SchlagwortErster Weltkrieg

Pierre Lemaitre: Wir sehen uns dort oben (2013 / 2017) 4.29/5 (14)

https://i0.wp.com/www.klett-cotta.de/media/1/thumbnails/9783608980165.jpg.24863.jpg?resize=287%2C449&ssl=11919. Der Albtraum des Ersten Weltkriegs ist endlich vorbei, und das geschundene Frankreich versucht krampfhaft, in die Normalität zurückzufinden. Dabei sind die zahlreichen Soldaten, die nun von den Schlachtfeldern heimkehren, oft eher hinderlich. Das erfahren auch Albert und Édouard, der eine schwer traumatisiert, der andere entsetzlich entstellt. Also schmieden sie einen verwegenen Plan, um sich an den vaterländischen Heuchlern zu rächen. Niemand soll ungeschoren davonkommen. Vor allem nicht Offizier Pradelle, jener Mann, durch dessen Machtgier Albert fast ums Leben gekommen wäre und der nun zu einem besonders zynischen Kriegsgewinner mutiert ist.

Paperback, 528 pages
Published May 9th 2017 by btb Verlag (first published August 21st 2013)
Original Title Au revoir là-haut
ISBN 3442748828 (ISBN13: 9783442748822)
Edition Language German

setting Paris, 1918 (France)
  • fr.wikipedia: Au revoir là-haut
  • Pierre Lemaitre
  • ZEIT: Wenn das Spiel aus ist. Schon alles zum Ersten Weltkrieg gelesen? Aber wohl nichts, was so spannend wäre wie der Roman „Wir sehen uns dort oben“ des Franzosen Pierre Lemaitre, der damit 2013 den Goncourt-Preis gewann. Von 11. Dezember 2014 DIE ZEIT Nr. 51/2014
  • France inter: „Au revoir là-haut“ : „On entend la rage de Dupontel !“ Si certains critiques au „Masque & la Plume“ sont enthousiasmés par l’introduction très réaliste, d’autres ont plutôt été émus par les passages poétiques du film. Tous s’accordent sur le talent de Dupontel pour mettre en scène des personnages savoureux et complexes. par France Inter publié le 6 novembre 2017 à 16h34

 

 

Édouard Péricourt

fils de la haute bourgeoisie, dessinateur fantasque, homosexuel, rejeté par son père

le soldat à la gueule cassée

Édouard sauve Albert d’une mort atroce au prix de sa défiguration par un éclat d’obus, faisant de lui une gueule cassée, alors qu'Albert, traumatisé, devient paranoïaque

Albert Maillard

modeste comptable, soldat

Albert est le témoin d'un crime : le lieutenant Henri d’Aulnay-Pradelle, aristocrate arriviste qui veut gagner ses galons de capitaine, parvient à lancer une dernière offensive en faisant croire que les Allemands, qui attendent pourtant l'Armistice comme les Français, ont tué deux de ses hommes éclaireurs, mais Albert a compris que c'est son lieutenant qui leur a tiré une balle dans le dos.

Henri d’Aulnay-Pradelle

aristocrate arriviste qui veut gagner ses galons de capitaine

lieutenant

Pendant l'offensive, Pradelle, se voyant démasqué, pousse Albert dans un trou d’obus, ce dernier se retrouve alors enterré vivant face à une tête de cheval mort.

Marcel Péricourt

le père d'Édouard et de Madeleine

Madeleine Péricourt

la sœur d'Édouard

Pauline

la bonne des Péricourt

Louise

la gamine

Joseph Merlin

l'inspecteur

Labourdin

le maire du 8e arrondissement de Paris

Dupré

le collaborateur d'Aulnay-Pradelle

 

 

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Joseph Roth: Rechts und Links (1929/2014) 2.86/5 (7)

Rechts und LinksRoths Zeitroman, erschienen 1929, erzählt die Geschichte des russischen Deserteurs Nikolai Brandeis, der nach Berlin flieht und dort binnen kürzester Zeit ein riesiges Unternehmen mit mehreren tausend Angestellten leitet.
Bald kommt es zu Streitigkeiten mit Paul Bernheim, einem seiner Direktoren und Wichtigtuer und dessen Bruder Theodor, einem Nazi und Journalist.

