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Iris Radisch: Warum die Franzosen so gute Bücher schreiben. Von Sartre bis Houellebecq (2017) 4/5 (9)

37927535. sy475 Jean-Paul Sartre hat einst eine ganze Generation in Europa politisch geprägt. Michel Houellebecq beschreibt inzwischen Frankreich als Land in der Krise. Die französische Literatur der Nachkriegszeit war stets Programm, mal existenzialistisch, mal politisch, immer verführerisch.

Iris Radisch begibt sich auf einen Streifzug durch die neuere französische Literatur und stellt die wichtigsten Autoren vor. die «Zeit»-Journalistin und Verfasserin eines Bestsellers über Camus lässt sich von ihren eigenen Treffen mit den Autoren leiten und liefert einen einfühlsamen Überblick über die Welt von Sartre und Duras bis zu Patrick Modiano, Yasmina Reza und Houellebecq.

Das Buch ist ein persönlicher Kanon der bedeutendsten Schriftsteller Frankreichs – und richtet sich an alle, für die das Land schon immer der kulturelle und literarische Sehnsuchtsort war. In einem Jahr, in dem in Frankreich gewählt wurde und das Land vor einer ungewissen Zukunft steht, ist das Buch gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zur Debatte über den intellektuellen Zustand unseres Nachbarlandes.

Hardcover, 240 pages
Published September 22nd 2017 by Rowohl Verlag
Original Title Warum die Franzosen so gute Bücher schreiben
ISBN 3498058142 (ISBN13: 9783498058142)
Edition Language German

 

ZEIT: Die neue Aufrichtigkeit. Einst war Frankreich literarisch eine Weltmacht, doch zu Beginn des neuen Jahrhunderts legte es eine Sendepause ein. Das war der Houellebecq-Schock. Jetzt meldet sich das Land machtvoll zurück. Von Iris Radisch am 4. Oktober 2017

Autoren und Autorinnen – lesenswerte Werke

  • Jean-Paul Sarte: Die Wörter
  • Albert Camus: Der erste Mensch
  • Simone de Beauvoir: Der Lauf der Dinge
  • Antoine de Saint-Exupéry: Die Stadt der Wüste
  • Samuel Beckett: Erste Liebe
  • Michel Leiris: Mannesalter
  • Eugéne Ionesco: Auf den Gipfeln der Verzweiflung
  • E.M. Cioron: Lehre vom Zerfall
  • Nathalie Sarraute: Kindheit
  • Michel  Butor: Paris – Rom oder Die Modifikation
  • Claude Simon: Das Seil
  • Roland Barthes: Tagebuch der Trauer
  • Julien Green: Tagebücher
  • Georges Perec: Die Dinge
  • Patrick Modiano: Im Café der verlorenen Jugend
  • Assia Djebar: Nirgendwo im Hause meines Vaters
  • Jean-Marie Gustave Le Clézio: Wüste
  • Annie Ernaux: Die Jahre
  • Margerite Duras: Der Liebehaber
  • Marie N Diaye: Drei starke Frauen
  • Pierre Mechon: Leben der kleinen Toten
  • Yasmina Reza: Nirgendwo
  • Emmanuel Carrère: Das Reich Gottes
  • Michel Houellebecq: Unterwerfung

 

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Ulrich Enzensberger: Die Jahre der Kommune I: Berlin 1967- 1969 (2004) 3.45/5 (11)

Die Jahre der Kommune I: Berlin 1967 - 1969Neben Fritz Teufel, Dieter Kunzelmann, Rainer Langhans und anderen war Ulrich Enzensberger einer jener „Kommunarden“, die in der Zeit, als die USA Vietnam erledigen wollten, mit dadaistisch-politischen Aktionen Westberlin verrückt machten. Die KI provozierte die von den Alliierten kontrollierte Front- und Mauerstadt und ihre Bewohner, die nicht wahrhaben wollten, dass die Deutschen den Zweiten Weltkrieg angefangen und verloren hatten.

Es kam zur Revolte der Außerparlamentarischen Opposition, die davon träumte, die Westsektoren der alten Reichshauptstadt in eine Freie Räterepublik, in eine Drehscheibe der Weltrevolution zu verwandeln. – Oder war da etwa noch mehr?

Hardcover, 415 pages

Published September 28th 2004 by Kiepenheuer & Witsch (first published 2004)

ISBN 3462034138 (ISBN13: 9783462034134)
Edition Language German

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Stefan Zweig: Montaigne (1942/1985) 4/5 (1)

MontaigneMit ›Montaigne‹ hat Stefan Zweig 1942, obwohl Fragment geblieben, den Schlußstein seines essayistisch biographischen Werkes gesetzt.

