SchlagwortGesellschaft

Pankaj Mishra: Das Zeitalter des Zorns: Eine Geschichte der Gegenwart (2017) No ratings yet.

36039405. sy475 Wie können wir den Ursprung des Hasses erklären, der unsere Welt überzieht – von Amokläufern über den IS bis hin zu Donald Trump, von rachsüchtigem Nationalismus bis zu Rassismus und Frauenfeindlichkeit in den Sozialen Medien?

Der britisch-indische Intellektuelle Pankaj Mishra gibt in seinem neuen Buch eine überraschende Erklärung. Indem er zunächst den Blick bis hin zurück ins 18. Jahrhundert richtet, zeigt er, wie schon im Prozess der Modernisierung diejenigen, die nicht davon profitiert haben, anfällig für Demagogen waren.

Und alle anderen, die zu spät kamen, zurückgelassen oder ausgegrenzt wurden sind, immer auf erschreckend gleiche Weise reagiert haben: mit Hass auf erfundene Feinde, dem Heraufbeschwören eines imaginären Goldenen Zeitalters und der Selbstermächtigung durch spektakuläre Gewalt.

Heute wie damals treiben Massenpolitik, Technologie und das Streben nach Reichtum und Individualismus Millionen von Menschen ziellos in eine demoralisierte Welt: Entwurzelte, die von der Moderne nicht profitieren – mit denselben schrecklichen Folgen.

Eine brillante und höchst aktuelle Deutung der Gegenwart, wie sie nur ein wahrhaft »globaler Intellektueller« (SZ) vorlegen kann.»

Mit tiefem Verständnis sowohl der westlichen wie der nichtwestlichen Geschichte bekommt Pankaj Mishra, wie niemand vor ihm, das Elend im Herzen dieser gefährlichen Zeiten in den Griff. Das ist das erstaunlichste, überzeugendste und verstörendste Buch, das ich in den letzten Jahren gelesen habe.« Joe Sacco»Zwingend, tiefgründig und genau zur richtigen Zeit.« John Banville

Übersetzt von Michael Bischoff, Laura Su Bischoff
Hardcover, 416 pages
Published June 22nd 2017 by S. FISCHER (first published January 26th 2017)
Original Title Age of Anger: A History of the Present
ISBN 3103972652 (ISBN13: 9783103972658)
Edition Language German

Literary Awards
Orwell Prize Nominee for Longlist (2018)

ZEIT: Pankaj Mishra: „Der Wunsch nach Zerstörung ist Teil moderner Gesellschaften“. Woher kommt die Wut auf der Welt? Der indische Schriftsteller Pankaj Mishra spricht über globalen Terrorismus, das Erbe der Aufklärung und die Verlierer der Geschichte. Interview: Kevin Neuroth 1. Juli 2017

ZEIT: Kampflinie im Herzen. Pankaj Mishra deutet die Verwerfungen des Kapitalismus aus einem Geburtsfehler der europäischen Moderne. Von Stefan Weidner. 12. Juli 2017

DLF: Ein Unbehagen an der Moderne. „Es gibt weit mehr Sehnsüchte, als sich im Zeitalter der Freiheit und des Unternehmertums legitim verwirklichen lassen“, schreibt der indische Essayist Pankaj Mishra in „Das Zeitalter des Zorns“. Sein neues Buch beschreibt das Unbehagen an der Moderne und ist eine Kritik an einem nicht zur Selbstreflexion fähigen Liberalismus. Von Ulrich Rüdenauer 19.07.2017

ZEIT: Zeitalter des Zorns. Endlich einer, der sich einen Reim auf unsere Gegenwart machen kann: Eine Begegnung mit dem globalen Intellektuellen Pankaj Mishra, der wie kein Zweiter die Lebenslügen des Westens entlarvt. Von Jan Roß. 26. Dezember 2019

"Zeitalter des Zorns": Das explosive Gefühl, zu kurz zu kommen: Protest gegen die Rentenreform in Paris.

Das explosive Gefühl, zu kurz zu kommen: Protest gegen die Rentenreform in Paris. © Kiran Ridley/?Getty Images

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Elisabeth Jacquet: Mon mari et moi : Petit exploration conjugale (2019) 3.67/5 (6)

35667727. sx318 Il y a un homme et une femme. Puis il y a une femme et un mari. « Un jour un homme est devenu mon mari » dit-elle. Mais au fait qu’est-ce qu’un mari ?

Avec humour, sérieux, tendresse ou gravité, Élisabeth Jacquet explore le concept de mari, éternel ou pas, le considère, l’interroge, s’en étonne, cherche des éclaircissements.

Essai sentimental sous forme de précis conjugal, Mon mari et moi conte ce qui se joue au cœur de notre intimité quand nous la partageons avec quelqu’un d’autre.

Après le mariage pour tous, voici un petit livre pour tous sur le mariage.

Hardcover, 144 pages
Published March 21st 2017 by Serge Safran
ISBN13 9791090175655
Edition Language French

Über Elisabeth Jacquet
Elisabeth Jacquet, geboren 1963, hat als Drehbuchautorin, Werbetexterin und Lektorin gearbeitet, bevor sie selbst begann, Romane zu schreiben. In ihren Texten beschäftigt sie sich u.a. mit verschiedenen Formen des Erzählens und fragt sich dabei stets, wie man die Menschen in unserer durchtechnologisierten Zeit zum Lesen bewegen kann. Sie lebt mit ihrem Mann in Paris.

