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Siegried Lenz: Schweigeminute (2008) 4/5 (7)

Die Schweigeminute von Siegfried Lenz | Rezension von der BuchhexeDas Ende eines Sommers, ein verschlafener Fischerhafen an der Ostsee und der Beginn eines großen Gefühls, das nicht sein darf: Kurz vor Beginn des neuen Schuljahrs verliebt sich der 18-jährige Christian in seine neue Englischlehrerin Stella Petersen.

In einem Moment unverhoffter Leichtigkeit und Freiheit, in der Dünen- und Meerlandschaft fernab des kleinen Ortes, entdecken Stella und Christian eine geteilte Sehnsucht und eine Anziehung zueinander, deren Intensität beide überwältigt. Doch bald nachdem der Unterricht wieder begonnen hat, droht das geheime Verhältnis zwischen der jungen Lehrerin und ihrem Schüler zum Skandal zu werden: Christians Eltern, seine Mitschüler und das Lehrerkollegium äußern Misstrauen, Besorgnis und Empörung. Während Stella sich Christian immer wieder entzieht, schmiedet der bereits Pläne für eine gemeinsame Zukunft. Als Stella dann bei einem Segelunfall verunglückt, bricht für Christian eine Welt zusammen.

  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: Hoffmann und Campe (5. Mai 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455042848
  • ISBN-13: 978-3455042849

Siehe auch die Rezension in der FAZ: „Schweigeminute“ von Siegfried Lenz: Die Meerfrau und der Steinfischer

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Interview: Wie geht es unserer Literatur, Frau Bovenschen? – Bücher – Feuilleton – FAZ.NET

14. April 2008 Silvia Bovenschen steht in der Tür ihrer Wohnung in Berlin-Charlottenburg und strahlt. Eigentlich wollen wir über ihr neues Buch sprechen, aber noch bevor ich das Aufnahmegerät auch nur auspacken kann, hat sie sich schon eine Zigarette angesteckt und fröhlich die Malaisen der deutschen Gegenwartsliteratur aufgezählt. Endlich ist die Technik so weit – und Silvia Bovenschen legt gleich los.

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Die Zeit – Feuilleton : Explosion möglich No ratings yet.

Die Zeit – Feuilleton : Explosion möglich

DIE ZEIT 23.03.2006 Nr.13

Ein neues 68? Von wegen! Die Proteste in Frankreich sind nicht Zeichen politischer Hoffnung, sondern von Zukunftsangst, meint der Soziologe Alain Touraine

Alain Touraine wurde 1925 geboren. Er ist Forschungsdirektor an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris

DIE ZEIT: Sie sind mit Studien zu neuen sozialen Bewegungen in aller Welt hervorgetreten. Könnte aus den aktuellen Protesten eine soziale Bewegung wie 1968 entstehen?

Alain Touraine: Nein. In Frankreich heißen alle Streiks seit jeher mouvement social. Doch längst besteht ihr einziger Erfolg nur noch darin, den öffentlichen Verkehr lahmzulegen. Das ist kein Kampf um Zukunftschancen mehr, sondern nur darum, erworbenen Besitz zu verteidigen. Soziale Bewegungen brauchen Vertrauen und Zuversicht, wie sie sich im Zukunftsglauben der Studentenproteste 1968 zeigten, die in eine Phase ökonomischer Prosperität fielen. Heute dagegen dominieren Angst und Misstrauen. Damals wurde für eine neue gesellschaftliche Beweglichkeit gekämpft, während heute Dynamik und Flexibilität als Unsicherheitsfaktoren gelten. Ein gelockerter Kündigungsschutz kann durchaus dazu beitragen, die Jugendarbeitslosigkeit abzubauen, wie es viele Länder vorgemacht haben. Aber wie immer möchten die Franzosen wegen kleiner Veränderungen gleich einen Bürgerkrieg anzetteln.

[via soziologische-aufmerksamkeit]

Siehe auch das FAZ Interview vom 28.03.

[ebenfalls via soziologische-aufmerksamkeit]

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