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Dante Alghieri: Göttliche Komödie No ratings yet.

Dantes Göttliche Komödie. Meisterwerke kurz und buendig: Amazon.de: Dante Alighieri, Fritz R. Glunk: Bücher

  • Taschenbuch: 105 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 3 (Januar 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492228917

Es gibt Werke in der Literatur, die man gelesen haben muß. Aber wer hat die Zeit? Wer hat die Muße? Die Piper Reihe Meisterwerke kurz und bündig schafft Abhilfe und faßt Klassiker der Kunst, Musik und Literatur auf leichte und unterhaltsame Weise zusammen. Um die Göttliche Komödie von Dante Alighieri verstehen zu können, ist das Wissen um den Autor und seine Zeit unerläßlich. Fritz R. Glunk, Autor dieses Meisterwerke kurz und bündig-Bandes liefert mit unterhaltsamer Schreibe grundlegende und konkrete Informationen zu Werk und Autor. Ein Wegweiser durch das aufwendig strukturierte Werk. Schritt für Schritt wird die Reise der Hauptfigur Dante erläutert und erklärt. An der Hand von Virgil wird der im Leben orientierungslose Dante durch die Hölle geführt, wo er die Personifizierungen von Betrug, Selbstsucht und politische Lüge trifft. Erst nach unzähligen bedrohlichen und eindrucksvoll erzählten Begegnungen gelangt Dante in das Paradies, wo er seine Geliebte in die Arme schließt. –Susanne Solau

Kurzbeschreibung
Sicherlich kennt man Dantes „Göttliche Komödie“und sein schicksalhaftes Treffen mit Beatrice im Reich der Seligen. Aber wohl kaum jemand kann die ganze „Göttliche Komödie“, ihr kompliziertes Figurengeflecht, ihre Bedeutung und ihre Entstehungsgeschichte im Kopf behalten. Dazu ist das Werk zu mannigfaltig, zu groß. Fritz R. Glunk stellt das Wichtigste zu Dantes“Göttlicher Komödie“ zusammen: Entstehung, Inhalt und Aufbau, Wirkungsgeschichte und was man über Dante Alighieri wissen muß. Im Mittelpunkt der allgemeinverständlichen Darstellung stehen alle wichtigen Daten, Fakten und Hintergrundinformationen. Ein höchst kurzweiliges Kompendium für Laien und Experten, für Liebhaber und Neugierige. Der Brennspiegel mittelalterlichen Denkens auf einen Blick.

Gustave Doré, Dante et Vergil dans le neuvième cercle de l’enfer (Dante und Vergil im 9. Kreis der Hölle), 1861. Abbaye de Brou, Bourg-en-Bresse.

Über den Autor
Fritz R.Glunk, geboren 1939, studierte Literatur- und Sprachwissenschaften und war als Dozent des Goethe-Instituts und als Verlagslektor tätig. Seit 1986 arbeitet er als freier Journalist, Übersetzer und Schriftsteller. Seit 1998 außerdem Herausgeber der literarischen Online-Zeitschrift „Die Gazette„. Er lebt in München. In der Reihe „Meisterwerke kurz und bündig“, erschienen von ihm „Dantes Göttliche Komödie“, „Dostojewskijs Schuld und Sühne“ und „Das Nibelungenlied“.

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John Milton: Das verlorene Paradies (2008) No ratings yet.

  • Gebundene Ausgabe: 315 Seiten
  • Verlag: Anaconda (1. September 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866472943
  • ISBN-13: 978-3866472945

Paradise Lost (dt. Das verlorene Paradies), veröffentlicht 1667, ist ein episches Gedicht in Blankversen des englischen Dichters John Milton. Es erzählt die Geschichte des Sündenfalls, der Versuchung von Adam und Eva durch Satan und ihrer Vertreibung aus dem Garten Eden.
Satan und sein Gefolge haben gegen Gott rebelliert, wurden besiegt und als Strafe in die Hölle verbannt. Sie errichten dort das Pandämonium, die Heimstatt aller gefallenen Engel, und beschließen, Gott ab jetzt durch List und Trug statt auf dem offenen Schlachtfeld zu bekämpfen.

Nach der Schöpfung betritt Satan den Garten Eden, wo er Eva verleitet, eine Frucht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu pflücken und Adam davon abzugeben. Adam und Eva werden daraufhin aus dem Garten Eden verbannt, sie haben „das Paradies verloren“.
de.wikipedia

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José Saramago: Die Stadt der Blinden (1997) No ratings yet.