Wären mein Mann und ich andere Menschen geworden, wären wir nicht immer noch verheiratet? Wie und wer wäre ich sonst geworden? Und er? Hätten unsere Körper und unsere Art zu denken andere Formen angenommen?

In kurzen Fragen und Überlegungen setzt sich Élisabteh Jacquet mit dem Zusammenleben von Paaren auseinander. Was macht es mit uns, wenn wir unser tägliches Leben mit einer anderen Person teilen? Wie verändert die Sichtweise des anderen unseren Blick auf die Welt? Und was genau macht eigentlich einen Ehemann aus? Ihre klugen und oft mit leisem Humor formulierten Betrachtungen lassen sich wunderbar als Anstoß zur Reflektion über die eigene Beziehung nutzen.

Hardcover, Piper
Published February 1st 2019
ISBN 3492058922
Edition Language German

 

 

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Stuart Jeffries: Grand Hotel Abgrund: Die Frankfurter Schule und ihre Zeit (2016 / 2019) 3.33/5 (6)

48741605. sx318 Sie überlebten zwei Weltkriege, erlebten den Rassismus, flohen vor dem Nationalsozialismus. Sie entgingen dem Holocaust und überlebten eine Odyssee. Adorno und Horkheimer hatten den Mut, nach dem Krieg aus dem amerikanischen Exil nach Deutschland zurückzukommen, um eine andere, humanere Gesellschaft aufzubauen.

Sie waren großbürgerlich, gebildet und elitär – allen voran ihr Papst, Theodor W. Adorno, und ihr Finanz- und Außenminister, Max Horkheimer. Stuart Jeffries entwirft eine vielschichtige Biographie der Frankfurter Schule, die sich mitten im Zeitalter der Extreme des 20. Jahrhundert ereignet. Mitreißend schildert er, wie Mitte der 20er bis Ende der 60er Jahre ihre gesellschaftlichen Utopien entstehen. Kritisch beobachtet Jeffries, wie die 68er-Bewegung aus der Frankfurter Schule hervorgeht und sich etliche 68er zur Gewalt bekennen. Ironisch hält er fest, wie auch diese Rebellion scheitert und vermerkt bitter, dass die »Schule« geschlossen wird. Und dennoch stellte die Frankfurter Schule fast alles vom Kopf auf die Füße: Entschieden wehrten sie sich gegen die Seilschaften alter Nazis und äußerten sich über Jahrzehnte hinweg unmissverständlich gegen Populismus, rechte Ideologie, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Kapitalismus, Beherrschung von Natur und Mensch. Die deutsche Gesellschaft ist seither eine ganz andere: freier, offener, (selbst-)kritischer.

»Eine fesselnde Geschichte des Lebens und der wichtigsten Ideen der führenden Denker der Frankfurter Schule.«
New York Review of Books

»Eine leicht zugängliche, unterhaltsame Geschichte von einer der beeindruckenderen intellektuellen Bewegungen des 20. Jahrhunderts.«
Owen Hatherley, The Guardian

Susanne Held (Translator)
Hardcover, 509 pages
Published October 13th 2019 by Klett-Cotta (first published 2016)
Original Title Grand Hotel Abyss: The Lives of the Frankfurt School
ISBN 3608964312 (ISBN13: 9783608964318)
Edition Language German

ZEIT: Wenn Söhne rebellieren. Über den Atlantik und zurück: Stuart Jeffries schildert die Geschichte der Frankfurter Schule als global einflussreichen Aufbruch junger jüdischer Intellektueller. Eine Rezension von Alexander Cammann. 21. November 2019

DLF: Stuart Jeffries: „Grand Hotel Abgrund“Als Adorno in New York keine Freunde fand. Von Marko Martin Beitrag vom 07.10.2019

SZ: Gesellschaftstheorie:Denken für die Menschheit. Von Horkheimer bis Habermas: Der britische Publizist Stuart Jeffries führt durch die Geschichte der Frankfurter Schule, die einer ihrer Kritiker als „Grand Hotel Abgrund“ ironisierte. Von Johan Schloemann 4. Oktober 2019, 17:34 Uhr

ZEIT: Dies sonderbare Gespinst aus Raum und Zeit. Dem faszinierenden Denker Walter Benjamin ist eine monumentale Biografie gewidmet. Und die ersten Bände einer neuen, ehrgeizigen Werkausgabe liegen bereits vor. Von Alexander Cammann. 22. April 2010 Quelle: DIE ZEIT, 22.04.2010 Nr. 17

ZEIT: Max Horkheimer – Thema

ZEIT: „Er wusste schon, wer er war“. Vor 50 Jahren starb Theodor W. Adorno. Seine geschwisterliche Freundin Lotte Tobisch erinnert sich an den Großintellektuellen. Interview: Thomas Mießgang. 7. August 2019, 16:50 Uhr Editiert am 9. August 2019, 18:14 Uhr ZEIT Österreich Nr. 33/2019, 8. August 2019

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Anja Kampmann: Wie hoch die Wasser steigen (2018) 3.8/5 (5)

38193535Wenzel Groszak, Ölbohrarbeiter auf einer Plattform mitten im Meer, verliert in einer stürmischen Nacht seinen einzigen Freund.