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Joseph Roth: Radetzkymarsch (1932) 3/5 (1)

Radetzkymarsch
Der Roman Radetzkymarsch, ein kunstvolles und bezauberndes Requiem auf das alte Österreich, ist das bekannteste und berühmteste Werk von Joseph Roth. Der poetische Geist und die weise und melancholische Toleranz dieses literarischen Abgesangs auf ein Weltreich machen das Buch zu einem unvergänglichen Zeugnis europäischer Erzählkultur.

 

Im Schicksal der Familie Trotta durch drei Generationen erscheinen die Geschichte und der Niedergang der Österreichisch-Ungarischen Monarchie von der Schlacht bei Solferino (1859) bis zum Tod Kaiser Franz-Josephs 1916.

Der Großvater Joseph Trotta, treuer Soldat und »Held von Solferino«, da er dem jungen Kaiser in der Schlacht das Leben rettete, zieht sich resigniert aus der Armee zurück, als er bemerkt, dass seine Tat in den Schulbüchern zu einer die Wahrheit beugenden Heldenlegende verklärt wird, und der Staat nicht bereit ist, dies zu korrigieren.
Der Vater, ein biedermännischer Staatsbeamter, fügt sich rechtschaffen und pflichtbewusst ins staatliche Netz ein, erlebt jedoch den unmerklichen Niedergang der Monarchie. Sein streng erzogener Sohn hingegen will den ihm zugewiesenen Platz nicht einnehmen, kann dem aber auch keine Alternative entgegensetzen.
Als »Enkel« des Helden von Solferino sieht er nur mehr Vergangenheit, aber keine Zukunft. Die Werte seiner Vorfahren sind ihm zuwider, er verfällt dem Alkohol und dem Glücksspiel.
Was bleibt, ist der Tod »in Haltung«, er fällt im Ersten Weltkrieg. Im Sterbemoment mischen sich in seinem Innern die Klänge des Radetzkymarsches mit jenen der Schüsse, die nicht nur seinen Tod, sondern auch den Untergang der Monarchie bedeuten. Der Epilog schildert die beiden letzten Lebensjahre des Vaters von Carl Joseph. Der Bezirkshauptmann stirbt 1916, eben an dem Tag, als der Kaiser beigesetzt wird. Beide konnten Österreich nicht überleben.

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Stefan Zweig: Die Welt von gestern (1942) No ratings yet.

Die Welt von Gestern

Die Welt von Gestern“, mit dem Untertitel „Erinnerungen eines Europäers“, ist ein autobiografisches Werk Stefan Zweigs. Das Buch entstand kurz vor Zweigs Tod in den letzten Jahren (von 1939 bis 1941) seines Exils und erschien postum 1942 im Bermann-Fischer Verlag AB in Stockholm.
Kindle Edition, 373 pages
Published October 22nd 2014 by BookRix (first published 1942)

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Kurt Tuchol­s­ky: Aus­ge­wähl­te Werke und Schrif­ten No ratings yet.

