger seine eigene Kindheit und Jugend wiederzuentdecken, all die Jahre, die er in dem Haus auf dem Hügel verbracht hat, wo der Vater jetzt mit seinen slowakischen Betreuerinnen lebt.
Arno Geiger schließt nochmals Freundschaft mit dem Vater; er begleitet ihn viele Jahre, versucht, seine oft eigenwilligen Sätze zu verstehen, und er entdeckt, dass es in der Person des Vaters alles noch gibt, Charme, Selbstbewusstsein, Witz. Arno Geigers Alter König ist trotz der heftigen Konfrontation mit dem unwiederbringlichen Verlust ein lichtes, lebendiges, oft komisches Buch. Und man versteht: Der Mensch bleibt Mensch mit seiner Vergangenheit, Eigenheit und Würde.

Arno Geiger, 1968 geboren, lebt in Wien und Wolfurt. Zuletzt erschien Alles über Sally. Er erhielt unter anderem dem Friedrich Hölderlin-Förderpreis (2005), den Deutschen Buchpreis (2005), den Johann Peter Hebel-Preis (2008) und den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung (2011).

Rezensionen

  • SZ  vom 14. Februar 2011 (Christopher Schmidt )
  • FAZ vom 04.02.2011 (Felicitas von Lovenberg)
  • ZEIT vom 18.02.2011 (Ulrich Stock)
  • literaturkritik.de: In Charakter umgemünzte Erinnerungen. Arno Geiger porträtiert in seinem Buch „Der alte König in seinem Exil“ seinen alzheimerkranken Vater Von Monika Stranakova Erschienen am: 16.03.2011

Eine tiefgründige, charaktervolle und zeitlos gültige Auseinandersetzung mit dem, was jeden angeht: Alter und Krankheit, Heimat und Familie … Arno Geiger hat ein Buch über seinen dementen Vater geschrieben. Vor allem aber handelt es davon, was das Leben zu jedem Zeitpunkt lebenswert macht. Es ist die wertvollste Lektüre dieses Frühjahrs.“
Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeines Zeitung

„Ein starkes, ein erwachsenes, neugieriges, auf berührende Weise beglückendes Buch.“
Elmar Krekeler, Die Welt

Leinen mit Schutzumschlag, 190 Seiten

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