Nach dessen Tod reist Wenzel nach Ungarn, bringt dessen Sachen zur Familie. Und jetzt? Soll er zurück auf eine Plattform?

Vor der westafrikanischen Küste wird er seine Arbeitskleider wegwerfen, wird über Malta und Italien aufbrechen nach Norden, in ein erloschenes Ruhrgebiet, seine frühere Heimat. Und je näher er seiner großen Liebe Milena kommt, desto offener scheint ihm, ob er noch zurückfinden kann.

Anja Kampmanns überraschender Roman erzählt in dichter, poetischer Sprache von der Rückkehr aus der Fremde, vom Versuch, aus einer bodenlosen Arbeitswelt zurückzufinden ins eigene Leben.

Hardcover, 352 pages
Published January 29th 2018 by Hanser
ISBN13 9783446258150
Edition Language German
Literary Awards
Deutscher Buchpreis (German Book Prize) Nominee for Longlist (2018)

  • literaturkritik.de: Verloren in der Welt. Über Anja Kampmanns sprachlich eindrucksvollen Roman „Wie hoch die Wasser steigen“ Von Christina Dittmer Erschienen am: 16.03.2018
  • de.wikipedia.org
  • https://www.anjakampmann.de/
  • NZZ: Nur die Tauben finden den Weg zurück in Anja Kampmanns Debütroman. Wie wir ausziehen und nie mehr zurückfinden: Davon erzählt die junge Schriftstellerin Anja Kampmann in einem herzergreifend unsentimentalen Roman. Von Paul Jandl 31.1.2018
  • DLF: Anja Kampmanns Debütroman „Wie hoch die Wasser steigen“Freunde auf einer Bohrinsel. Anja Kampmann im Gespräch mit Frank Meyer Beitrag vom 31.01.2018
  • DLF: Tiefenbohrungen in der eigenen Sehnsucht. Umsichtig und virtuos erzählt Anja Kampmann in ihrem Debütroman „Wie hoch die Wasser steigen“ von verrohten Ölarbeitern auf den Offshore-Plattformen dieser Weltmeere. Ihr Protagonist Waclaw sucht auf einer ziellosen Irrfahrt nach seiner eigenen Vergangenheit, Identität und Heimat. Von Miriam Zeh 06.02.2018</li
  • ZEIT: Eine sehr präzise Klinge. Anja Kampmanns bemerkenswerter Debütroman „Wie hoch die Wasser steigen“ Von Tobias Lehmkuhl 21. Februar 2018
  • FAZ: Hauptsache, weg von der Plattform Von Andrea Diener Aktualisiert am 15.03.2018-10:32. Wie ist es, auf einer Ölbohrplattform zu arbeiten? Das erfährt man in Anja Kampmanns Roman auch nicht. Wie ist es, auf einer Ölbohrplattform zu arbeiten? Das erfährt man in Anja Kampmanns Roman auch nicht.
  • Tagesspiegel: Tage wie aus dem Rumtopf. Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse: Anja Kampmanns lichttrunkener Roman „Wie hoch die Wasser steigen“ über einen Ölbohrarbeiter. Katrin Hillgruber
  • SWR2 Buch der Woche vom 26.02.2018 Anja Kampmann: Wie hoch die Wasser steigen von Ulrich Rüdenauer

Literaturhaus Salzburg: Lesung & Gespräch: Anja Kampmann „Wie hoch die Wasser steigen“, Juni 2018, Literaturhaus Salzburg; Moderation: Sigrid Löffler, Veranstalter: Verein Literaturhaus.

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Daniel Kehlmann: Tyll. Roman (2017) 4.64/5 (14)

TyllTyll, der neue Roman des Erfolgsautors Daniel Kehlmann – er veröffentlichte u.a. Die Vermessung der Welt, Ruhm, F und Du hättest gehen sollen – ist die Neuerfindung der mythischen Till-Eulenspiegel-Figur: ein großer Roman über eine aus den Fugen geratene Welt, über die Verwüstungen durch den Krieg und die Macht der Kunst. Ein Meisterwerk der Sprache, der Bilder und der Phantasie.

Tyll Ulenspiegel – Vagant und Schausteller, Entertainer und Provokateur – wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts in einem Dorf geboren, in dem sein Vater, ein Müller, als Magier und Welterforscher schon bald mit der Kirche in Konflikt gerät. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das vom Dreißigjährigen Krieg verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen: dem jungen Gelehrten und Schriftsteller Martin von Wolkenstein, der für sein Leben gern den Krieg kennenlernen möchte, dem melancholischen Henker Tilman und Pirmin, dem Jongleur, dem sprechenden Esel Origines, dem exilierten Königspaar Elizabeth Stuart und Friedrich von Böhmen (Friedrich V. , Winterkönig), deren Ungeschick den Krieg einst ausgelöst hat, dem Arzt Paul Fleming, der den absonderlichen Plan verfolgt, Gedichte auf Deutsch zu schreiben, und nicht zuletzt dem fanatischen Jesuiten Tesimond und dem Weltweisen Athanasius Kircher, dessen größtes Geheimnis darin besteht, dass er seine aufsehenerregenden Versuchsergebnisse erschwindelt und erfunden hat. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und um wen sollte es sich entfalten, wenn nicht um Tyll, jenen rätselhaften Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben.

