SchlagwortErzählung

F. Scott Fitzgerald: Der seltsame Fall des Benjamin Button (1922 / 2009) 4.09/5 (11)

https://i0.wp.com/bilder.buecher.de/produkte/23/23821/23821625z.jpg?w=788&ssl=1Ein seltsames Baby ist zur Welt gekommen: kein süßer kleiner Fratz, der seine Eltern beglückt, sondern ein alter Mann mit Bart. Sein Name: Benjamin Button. Ein schweres Schicksal ist ihm vorherbestimmt: Er durchläuft das Leben rückwärts – und wird von Tag zu Tag jünger. Als Benjamin schließlich im Alter von fünfzig Jahren die zwanzig Jahre jüngere Hildegarde kennenlernt, steht für ihn, der sein Leben lang nie geliebt wurde, alles auf dem Spiel.

 

 

 

 

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Stefan Zweig: Amerigo. Die Geschichte eines historischen Irrtums (1942) 3.33/5 (3)

Amerigo. Die Geschichte eines historischen Irrtums (German Edition)

Eine »kleine Studie über das Vespucci-Problem« nannte Stefan Zweig diesen didaktisch angelegten Essay, der zuerst 1944 posthum mit dem Untertitel ›Geschichte eines historischen lrrtums‹ erschien.

Diese Untersuchung, wie es zur Benennung Amerikas nach dem Vornamen eines Mannes kam, der mit der eigentlichen Entdeckung gar nichts zu tun hatte, gehört, trotz ihres schmalen Umfangs, in die Reihe von Stefan Zweigs »histoires racontées«, seiner großen Zeit- und Geschichtsdarstellungen.

Der italienische Seefahrer Amerigo Vespucci (1451–1512) deckte mit seiner Erkenntnis eines anderen, des neuen Erdteils lediglich Christoph Columbus‘ Irrtum auf, er habe den kürzesten Seeweg nach Indien gefunden. Für die Namensgebung aber ist er durchaus nicht verantwortlich – die erfolgte, ohne sein Wissen und Zutun, 1507 durch den Kartographen Martin Waldseemüller in der ›Cosmographiae introductio‹, der Einführung in die Kosmographie. Dort heißt es, da Americus – eine eigenwillig latinisierte Form von Amerigo! – den vierten Erdteil als solchen erkannt habe, könne man ihn Americus oder – da alle Erdteile weiblich bezeichnet werden – America nennen.

Dies also ist »der eigentliche Taufschein Amerikas«, und so hat für lange Zeit der Namenspatron Amerigo Vespucci ungerechtfertigterweise als der Entdecker der Neuen Welt gegolten.

Kindle Edition, 64 pages
Published April 17th 2013 (first published 1942)

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Anton Chekhov: Gesammelte Romane und Novellen (2012) No ratings yet.

Gesammelte Romane Und Novellen

 Paperback, 372 pages

Published May 21st 2012 by Antigonos (first published March 31st 2011)
ISBN 3954720507 (ISBN13: 9783954720507)
edition language German

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Judith Hermann: Sommerhaus, später Erzählungen (2011) 4/5 (1)

Eine Menge Vorurteile werden mit Judith Hermanns Debütwerk beseitigt: Erstens, es gibt doch gute deutsche Nachwuchsautoren, zweitens, die Gattung der Erzählung ist nicht tot, und drittens, deutsches Schreiben ist per se nicht schwerfällig und grüblerisch, sondern kann, so zeigt Sommerhaus, später, sehr leichtfüßig und virtuos daherkommen.

Die Erzählperson schlüpft in neun Geschichten in verschiedene Rollen und Geschlechter: Mal ist sie Enkelin, mal Geliebte, mal Künstler, mal Zuhörer. Und manchmal auch bloß Erzählerin. So schnell sie eine Intimität zum Leser aufbaut, so schnell endet die Geschichte auch wieder und es beginnt eine neue. Personen treten in das Leben der Protagonisten und gehen wieder, reißen kleine Wunden, die lange schmerzen. Da ist der alte, einsame Mann, der seine Klassikkassetten einem jungen Mädchen schenkt, obwohl sie ihn versetzt; oder Sonja, die wie ein naives Kind in einen Maler verliebt ist und dann wie ein Geist wieder aus seinem Leben verschwindet. Gute und Böse gibt es nicht, nur Unvermögen oder Großzügigkeit.