Hatte er 1934 mit ›Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam‹ eine verschleierte Selbstdarstellung gegeben, indem er das Lebensbild eines Mannes zeichnete, der nicht »mit einem Ruck auf den Rücken einer Partei springen« mochte, so wurde ›Montaigne‹ zur Rechtfertigung seiner selbst.

Der französische Philosoph Michel Eyquem Seigneur de Montaigne (1533–1592) hat den Menschen – nicht zuletzt sich selbst – in seiner Unvollkommenheit, der Vielfalt, der Widersprüchlichkeit und der Veränderlichkeit seines Charakters gesehen und ihm kraft seiner Individualität in allem »innere Freiheit« zuerkannt.

Stefan Zweig fühlte sich durch ihn bestätigt. Er fand Montaignes Wort »Der freiwilligste Tod ist der schönste. Das Leben hängt vom Willen der andern ab – der Tod von unserem« für sich im Zweiten Weltkrieg, in depressiver Zeit; die erste Niederschrift des Essays trägt den Titel »Dank an Montaigne«.

Published (first published July 12th 1985)
Original Title Montaigne

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Florian Illies: 1913 – Der Sommer des Jahrhunderts (2012) 3.5/5 (2)

 13640736Virtuos entfaltet Florian Illies das Panorama eines unvergleichlichen Jahres, in dem unsere Gegenwart beginnt. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Proust sucht nach der verlorenen Zeit, Malewitsch malt ein Quadrat, Benn liebt Lasker-Schüler, Strawinsky feiert das Frühlingsopfer, Kirchner gibt der Metropole ein Gesicht, Kafka, Joyce und Musil trinken am selben Tag in Triest einen Cappuccino – und in München verkauft ein österreichischer Postkartenmaler namens Adolf Hitler seine biederen Stadtansichten. 1913: Anfang und Ende, Triumph und Melancholie verschmelzen, alles wird Kunst. Nach diesem Sommer ist nichts mehr, wie es war. Wie kein anderer erweckt der elegante Stilist Florian Illies mit leisem Humor den Zauber eines Schlüsselmoments der Kulturgeschichte zum Leben.

  • Hardcover, 320 pages
  • Published October 25th 2012 by S.Fischer (first published 2012)
  • ISBN 3100368010 (ISBN13: 9783100368010)

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Meg Wolitzer: Die Interessanten (2014) 4/5 (1)

Die InteressantenNach dem Tod ihres Vaters will Julie Jacobson nur noch eins: raus aus der Tristesse ihres provinziellen Zuhauses. Das Sommercamp an der Ostküste eröffnet ihr eine neue Welt.

Eine Welt der Kunst, Kreativität und Freiheit, verkörpert durch die interessantesten Menschen, denen sie je begegnet ist: Ethan, Jonah, Cathy, Ash und Goodman, fünf junge New Yorker, die Julie ihrer Schlagfertigkeit und ihres schwarzen Humors wegen in ihre privilegierte Clique aufnehmen.

Die Jahre und Jahrzehnte vergehen, aber nicht jeder der »Interessanten«, wie sie sich selbst halb ironisch nennen, kann aus seinen Begabungen das machen, was er sich als Jugendlicher erträumte. Was bestimmt das Leben – Talent, Glück oder das Resultat der eigenen Entschlossenheit?

Meg Wolitzer zeigt an ihren Figuren die Tragik und Komik des Daseins und erzählt davon, wie es sich anfühlt, wenn man plötzlich versteht – vielleicht zu spät –, wer man einmal war und wer man geworden ist. ›Die Interessanten‹ ist ein großer Gesellschafts- und Ideenroman über das Wesen der Kunst und der Freundschaft vor dem Panorama der USA in den letzten vierzig Jahren.

Hardcover, 608 pages

Published August 20th 2014 by DuMont buchverlag (first published April 9th 2013

original title The Interestings

ISBN13 9783832197452

edition language German

literary awards
Goodreads Choice Nominee for Fiction (2013), Paris Review Best of the Best (2013)

Rezensionen

http://www.deutschlandradiokultur von Ursula März Buchkritik | Beitrag vom 19.08.2014

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Jonathan Franzen: Freiheit (2010) 4/5 (2)

Patty und Walter Berglund – Vorzeigeeltern und Umweltpioniere, fast schon ideale Nachbarn in ihrer selbst renovierten viktorianischen Villa in St. Paul – geben plötzlich Rätsel auf: Ihr halbwüchsiger Sohn zieht zur proletenhaften republikanischen Familie nebenan, Walter lässt sich zum Schutz einer einzigen Vogelart auf einen zwielichtigen Pakt mit der Kohleindustrie ein, und Patty, Exsportlerin und Eins-a-Hausfrau, entpuppt sich als wahrlich sonderbar. Hat Walters bester Freund, ein Rockmusiker, damit zu tun? Auf einmal lebt Patty ihre kühnsten Träume, führt sie ein Leben ohne Selbstbetrug.
In diesem Roman einer Familie, der zugleich ein großes Epos der letzten dreißig Jahre amerikanischer Geschichte ist, erzählt Jonathan Franzen von Freiheit – dem Lebensnerv der westlichen Kulturen – und auch dem Gegenteil von ihr, zeigt die tragikomischen Verwerfungen zeitgenössischer Liebe und Ehe, Freundschaft und Sexualität. «Freiheit» ist ein bedeutsames Buch über unser Leben in einer immer unübersichtlicher und fragiler werdenden Welt.