Hardcover, 474 pages
Published October 11th 2017 by Rowohlt (first published October 9th 2017)
Original Title Tyll
ISBN 3498035673 (ISBN13: 9783498035679)
Edition Language German

planet-wissen.de – Dreißigjähriger Krieg

wikipedia.de: Tyll von Daniel Kehlmann

 

 

 

 

ZEIT: Der ewige Gaukler. In seinem Roman „Tyll“ versetzt Daniel Kehlmann die Figur des Eulenspiegel in den Dreißigjährigen Krieg und erzählt von den seelischen Verwüstungen durch Gewalt Von Jens Jessen 9. Oktober 2017

ZEIT: „Eine Zeit der Gärung“ Daniel Kehlmann verrät, warum er in seinem neuen Roman den Narren Tyll in den Dreißigjährigen Krieg geschickt hat – und welcher Historiker ihm dabei half. Interview: Markus Flohr 15. Mai 2018

SPON: Ein Narr? Ein Freigeist! Hinter dem Flunkern steckt Kalkül: Daniel Kehlmanns fabulöser Schelmenroman „Tyll“ treibt ein munteres Spiel mit Realität und Fiktion – rund um den Gaukler Till Eulenspiegel. Von Björn Hayer Donnerstag, 12.10.2017

Tagesspiegel: Der Tod und der Gaukler.Daniel Kehlmanns trickreicher Roman „Tyll“ schickt den ewigen Schelm Till Eulenspiegel in den Dreißigjährigen Krieg. Gerrit Bartels 08.10.2017

literaturkritik.de: Die Winterkönigin. Daniel Kehlmann kehrt mit „Tyll“ zum historischen Roman zurück Von Philipp Jakob Letzte Änderung: 27.11.2017

DF: Wiederkehr eines Narren. Till Eulenspiegel, die legendäre spätmittelalterliche Narrenfigur, geistert in Daniel Kehlmanns neuem Roman durch eine dunkle Epoche der deutschen Geschichte: den Dreißigjährigen Krieg. Entstanden ist ein vielschichtig konstruiertes Werk, das klar und prägnant von einer Zeit wilder Gegensätze erzählt. Von Wolfgang Schneider 19.11.2017

SZ: Deutsche Literatur:Ein Clown in düsterer Zeit. Bestsellerautor Daniel Kehlmann bewegt sich auf einem Sonderweg und hat die Geschichte des „Tyll“ Eulenspiegel neu geschrieben: Ein großer Roman über den Dreißigjährigen Krieg, detailkundig, sprachmächtig und kunstfertig. Von Christoph Bartmann 9. Oktober 2017

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Virginia Woolf: Ein Zimmer für sich allein (1929 / 1994) 4.17/5 (6)

https://i0.wp.com/bilder.buecher.de/produkte/34/34558/34558732z.jpg?w=788&ssl=1A Room of One’s Own is considered Virginia Woolf’s most powerful feminist essay, justifying the need for women to possess intellectual freedom and financial independence. Based on a lecture given at Girton College, Cambridge, the essay is one of the great feminist polemics, ranging in its themes from Jane Austen and Charlotte Bronte to the silent fate of Shakespeare’s gifted (imaginary) sister and the effects of poverty and sexual constraint on female creativity.

Virginia Woolf (1882-1941) is regarded as a major twentieth-century author and essayist, a key figure in literary history as a feminist and a modernist, and the centre of ‚The Bloomsbury Group‘.

Paperback, 140 pages
Published October 1994 by Fischer-Taschenbuch-Verlag (first published 1929)
Original Title A Room of One’s Own
ISBN 3596221161 (ISBN13: 9783596221165)
Edition Language German

Aus dem Englischen von Maria Bosse-Sporleder. Herausgegeben von Klaus Reichert.

In Virginia Woolfs künstlerischem Schaffen waren die Jahre 1925 bis 1930 eine besonders produktive Zeit. „Mrs Dalloway“, von ihr selbst einmal als der gelungenste ihrer Romane bezeichnet, und der erste Band der Essaysammlung „Der gewöhnliche Leser“ kamen 1925 heraus, von der Presse viel beachtet und gelobt.

Im folgenden Jahr nahm der Roman „Zum Leuchtturm“ Gestalt an; er erschien 1927. Auch der erste Entwurf zu „Die Wellen“ fällt in diese Zeit. Sie könne „gar nicht schnell genug kritzeln, um alles an die Oberfläche zu bringen“, notierte Virginia Woolf im Tagebuch. Tatsächlich schrieb sie „Orlando“, ihre Huldigung an Vita Sackville-West, innerhalb eines halben Jahres, von Oktober 1927 bis März 1928.

Im Februar 1930 schließlich erschien ihr berühmter großer Essay „Ein Zimmer für sich allein“.