Hermanns Kunst ist unmittelbar: direkte Rede, reale Vergleiche, detaillierte Wahrnehmung. Und doch bleiben die Erzählungen angenehm unvollständig. Als hätte jemand eine Kamera auf ein paar Personen in Berlin oder New York oder sonstwo gehalten und wieder ausgeblendet.

„Du musst lernen zu warten“, sagt einer ihrer Protagonisten, „auch auf die kleinen Ereignisse“.

Judith Hermann hat für Sommerhaus, später den Förderpreis des Bremer Literaturpreises 1999 erhalten. In der Begründung der Jury heißt es: „Judith Hermann formuliert in atmosphärisch dichter Prosa und mit großer sprachlicher Sicherheit das Lebensgefühl von Menschen, die in Liebe und Angst befangen, das wirkliche Leben verfehlen und das Scheitern der eigenen Lebenspläne mehr melancholisch beobachten als trauernd erleben.“ –Bettina Albert

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Fischer; Auflage: 15. (2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596147700
  • ISBN-13: 978-3596147700

Pressestimmen

„Kein Wort zuviel, keins am falschen Platz“ NZZ
„Hinreißend, hochbegabt“, lobt der Spiegel.

 

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Antonia S. Byatt: Geschichten von Erde und Luft (1987/2003) 3/5 (1)

Die Geschichten von Erde und Luft handeln von Gegensätzen und Widersprüchen, von Liebe und Tod, Vergangenheit und Gegenwart, Hoffnung und Furcht, Begegnung und Trennung. Da ist, in der Erzählung „Das Nebenzimmer“, eine Frau, die den Tod ihrer Mutter zunächst als Befreiung aus bedrücker emotionaler Enge empfindet. Den Stimmen, die sie in ihrem leerstehen Elternhaus zu hören glaubt, will sie durch Verkauf des Hauses entfliehen. Doch die Stimmen der Vergangenheit sind allgegenwärtig. – In „Racine und das Tischtuch“ steht der Eltern-Kind-Konflikt im Mittelpunkt, wenn eine hochbegabte Schülerin im Internat gegen eine kleinkarierte Lehrerin aufbegehrt. – Wie eineErscheinung aus einer anderen Welt tritt in der Erzählung „Der Wechselbalg“ ein junger Mann in das Leben einer berühmten Schriftstellerin; er sieht der Hauptfigur in einem ihrer Romane verblüff ähnlich.

Aus dem Englischen von Melanie Walz.

  • Insel Verlag, Frankfurt am Main 2003
  • ISBN-10 345817172X
  • ISBN-13 9783458171720
  • Gebunden, 155 Seiten, 18,90 EUR

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Paul Auster: Das rote Notizbuch (2001) 3/5 (1)

Das rote Notizbuch: Amazon.de: Paul Auster, Werner Schmitz: Bücher

Das rote Notizbuch

Kurzbeschreibung
In einem roten Notizbuch hat Paul Auster über viele Jahre Ereignisse aus seinem Leben und dem von Freunden festgehalten; Ereignisse, bei denen der Zufall eine entscheidende Rolle spielte: fünfzehn unglaubliche Erzählungen, allesamt wahr und doch so phantastisch. Beim vorliegenden Band handelt es sich um eine erweiterte Neuausgabe. „Sie können den Auster aufschlagen, wo Sie wollen, und er ist immer interessant. Ein geistreicher Schriftsteller!“ (Marcel Reich-Ranicki im Literarischen Quartett)

  • Taschenbuch: 77 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: Erw. N.-A. (1. Oktober 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499230402
  • ISBN-13: 978-3499230400

siehe auch:

The Red Notebook is a collection of stories written by American author Paul Auster in four parts. The Red Notebook in 1992, Why Write? in 1995, Accident Report in 1999 and It Don’t Mean a Thing in 2000. They are all true stories gathered from Auster’s life as well as the lives of his friends and acquaintances and they have all one thing in common: the paradox of coincidence. Auster narrates things he writes about in his fiction, making us wonder if he’s really telling us the truth. Implying that everything and everyone is somehow, mysteriously, connected to each other.