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Daniel Kehlmann: Ich und Kaminski (2003) 4/5 (2)

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Mit kleineren Gelegenheitsarbeiten schlägt sich Sebastian Zöllner nach seinem Kunstgeschichtsstudium so durch, aber nun hat er einen ganz großen Fisch an der Angel: Er schreibt die Biographie des Malers Kaminski, der, entdeckt und gefördert einst von Matisse und Picasso, durch eine Pop-Art-Ausstellung, seine dunkle Brille und die Bildunterschrift „Painted by a blind man“ weltberühmt wurde.

Inzwischen lebt Kaminski zurückgezogen in den Alpen und ist ein wenig in Vergessenheit geraten. Soll die Biographie noch rechtzeitig zum Ableben fertig werden, und dieser Termin läßt natürlich größere Aufmerksamkeit erwarten, dann ist Eile geboten. Zöllner, der zunächst mit alten Freunden und Feinden, mit Sammlern und Galeristen gesprochen hat, macht sich zum Objekt seiner Begierde auf den Weg, um exklusive O-Töne zu bekommen. Womit er nicht gerechnet hat: Kaminski ist abgeschirmt durch ein ganzes Heer von Vertrauten, und als es dem Biographen endlich trickreich gelingt, die Bewacher loszuwerden und den Maler auf eine tagelange Reise im Auto mitzunehmen, erkennt er, daß er dem Alten, blind oder auch nicht, in keiner Weise gewachsen ist.

 

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN-10 3518413953
ISBN-13 9783518413951
Gebunden, 174 Seiten, 18,90 EUR

de.wikipedia

de.wikipedia – Film

ZEIT: Der Maler schnarcht ins Mikrofon. Wolfgang Becker hat Daniel Kehlmanns „Ich und Kaminski“ verfilmt. Dabei ist es ihm gelungen, sämtliche Plattitüden der Romanvorlage wiederzukäuen. Von Wiebke Porombka 16. September 2015

ZEIT: Journalisten, Künstler und andere Betrüger. Wolfgang Becker hat wieder einen Film mit Daniel Brühl gedreht: Das Meisterwerk „Ich und Kaminski“ nach Daniel Kehlmanns Roman. Von Jens Jessen 17. September 2015

FAZ: Der entsorgte Künstler. Ein junger Journalist, Sebastian Zöllner, stellt einem alten Maler nach. Er möchte die definitive Biographie über den ehemals so berühmten Kaminski schreiben. Mit allen Mitteln sucht sich der Erzähler Zugang zu dieser Vergangenheit zu verschaffen. Es geht dabei nicht nur im übertragenen Sinne. Aktualisiert am 26.04.2003-12:00

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Ulla Hahn: Aufbruch (2010) No ratings yet.

: B Ü C H E R G I L D E

Wie Das verborgene Wort ist Aufbruch ein anrührender Entwicklungsroman – und ein detailreiches Sittengemälde der Bundesrepublik Mitte der sechziger Jahre, sprachübermütig und mit epischem Temperament erzählt.

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Rüdiger Safranski: Schopenhauer und die wilden Jahre der Philosophie (2010) No ratings yet.

: B Ü C H E R G I L D E |

Eine Biographie
https://i1.wp.com/pictures.abebooks.com/SPITZWEG/10644244990.jpg?w=788&ssl=1Warum fasziniert uns heute der Philosoph, der zum unverbesserlichen Pessimisten abgestempelt wurde, weil der inmitten der Aufbruchsjahre des deutschen Idealismus ein Weltbild der Skepsis entwarf? Mitreißend erzählt Rüdiger Safranski, wie Schopenhauer zu seiner Philosophie gekommen ist und was diese Philosophie dann aus ihm gemacht hat.
Während Hegel an der Berliner Universität vor vollem Auditorium seinen zukunftsfrohen, arbeitenden Weltgeist vorführt, erläutert Schopenhauer, nur einige Räume von ihm entfernt, seine Absage an die Heilserwartungen der Geschichte. Aber kaum jemand will ihn hören. Seine Skepsis und nüchterne Mystik finden kein Verständnis. Später wird sich das ändern. Nietzsche und andere, von Richard Wagner bis Samuel Beckett, finden bei Schopenhauer, was sie suchen: eine existentielle Philosophie, der es um Leib und Leben geht. Rüdiger Safranski verknüpft ein plastisches Zeitbild mit der Geheimgeschichte des Philosophen. Wie kommt Schopenhauer zu seiner Philosophie, und was macht dann diese Philosophie aus dem Philosophen? Darüber mitreißend zu erzählen, gelingt dem Autor auch dort noch, wo dem Leser sonst über den Abenteuern des philosophischen Denkens Hören und Sehen vergehen.