  • de.wikipedia
  • Volltext engl.
  • FAZ: Ich esse meine Backpflaumen nicht! Drei Rezensionen über ein neu erschienenes Buch müsse man mindestens gelesen haben, bevor man sich ein Urteil bilden kann, erklärt Virginia Woolf kategorisch, weil alle Rezensenten „im Sold eines Redakteurs stehen, der im Sold eines Gremiums steht, das eine politische Richtung zu verfolgen hat“. Daher … Aktualisiert am 02.05.2002
  • ZEIT:  Tagebuch: Was war und ob das Leben ist. Virginia Woolf, Tagebuch Nr. 4 oder: Seelenbalance Von Susanne Mayer am 5. Juni 2003

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Éric Vuillard: Die Tagesordnung fr. L’Ordre du jour (2017 / 2018) 4/5 (5)

39739770. sy475 Mit seiner neuen Erzählung beweist Eric Vuillard, dass die Geschichte noch nicht auserzählt ist und widmet sich einer besonderen Zusammenkunft: Am 20. Februar 1933 schmieden Göring, Hitler und 24 Vertreter der deutschen Industrie einen Pakt, der zum Anschluss Österreichs führen wird.

Dafür wurde Vuillard der Prix Goncourt verliehen.

Hardcover, 118 pages
Published March 2018 by Matthes & Seitz (first published May 3rd 2017)
Original Title L’Ordre du jour
ISBN13 9783957575760
Edition Language German

Characters
Joachim von Ribbentrop, Neville Chamberlain, Kurt von Schuschnigg, Adolf Hitler, Winston Churchill

setting Austria, 1938

Literary Awards
Prix Goncourt (2017)

fr.wikipedia.org- Èric Vuillard

fr.wikipedia – L’ordre dur jour

SZ: Französische Literatur:Gegenwart wird gemacht. Éric Vuillard inszeniert in knappster Form historische Begebenheiten. 2017 erhielt er den Prix Goncourt. Éric Vuillard erzählt in „Die Tagesordnung“ vom Ursprung des Naziregimes: einem Geheimtreffen zwischen den Nationalsozialisten und der deutschen Industrie im Jahr 1933. Von Joseph Hanimann 17. April 2018, 18:54 Uhr

ZEIT: Die Welt der NS-Komödianten. Der französische Goncourt-Preisträger Éric Vuillard inszeniert in seinem Buch „Die Tagesordnung“ die Machtergreifung der Nationalsozialisten als ein Spektakel aus Pech und Pannen. Von Iris Radisch 2. Mai 2018, 17:06 Uhr Editiert am 5. Mai 2018, 8:52 Uhr DIE ZEIT Nr. 19/2018

DLF: Éric Vuillard: „Die Tagesordnung“. Hitlers willige Helfer. Éric Vuillard im Gespräch mit Andrea Gerk. Für „Die Tagesordnung“ hat Éric Vuillard im vergangenen Jahr den wichtigsten französischen Literaturpreis, den Prix Goncourt, bekommen. Darin zeigt Vuillard, wie die deutsche Wirtschaft mit Hitler paktierte und in den Hinterzimmern der Macht gedealt wurde. Beitrag vom 07.05.2018

DLF: Éric Vuillard „Die Tagesordnung“ Was Hitler stark machte. Éric Vuillard erzählt große Geschichte mit literarischen Mitteln anders als man es gewohnt ist: knapp, bildreich und höchst eigenwillig. In seinem jüngsten Buch „Die Tagesordnung“ widmet er sich den politischen Mechanismen, die Adolf Hitler zur Macht verhalfen und wurde dafür mit dem renommierten Goncourt-Preis ausgezeichnet. Von Christoph Vormweg 29.03.2018

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John Williams: Nichts als die Nacht (1948/2916) 3.33/5 (6)

36297129. sy475 Das erste Werk des Autors des Weltbestsellers ›Stoner

Das Leben des jungen Arthur Maxley scheint beherrscht von Müßiggang und einem nie verwundenen Trauma aus der Kindheit. Einen Abend, eine Nacht lang, folgen wir Arthur. Zunächst zu einem Dinner mit seinem Vater, den er viele Jahre nicht gesehen hat. Etwas Schwerwiegendes steht zwischen ihnen, Schuld und Scham lasten auf dieser Begegnung, deren hoffnungsloses und abruptes Ende einen Vorgeschmack gibt auf das verheerende Finale dieser Nacht. Die Straßen und Bars des nächtlichen San Francisco sind die Kulisse, vor der sich Arthurs innerer Abgrund auftut. Während er der sinnlichen Verführung durch eine fremde Schöne nachgibt, enthüllt sich Arthurs ganze existenzielle Not: Sein Begehren ist tiefer, als dass erotische oder sexuelle Erfüllung es befriedigen könnten.

Mit einem Nachwort von Simon Strauß
Hardcover, 160 pages
Published 2016 by dtv (first published 1948)
Original Title Nothing But the Night
ISBN 3423281294 (ISBN13: 9783423281294)
Edition Language German

literaturkritik.de: Aus dem Dunkel. John Williams erkundet in seinem Debüt „Nichts als die Nacht“ das Trauma einer verletzten Seele Von Gerald Funk Letzte Änderung: 14.09.2017

SZ: Amerikanische Literatur: Whiskey, verdünnt. Mit seinem Erstling „Nichts als die Nacht“ war der amerikanische Autor John Williams unzufrieden. Von Nicolas Freund 9. Oktober 2017

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Kamel Daoud: Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung (2012 / 2016) 3.71/5 (7)

Der Fall Meursault - eine GegendarstellungNacht für Nacht sitzt ein alter Mann in einer Bar in Oran und erzählt. Seine Geschichte und die seines Bruders Moussa, jenes Arabers, der 1942 von einem gewissen Meursault, den angeblich die Sonne blendete, am Strand von Algier erschossen wurde.