Auster tells us about the wrong number that inspired him to write City of Glass, about how he met his childhood hero Willie Mays, but didn’t have a pencil with him to get his autograph and how during all four flat tires of his life he had the same passenger in the car with him.
The Red Notebook – Wikipedia, the free encyclopedia (23 July 2009)
http://en.wikipedia.org/wiki/The_Red_Notebook

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Ingo Schulze: Handy. Dreizehn Geschichten in alter Manier (2007) 3/5 (2)

Handy. Dreizehn Geschichten in alter Manier

Mit untrüglichem Gespür für tragikomische Situationen umkreist Ingo Schulze das Wesen der Liebe, das Ringen um Würde im Abschiednehmen und das Geschenk glückhafter Epiphanien mitten im Alltag.

Silvester 1999, die Millenium-Nacht in Berlin. Frank Reichert begegnet auf der Silvesterfeier an der Schwelle zum neuen Jahrtausend Julia, seiner verlorenen großen Liebe. Seit der Trennung im Herbst 1989 wandelt er wie ein Fremder durchs Leben, fast unbeteiligt erlebt er den Erfolg seines florierenden Geschäfts. Nichts mehr kann ihn im Tiefsten berühren, über allem liegt Julias Schatten und die Möglichkeit eines anderen Lebens. So wird das Ende der Nacht zu einem Neubeginn, mit dem keiner gerechnet hat.

Zwischen Abschied und Aufbruch bewegen sich fast alle Figuren in Ingo Schulzes neuen Erzählungen. Oft reicht schon ein irritierender Blick, um das scheinbar harmonische Gefüge einer frischen Liebe, einer nachbarschaftlichen Bekanntschaft oder eines unbeschwerten Urlaubs aus den Angeln zu heben. Ob im Friseurladen in Manhattan, in einer Datscha im Berliner Umland – stets umgibt eine Atmosphäre diffuser Bedrohung die selbstgeschaffenen Fluchtorte. In diesen Heterotopien der Seligkeit behaupten sich Schulzes Protagonisten gegen eine ständig sich beschleunigende Welt, die mit ihren Fallstricken bis in die eigenen vier Wände reicht.

Renzension in Die ZEIT: Der Magier des Banalen, buecher.de

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Jack London: Die konzentrischen Tode () No ratings yet.

: B Ü C H E R G I L D E | London, Jack | Die konzentrischen Tode

Die Bibliothek von Babel
Band 14

Jack London

Die Erzählungen von Jack London entführen, wie seine berühmten Abenteuerromane, in fremde und entlegene Regionen der Welt: Sie spielen auf einem Atoll in der Karibik, auf dem amerikanischen Kontinent oder in der Arktis. London scheint überall heimisch zu sein.
Er findet zu all den dort lebenden Ureinwohnern einen Zugang und schildert ihre Traditionen, ihre Religion oder den Umgang mit dem Tod auf packende Weise, ganz ohne zu werten. Eine lohnende und bereichernde Lektüre – auch heute noch.

»Das Talent Londons war das eines geschickten Journalisten, der sein Handwerk beherrscht.«
Jorge Luis Borges

Jack London – sein wahrer Name war John Griffith – wurde 1876 als unehelicher Sohn eines umherziehenden Astrologen in San Francisco geboren. Seinen Lebensunterhalt musste er schon früh selbst verdienen und führte so ein abenteuerliches und bewegtes Leben als Fabrikarbeiter, Goldsucher, Landstreicher, Soldat, Perlenfischer und Kriegsberichterstatter. Jack Londons Tiergeschichten und Abenteuerromane – zu seinen berühmtesten Werken gehören die Romane Ruf der Wildnis und Der Seewolf – wurden in alle Sprachen übersetzt und brachten ihm schließlich ein Vermögen ein. Im Alter von vierzig Jahren setzte Jack London seinem Leben selbst ein Ende.

Aus dem Englischen von
Eduard Thorsch

Erzählungen:

  • Das Haus Mapuhis
  • Das Gesetz des Lebens
  • Das verlorene Gesicht
  • Die konzentrischen Tode
  • Der Schatten und das Funkeln

Die Bibliothek von Babel, Band 14, 136 Seiten

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