Rüdiger Safranski, 1945 geboren, ist Philosoph und vielfach preisgekrönter, in 19 Sprachen übersetzter Autor u.a. von großen Biographien, von Büchern über die menschlichen Grundfragen wie das Böse und die Wahrheit, und zuletzt der vielgepriesenen Bücher Romantik. Eine deutsche Affäre und Goethe und Schiller. Geschichte einer Freundschaft.

„Eine Philosophie, in der man zwischen den Seiten nicht die Tränen, das Heulen und das Zähneklappern und das furchtbare Getöse des gegenseitigen Mordens hört, ist keine Philosophie.“
Arthur Schopenhauer

Leinen mit Schutzumschlag, 560 Seiten

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Siri Hustvedt: Was ich liebte (2004) 4/5 (1)

Was ich liebte (Taschenbuch) von Siri Hustvedt

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 19., Aufl. (1. April 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499233096
  • ISBN-13: 978-3499233098

Aus der Amazon.de-Redaktion
„Was ich liebte, das bleibt“, weiß Leo Hertzberg in Siri Hustvedts neuem Roman. Was dem jüdischen Kunsthistoriker nach seiner Erblindung im Alter aber bleibt, ist eigentlich nur mehr die Erinnerung an ein Leben, dessen Verlauf er sich in jungen Jahren anders vorgestellt hatte.

Hertzberg wohnt in New York, in einem Loft in unmittelbarer Nähe zur Familie des befreundeten Malers Bill Wechsler, dessen Frauenakt er einst in einer Galerie erworben hatte. Aus der Retrospektive enthüllt Hustvedt die Lebensentwürfe der Freunde, deren Biografie nicht zuletzt durch die Schicksalsschläge ihrer Kinder eine unvorhersehbare Wendung nimmt. Am Ende bleibt nur die Kunst — und eine Erkenntnis, dass am Ende allein die Erinnerung an die Liebe überlebt. Nacherzählt klingt das sehr kitschig. Was aber Hustvedt aus ihrer simplen Botschaft macht, ist überaus bemerkenswert.

Hustvedt ist die Frau des postmodernen Erzählgenies Paul Auster, dem sie Was ich liebte gewidmet hat und mit dem sie in New York zusammen wohnt.  Tatsächlich scheinen sich viele ihrer Erzählstrategien seinem Einfluss zu verdanken. Wie sie diese allerdings aufgenommen und weiter entwickelt hat, ist sehr beachtlich. Nicht zuletzt der Einfall, einen Erzähler des anderen (hier: männlichen) Geschlechts zu wählen (ein Einfall, der im Titel des Frauenaktes von Wechsler — „Selbstporträt“ — in postmoderner Manier im Roman gespiegelt wird), ist überaus gelungen und konsequent umgesetzt. So ist Was ich liebte ein stringent erzählter Künstlerroman von hoher Eigenständigkeit geworden. Hustvedt ist eine nicht mehr ganz neue, aber in Deutschland unbedingt noch zu entdeckende Erzählstimme Amerikas. –Stefan Kellerer
— Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Rezension:

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Paul Auster: Mann im Dunkel (2008) No ratings yet.

Mann im Dunkel: Paul Auster, Werner Schmitz: Amazon.de: Bücher

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Verlag GmbH; Auflage: 2 (1. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498000802
  • ISBN-13: 978-3498000806

Rezension: ZEIT – Die Liebe in Zeiten des Krieges. Von Klaus Harpprecht

Ein alter Mann, durch einen Unfall verkrüppelt, starrt in die Nacht, die sich über das Haus in den Bergen von Vermont gelegt hat. Oben die Tochter Miriam, von ihrem Mann vor fünf Jahren verlassen, die sich noch immer in den Schlaf weint oder an der Biografie der rothaarigen Rose Hawthorne schreibt, der nicht allzu begabten Tochter des Dichters Nathaniel. Im anderen Zimmer unterm Dach die Enkelin Katya, schlaflos auch sie, die sich die Schuld am Tod ihres Boyfriends Titus gibt. Wenn sie denn schlafen, droben oder drunten, haben sie Albträume, die schwer auf den Seelen hocken.

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