Der weltberühmte Roman »Der Fremde« von Albert Camus erzählt, wie es dazu kam und davon, wie Meursault der Prozess gemacht und er am Ende nicht so sehr für den Mord, den er begangen hat, verurteilt wird, sondern für die Emotionslosigkeit, die er bei der Tat und auch später immer wieder zur Schau stellt.

Das Opfer, der Araber, bleibt dabei stets namenlos. Indem er nun – 70 Jahre später – die Geschichte seines Bruders bis zu dessen gewaltsamem Tod erzählt, gibt der alte Mann dem Araber seinen Namen zurück und damit eine Identität und eine Geschichte. Und er macht seinem Ärger Luft, seiner Trauer, der Wut und der Frustration über sein eigenes Leben im Schatten dieses Todes.

Geschickt verzahnt Kamel Daoud in seinem Erstlingsroman die Geschichte der beiden Brüder mit der Geschichte Algeriens und mit dem Roman von Camus. Kraftvoll und poetisch zugleich erzählt Daoud von diesem Brüderpaar, ihrem Leben, ihrem Land, ihrer Liebe. Entstanden ist ein großer Roman darüber, wie die Vergangenheit unsere Gegenwart prägt und über die ungebrochene Kraft der Literatur, eine tiefere Erkenntnis, eine verborgene Wahrheit ans Licht zu bringen.

Hardcover, 208 pages
Published February 18th 2016 by Kiepenheuer & Witsch (first published October 2013)
Original Title Meursault, contre-enquête
ISBN 3462047981 (ISBN13: 9783462047981)
Edition Language German

 

ZEIT: Dem Opfer einen Namen geben. In „Der Fall Meursault“ verleiht Kamel Daoud dem ermordeten Araber Camus‘ ein Gesicht. Für seine Kritik an Kolonialismus und Islam wird Daoud nun scharf attackiert. Von

SZ: Camus‘ namenlos ermordeter Araber hat jetzt einen Namen. „Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung“ will Camus‘ „Der Fremde“ neu erzählen – aus arabischer Sicht. Doch das in Frankreich hochgelobte Buch ist bei Weitem nicht so gut wie das Original. 18. Februar 2016, 18:49 Uhr – Buchkritik von Tobias Lehmkuhl

FR: Eine Geschichte wird neu erzählt. „Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung“: Der algerische Journalist und Schriftsteller Kamel Daoud reagiert auf Albert Camus’ Roman „Der Fremde“. Von Reinhart Wustlich – Beitrag vom 29.02.16

DLF: Kamel Daoud: „Der Fall Meursault“Eine arabische Antwort auf Camus. In Albert Camus‘ berühmtem Roman „Der Fremde“ ermordet die Hauptfigur Meursault einen Araber. Bei Camus bleibt das Mordopfer namenlos, Kamel Daoud gibt ihm einen Namen und eine Geschichte. Er schildert, was der Mord mit der Familie des Toten anrichtet. Von Dirk Fuhrig – Beitrag vom 25.02.2016

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Emmanuel Carrère: Der Widersacher (L’Adversaire) (1999/2018) 3/5 (4)

41087665. sy475 Jean-Claude Romand scheint sein Leben im Griff zu haben. Nachbarn und Bekannte schätzen den erfolgreichen Arzt, seine Bescheidenheit und Intelligenz. Doch plötzlich ermordet er seine Frau und seine beiden kleinen Kinder, seine Eltern und deren Hund. Der Versuch, seine Geliebte und sich selbst zu töten, misslingt, möglicherweise gewollt. Die Ermittlungen der Polizei lassen innerhalb von wenigen Stunden die äußere Fassade einstürzen, dahinter gähnt Leere: Romands Leben ist seit 17 Jahren auf Lügen und Betrug gebaut. „Seine Forscherstelle bei der WHO, Geschäftsreisen, Konferenzen mit hochrangigen Kollegen – all das hatte es nie gegeben.“ Und niemand hatte je Verdacht geschöpft. Die Nachricht geht durch die Presse und veranlasst Carrère zu seinem ersten Tatsachenroman. Doch nicht die Fakten ziehen ihn in den Bann, sondern die dunklen Triebkräfte dahinter, „der Widersacher“. Er schreibt Romand, trifft ihn, wohnt seinem Prozess bei, befragt ehemalige Freunde, versucht zu verstehen. Mit einem schonungslosen Blick für die Abgründe unserer Psyche und die Rolle des Sprechens und Schweigens zeigt Emmanuel Carrère die Zerbrechlichkeit unserer sozialen Maske – in einer direkten, rohen Sprache, die seine eigene Fassungslosigkeit spürbar macht und von Claudia Hamm für die Neuausgabe kongenial ins Deutsche übertragen wurde.

