SchlagwortIsrael

Olga Grjasnowa: Der Russe ist einer, der Birken liebt (2012) 3.67/5 (6)

Der Russe ist einer, der Birken liebt Mascha ist jung und eigenwillig, sie ist Aserbaidschanerin, Jüdin, und wenn nötig auch Türkin und Französin. Als Immigrantin musste sie in Deutschland früh die Erfahrung der Sprachlosigkeit machen. Nun spricht sie fünf Sprachen fließend. Sie plant gerade ihre Karriere bei der UNO, als ihr Freund Elias schwer erkrankt. Verzweifelt flieht sie nach Israel und wird von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Ebenso tragisch wie komisch, mit Sinn für das Wesentliche erzählt Olga Grjasnowa die Geschichte einer Generation, die keine Grenzen kennt, aber auch keine Heimat hat.

  • Paperback, 288 pages
  • Published September 2013 by dtv (first published 2012)

Literary awards Deutscher Buchpreis Nominee for Longlist (2012)<

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David Grossmann: Eine Frau flieht vor einer Nachricht (2011) 4/5 (1)

Eine Mutter fürchet sich vor der Nachricht, dass einer ihrer beiden Söhne im Krieg gefallen ist. Sie erzählt dagegen an, erzählt von ihrer Liebe zu zwei Männern, sie kocht süße Auberginen und persischen Reis mit Rosinen und Pinienkernen, alles gegen die Angst. Schreiben und Leben von David Grossman kreuzen sich auf schmerzlichste Weise, als Grossmans Sohn Uri in den letzten Tagen des Libanon-Krieges ums Leben kommt.

Über den Autor
David Grossman, 1954 in Jerusalem geboren, ein dezidierter Verfechter einer friedlichen Lösung des Nahostkonflikts, gehört wegen seiner differenzierten politischen Haltung und ungewöhnlichen Erzählphantasie zu den herausragenden Schriftstellern der jüngeren Generation.
David Grossman hat für seine schriftstellerisches Werk und sein politisches Engagement zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u. a. den Nelly-Sachs-Preis (1991), den Premio Mondello (Italien, 1996) und den Geschwister-Scholl-Preis (2008). 2010 wird ihm der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen.
David Grossman ist verheiratet und hat drei Kinder, er lebt in Mevaseret Zion, einem Vorort von Jerusalem.

Broschiert: 600 Seiten
Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 1 (5. August 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596184304
ISBN-13: 978-3596184309

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Amos Oz: Eine Geschichte von Liebe und Finsternis (2004) No ratings yet.

Eine Geschichte von Liebe und Finsternis.

Rating: 4 out of 5

Author: Amos Oz

Year: 2004

Publisher: Suhrkamp

ISBN: 3518416162

Ich blicke auf Israel wie auf ein Mädchen, das reifer wird – Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Amos Oz über seine Familie, über seine Heimat und über dieses Buch ist in der ZEIT zu finden.

  • Geschichte Israels während und nach dem Zweiten Weltkrieg
  • Wie entsteht eine neue, alte Sprache?
  • Wird der Krieg je ein Ende haben?
  • Wie verzeiht man seinen Eltern?
  • Was passiert, wenn Träume Wirklichkeit werden?

perlentaucher.de


“… und sie erwachte nicht mehr an jenem Morgen, auch dann nicht, als der Tag aufleuchtete und zwischen den Fikusbäumen im Krankenhauspark der Vogel Elise sie verwundert rief, immer aufs neue rief und rief, vergebens rief und es doch wieder und wieder versuchte und es noch einmal versucht, manchmal.”Arad, Dezember 2001

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Der Moment der Wahrheit No ratings yet.

Ist der Abzug aus dem Gaza-Streifen der Anfang vom Ende des Nahost-Konflikts? Ein Gespräch mit dem israelischen Schriftsteller Amos Oz über kindische Vorstellungen vom Frieden, blinde deutsche Sentimentalität und die intime Macht der Literatur

DIE ZEIT: In diesen Tagen verfolgt die ganze Welt den Abzug aus Gaza, die Räumung der israelischen Siedlungen. Welche Bedeutung hat das aus Ihrer Sicht?

Amos Oz: Das ist eine ernste Krise für Israel. Das Land hat den Moment der Wahrheit in seiner Geschichte erreicht. Dessen sind sich viele ganz stark bewusst. Dabei geht es nicht nur um die besetzten Gebiete und den Widerstand der Siedler. Es geht um Theokratie versus Demokratie, um die Rolle der Rabbiner und der Thora, um die Fundamente einer demokratischen Zivilgesellschaft. Unter all den Streitereien um Sicherheit, historische Rechte, Siedlungen, Gefühle, Schuld und Frieden sind wir am harten Felsblock angelangt.

http://www.zeit.de/2005/35/Interview_Oz

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