 
  • Entspricht rund 800 Buchseiten
  • Für die eBook-Ausgabe neu editiert auf’m Kindle
  • 2012, Deutsch  AuraBooks  eClassica
  • Voll verlinkt, und mit zusätzlichem Hypertext-Inhaltsverzeichnis
Kurt Tucholsky (1890-1935) gehört zu den produktivsten deutschen Autoren.
Er schrieb Romane, Kurzgeschichten, Reiseberichte und rund dreitausend journalistische Artikel für Zeitschriften und Magazine.
Tucholsky war im besten Sinne Kind seiner Zeit, dieser prickelnden, gefährlichen, lasziven Sequenz zwischen den beiden Weltkriegen. Unsichere politische Zeiten, alles im Umbruch. Der Tanz auf dem Vulkan, wie er im Film »Cabaret« mit Liza Minnelli zu sehen ist.Wie kein anderer hatte er die dunkle Gefahr des Nationalsozialismus heraufziehen sehen.
Tucholsky-Kenner Raddatz meint: Er »hat den Nationalsozialismus schon geahnt, als es noch gar keinen Nationalsozialismus gab.« Ein Frühwarnsystem sei er gewesen, ein Seismograph. Ein Seismograph freilich, der nichts retten konnte. Er brachte seine Schwingungen zu Papier, vergebens. Am Ende gehörten seine Bücher zu den ersten, die die Nazis auf den Scheiterhaufen warfen.Doch das ist nur eine Seite des großen Literaten. Er war nicht nur politischer Schriftsteller. Er war genauso Lebemann, Frauenheld, Abenteurer und Genießer. Ein brillanter Journalist und Kommentator des Zeitgeschehens. Kein Thema war vor ihm sicher, kein Buch eines Kollegen vor einer Rezension gefeit. Und an keiner schönen Frau konnte er vorbeigehen. Es ist kein Zufall, dass sein erster großer Erfolg, »Rheinsberg«, ein beschwingter Liebesroman ist.
Diese Ausgabe erhebt nicht den Anspruch, eine Gesamtausgabe von Tucholskys Werk zu sein. Diese wäre rund 5000 Seiten stark. Unsere rund 800 Buchseiten umfassende Auswahl bietet aber einen hervorragenden Querschnitt aus Tucholskys literarischem und journalistischem Schaffen.

Aus dem Inhalt:

  • Rheinsberg: Ein Bilderbuch für Verliebte (1912) – GELESEN &#x2713
  • Der Zeitsparer (1914) – GELESEN
  • Ein Pyrenäenbuch (1927) – GELESEN, in einer anderen Ausgabe
  • Schloß Gripsholm (1931) – GELESEN. Sehr schön.
  • Kleine Prosastücke (1913 – 1932)
  • 82 Ausgewählte Glossen, Kommentare und Rezensionen (1914 – 1932), z.B.:
    • Das Reimlexikon (1914)
    • Der Untertan (1919)
    • Was darf die Satire? (1919)
    • Führer?(1920)
    • Deutsche Richtergeneration 1940 (1921)
    • Herausgeber oder Verleger? (1921)
    • Rezept des Feuilletonisten (1922)
    • Prozess Harden (1922)
    • Der neue Zeitungsstil (1924)
    • Horizontaler und vertikaler Journalismus (1925)
    • Französische Frauen (1926)
    • Der Prozess (1926)
    • Deutsche Richter (1927)
    • Mädchenhandel in Buenos Aires (1927)
    • Journalistischer Nachwuchs (1928)
    • Zehn Gebote für den Geschäftsmann, der einen Künstler engagiert (1928)
    • Ist das deutsche Buch zu teuer ?? (1928)
    • Gesang der englischen Chorknaben (1928)
    • Die legitime Geliebte (1928)
    • § 297 / Unzucht zwischen Männern (1929)
    • Was soll mit den Zehn Geboten geschehen? (1929)
    • Zeitungsdeutsch und Briefstil (1929)
    • Geheimnisse des Harems (1929)
    • Die hochtrabenden Fremdwörter (1930)
    • Das dritte Reich (1930)
    • Die deutsche Pest (1930)
    • Ratschläge für einen schlechten Redner (1930)
    • Verlagskataloge (1931)
    • Zur soziologischen Psychologie der Löcher (1931)
    • Der Mensch (1931)
    • Der bewachte Kriegsschauplatz (1931) (»Soldaten sind Mörder«)
    • Worauf man in Europa stolz ist (1932)

außerdem: Eigenhändige Vita Kurt Tucholskys zu seinem schwedischen Einbürgerungsantrag 1934

 

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