Claudia Hamm (Translator)

Mit einem Gespräch zwischen Emmanuel Carrère und Claudia Hamm

Matthes & Seitz Berlin Verlag Edition, 200 pages
Published August 8th 2018 by Matthes & Seitz Berlin Verlag (first published 1999)
Original Title L’Adversaire
Edition Language German

fr.wikipedia – L’Adversaire

fr.wikipedia – Emmanuel Carrère

 

ZEIT: Lügner, Mörder, Satan. Der Schriftsteller Emmanuel Carrère interessiert sich für einen wahren Fall: Monsieur Romand, der seine gesamte Familie umbrachte. Eine Rezension von Jürgen Ritte 21. November 2018, 16:55 Uhr

SZ: Nicht jeder Hochstapler ist charmant. In seinem Roman „Der Widersacher“ aus dem Jahr 2000 erprobte Emmanuel Carrère die Kunst der Verwandlung des Faktischen. Jetzt gibt es den auf Deutsch vergriffenen Roman in einer eleganten Neuübersetzung. Von Hanna Engelmeier 18. Oktober 2018, 18:21 Uhr

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Édouard Louis: Wer hat meinen Vater umgebracht? / Qui a tué mon père (2019/2018) 2.64/5 (11)

https://i1.wp.com/i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1541271431l/42621093._SY475_.jpg?w=788&ssl=1»An meine Kindheit habe ich keine einzige glückliche Erinnerung« lautet der erste Satz in Édouard Louis‘ Roman »Das Ende von Eddy«. In seinem neuen Buch »Wer hat meinen Vater umgebracht« sieht Louis das anders, mittlerweile versteht er die Gewaltausbrüche seines Vaters, der unter der sozialen Ungerechtigkeit einer Gesellschaft leidet, die für Menschen wie ihn keinen Platz hat. Louis erinnert sich an einen liebevollen und fürsorglichen Vater, der seinem Sohn wünscht, aus den einfachen Verhältnissen auszubrechen. Édouard Louis hat es geschafft. Eine überwältigende Hommage an den eigenen Vater und dessen gescheiterte Träume.

Aus dem Französischen von Hinrich Schmidt-Henkel
Hardcover, 80 pages
Published January 23rd 2019 by S. Fischer (first published May 3rd 2018)
Original Title Qui a tué mon père
ISBN13 9783103974287
Edition Language German

 

fr.wikipedia.org – Qui a tué mon père ?

ZEIT: Macron beklaut meinen Vater. Mitten im Gelbwestenkampf legt der junge französische Erfolgsautor Édouard Louis ein neues Buch über sich und seine Familie vor. Es ist ein vulgärsoziologisches Pamphlet geworden. Eine Rezension von Iris Radisch 23. Januar 2019, 16:51 Uhr Editiert am 25. Januar 2019, 7:55 Uhr DIE ZEIT Nr. 5/2019, 24. Januar 2019

DLF: Uraufführung von „Qui a tué mon père“Todesopfer des Sozialabbaus. Der junge Autor Édouard Louis, Arbeiterkind und Shootingstar der französischen Literatur, klagt an: Politik und Sozialabbau hätten seinen Vater getötet. Sein Buch „Qui a tué mon père“ ist im Januar auf Deutsch erschienen. Stanislas Nordey bringt den Roman nun in Paris auf die Bühne – und spielt selbst. Von Eberhard Spreng 13.03.2019

DLF: Klartext, der wehtut. In seinem gefeierten Debütroman hatte Édouard Louis den Schwulenhass seines Vaters bloßgestellt. In seinem neuen Buch „Wer hat meinen Vater umgebracht“ attackiert er nun das politische System, das seinen Erzeuger zu dem gemacht hat, der er ist. Eine aufwühlende, provozierende Streitschrift. Von Christoph Vormweg 06.02.2019

jetzt.de: „Macron hasst arme Menschen“. Der Schriftsteller der Stunde, Édouard Louis, über das Verhältnis zu seinem Vater, gefährliche Männlichkeitsbilder und die Arroganz der Macht. Interview von Quentin Lichtblau 06.02.2019

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Lukas Bärfuss: Krieg und Liebe: Essays (2018) 3/5 (6)

Cover Krieg und LiebeDie Essays von Lukas Bärfuss sind ein Ereignis. Scharf beobachtet, scharf gedacht, scharf formuliert.

Ob er über große geschichtliche und politische Themen nachdenkt oder über ganz konkrete Fragen einfacher Leute – Lukas Bärfuss ist ein Autor und Denker von europäischem Format. Er schafft es, auch komplizierte Sachverhalte so zu erzählen, dass man seine scharfsinnigen Argumentationen nachvollziehen kann, dass man sich eingeladen fühlt, an seinen Gedankengängen teilzunehmen. Mit Überraschung, Staunen und immer mit Genuss und Gewinn. Sei es, wenn er über die Schweiz spricht oder über Erfahrungen in Afrika und Südamerika, ob er über Autoren von Goethe, Nietzsche und Tolstoi bis Nicolas Born nachdenkt oder über Ovid, Stendhal und Sakurai, immer erfährt man Erhellendes. Bärfuss schreibt über Religion und Glauben, über die Moral im Journalismus und über das Leben eines Vertreters für Geräteentkalker. Es zeigt sich, dass es keine kleinen oder großen Fragen gibt, stets ruft der Autor die großen Zusammenhänge und ethischen Dimensionen auf, macht sie sinnfällig sichtbar. Er hütet sich vor vorschnellen Antworten, und zuweilen ist die präzise Beschreibung eines Dilemmas gerade das Leistbare, das weiterbringt. Freude und Notwendigkeit können ganz nah beieinander liegen, oder auch himmelweit voneinander entfernt.