  • Gebundene Ausgabe: 398 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Reinbek (September 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498063189
  • ISBN-13: 978-3498063184

In einer unbekannten Stadt in einem unbekannten Land wird ein Mann, der in seinem Auto sitzt und darauf wartet, daß die Ampel auf Grün schaltet, plötzlich mit Blindheit geschlagen. Aber anstatt in Dunkelheit gestürzt zu werden, sieht dieser Mann plötzlich alles weiß, als ob er „in einem Nebel gefangen oder in einen milchigen See gefallen wäre“. Ein barmherziger Samariter bietet an, ihn nach Hause zu fahren (um ihm danach das Auto zu stehlen); seine Frau bringt ihn mit dem Taxi in eine nahegelegene Augenklinik, wo er an den anderen Patienten vorbei in das Behandlungszimmer gebracht wird. Innerhalb eines Tages sind die Frau des Mannes, der Taxifahrer, der Arzt und seine Patienten und der Autodieb allesamt Opfer dieser Blindheit geworden. Als die Epidemie sich ausbreitet, gerät die Regierung in Panik und beginnt, die Opfer in einer leerstehenden Nervenheilanstalt unter Quarantäne zu stellen. Dort werden sie von Soldaten bewacht, die den Befehl haben, jeden, der zu fliehen versucht, zu erschießen.

So beginnt die Geschichte des portugiesischen Schriftstellers José Saramago über eine Menschheit im Belagerungszustand. Ein erheblicher Mangel an Absätzen, begrenzte Zeichensetzung und eingeschobene Dialoge ohne Anführungszeichen und Attribute erscheinen im ersten Moment als eine ziemliche Herausforderung, aber dieser Stil trägt tatsächlich zum Spannungsaufbau und zur Einbindung des Lesers bei.

In dieser Gemeinschaft von blinden Menschen gibt es noch ein Paar sehender Augen: die Frau des Arztes hat ihre Blindheit nur vorgetäuscht, um ihren Mann in die Quarantäne begleiten zu können. Als die Zahl der Opfer wächst und das Asyl aus allen Nähten platzt, beginnt die Versorgung zusammenzubrechen: Toiletten laufen über, Lebensmittellieferungen kommen nur noch sporadisch, es gibt keine medizinische Versorgung für die Kranken und keine Möglichkeit, die Toten richtig zu begraben. Zwangsläufig beginnen die gesellschaftlichen Konventionen ebenfalls zu zerfallen — eine Gruppe der blinden Insassen übernimmt die Kontrolle über die schwindende Lebensmittelversorgung und benutzt sie, um die anderen auszubeuten. Währenddessen bemüht sich die Frau des Arztes, ihre kleine Gruppe von blinden Schützlingen zu beschützen, und führt sie schließlich aus dem Asyl in die mittlerweile schrecklich veränderte Landschaft der Stadt zurück.

Die Stadt der Blinden ist in vielerlei Hinsicht ein erschreckender Roman. Er liefert eine detaillierte Beschreibung des totalen Zusammenbruchs der Gesellschaft nach einer überaus unnatürlichen Katastrophe. Saramago treibt seine Figuren bis an den Rand der Menschlichkeit und stürzt sie dann in den Abgrund. Seine Charaktere lernen, in unfaßbarem Schmutz zu leben, sie begehen Akte unbeschreiblicher Gewalt und erstaunlicher Großzügigkeit, die vor dieser Tragödie für sie unvorstellbar gewesen wären. Die gesamte gesellschaftliche Struktur verändert sich, um sich den neuen Umständen anzupassen — einer Welt, in der einst zivilisierte Stadtbewohner zu zerlumpten Nomaden werden, die sich auf der Suche nach Nahrung von Gebäude zu Gebäude tasten. Der Teufel steckt im Detail, und Saramago hat sich für uns eine Hölle ausgemalt, in der diejenigen, die auf der Straße erblindeten, niemals mehr ihr Zuhause finden werden, in der Menschen gezwungen sind, Hühner roh zu verspeisen, und Rudel von Hunden auf der Suche nach Leichen über die kotübersähten Bürgersteige streunen.

Und dennoch, all diesem Horror hat Saramago Passagen von unübertroffener Schönheit entgegengesetzt. Als ihr von drei ihrer Schützlinge — Frauen, die sie niemals sehen konnten — gesagt wird, sie sei schön, „bricht die Frau des Arztes in Tränen aus wegen eines Personalpronomens, eines Adverbs, eines Verbs, eines Adjektivs, bloße grammatikalische Kategorien, bloße Etiketten, genau wie die zwei Frauen, die anderen, unbestimmte Pronomen, auch sie weinen, sie umarmen die Frau des ganzen Satzes, drei Grazien im Regen.“ Mit dieser einen Frau hat Saramago eine tapfere, vollentwickelte Figur geschaffen, die dem Leser als Augen und Ohren und als das Gewissen der Menschheit dient. Und er hat mit Die Stadt der Blinden eine gehaltvolle, letztlich transzendente Betrachtung geschrieben über das, was es bedeutet, Mensch zu sein. –Alix Wilbe

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Ich pfeif auf mein Vermächtnis 3/5 (2)

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