Hardcover, 286 pages
Published 2018 by Wallstein Verlag
ISBN13 9783835332416
Edition Language German

  • DF: Unbequeme Thesen eines politischen Kopfs. Lukas Bärfuss ist nicht nur Romanautor, sondern auch ein brillanter Essayist. Im seinem neuen Essayband sucht der Schweizer den Krieg in der Liebe und die Liebe im Krieg und erklärt, dass liberale Kräfte in Deutschland einer schwerwiegenden Illusion aufsitzen. Von Angela Gutzeit 18.04.2018
  • ZEIT: Krieg und Liebe in Kigali. Der Schweizer Lucas Bärfuss betreibt in seinem Roman »Hundert Tage« Politik- und Nestbeschmutzung Von Verena Auffermann 13. März 2008

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Bernhard Pörksen: Die große Gereiztheit: Wege aus der kollektiven Erregung 2.8/5 (5)

Die große Gereiztheit: Wege aus der kollektiven ErregungTerrorwarnungen, Gerüchte, die Fake-News-Panik, Skandale und Spektakel in Echtzeit – die vernetzte Welt existiert längst in einer Stimmung der Nervosität und Gereiztheit. Bernhard Pörksen analysiert die Erregungsmuster des digitalen Zeitalters und beschreibt das große Geschäft mit der Desinformation. Er führt vor, wie sich unsere Idee von Wahrheit, die Dynamik von Enthüllungen und der Charakter von Debatten verändern. Heute ist jeder zum Sender geworden, der Einfluss etablierter Medien schwindet. In dieser Situation gehört der kluge Umgang mit Informationen zur Allgemeinbildung und sollte in der Schule gelehrt werden. Medienmündigkeit ist zur Existenzfrage der Demokratie geworden.

Hardcover, 256 pages
Published February 19th 2018 by Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

DF: Stoppt die Empörungsdemokratie Von Arno Orzessek  Beitrag vom 19.02.2018

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Gerald Hüther: Würde: Was uns stark macht – als Einzelne und als Gesellschaft (2018) 1.88/5 (8)

38951044Wir alle wollen in Würde sterben, aber sollten wir nicht erst einmal in Würde leben?

Würde ist ein großer Begriff. Gleich in Artikel 1 des Grundgesetzes heißt es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Doch was genau ist Würde? Was bedeutet es, wenn uns unsere Würde genommen wird, weil wir etwa in der digitalen Welt nur noch als Datensatz zählen oder im Netz geschmäht werden? Wenn wir uns selbst würdelos verhalten oder andere entwürdigen? Der Hirnforscher Gerald Hüther zeigt in seinem neuen Buch, dass Würde nicht allein ein ethisch-philosophisch begründetes Menschenrecht ist, sondern ein neurobiologisch fundierter innerer Kompass, der uns in die Lage versetzt, uns in der Vielfalt der äußeren Anforderungen und Zwänge in der hochkomplexen Welt nicht zu verlieren. Umso wichtiger ist es, dass wir lernen, die Wahrnehmung der eigenen Würde zu stärken. Denn: Wer sich seiner Würde bewusst ist, ist nicht verführbar.

Uli Hauser (Contributor)

https://www.gerald-huether.de/
Hardcover, 192 pages
Published March 5th 2018 by Albrecht Knaus Verlag
ISBN13 9783813507836
Edition Language German

 

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Olivier Guez: Das Verschwinden des Josef Mengele: Roman (2018 / 2017) 4/5 (11)

Das Verschwinden des Josef Mengele: RomanAuf den Spuren des Bösen – der Sensationsbestseller aus Frankreich

1949 flüchtet Josef Mengele, der bestialische Lagerarzt von Auschwitz, nach Argentinien. In Buenos Aires trifft er auf ein dichtes Netzwerk aus Unterstützern, unter ihnen Diktator Perón, und baut sich Stück für Stück eine neue Existenz auf. Mengele begegnet auch Adolf Eichmann, der ihn zu seiner großen Enttäuschung nicht einmal kennt. Der Mossad sowie Nazi-Jäger Simon Wiesenthal und Generalstaatsanwalt Fritz Bauer nehmen schließlich die Verfolgung auf. Mengele rettet sich von einem Versteck ins nächste, lebt isoliert und wird finanziell von seiner Familie in Günzburg unterstützt. Erst 1979, nach dreißig Jahren Flucht, findet man die Leiche von Josef Mengele an einem brasilianischen Strand.

Dieser preisgekrönte Tatsachenroman von Olivier Guez, der in Frankreich sofort zum Sensationsbesteller wurde, liest sich wie ein rasanter Politthriller und wahrt zugleich die notwendige Distanz.

„Olivier Guez schuf mit diesem bekannten Verfahren eine phantastische neue Romanform.“ Frédéric Beigbeder in Le Figaro magazine

207 pages
Published August 11th 2018 by Aufbau Digital (first published August 16th 2017)
Original Title La Disparition de Josef Mengele

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