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Elke Heidenreich: Passione. Liebeserklärung an Musik (2009) 3/5 (1)

Eine Ode an die Oper: Elke Heidenreich erzählt von der Musik, von den Figuren auf der Bühne und ihrer Leidenschaft, vor allem aber immer wieder vom Hören. „Die großen, Jahrhunderte überdauernden Themen sind diese beiden: Liebe und Tod“, sagte Heidenreich bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele 2008. In diesem Sinne versucht sie Hörer und Zuschauer für die großen Werke der Oper zu gewinnen. Fern jeder trockenen Belehrung zeigt die Kritikerin, Moderatorin und Librettistin Elke Heidenreich, dass Musik etwas ist, das jeden angeht, und von etwas spricht, was jeden in seinem eigenen Leben zutiefst betrifft.

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Hanser Belletristik; Auflage: 2 (4. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch

Elke Heidenreich, geboren 1943, lebt in Köln. Sie studierte Germanistik und Theaterwissenschaft und arbeitete bei Hörfunk und Fernsehen. Bei Hanser erschien zuletzt Der Welt den Rücken (Erzählungen, 2002), Rudernde Hunde (mit Bernd Schroeder, Geschichten 2002) und Passione. Liebeserklärung an die Musik (2009).

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Zerrissene Umarmungen (2009) von Pedro Almodóvar 4/5 (1)

Zerrissene Umarmungen: Ost, Various: Amazon.de: Musik

 

 

 

 

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Zerrissene_Umarmungen

Die Nachricht vom Tod des Millionärs und Filmproduzenten Ernesto Martel lässt bei dem blinden Drehbuchautor und früheren Filmregisseur Harry Caine die Erinnerung an die Vergangenheit wieder aufleben. Als auch noch der junge Dokumentarfilmer Ray X – der sich als Ernesto Martels Sohn herausstellt – auftaucht und obskure Andeutungen macht, und als Harrys Ziehsohn Diego nach einem versehentlich eingenommenen Drogencocktail im Krankenhaus landet, beschließt Harry Caine, sich den dunklen Geheimnissen seiner Vergangenheit zu stellen und sie seinen Vertrauten zu erzählen.

Es ist die Geschichte der jungen Lena Rivero, die in einer langen Rückblende erzählt wird. Um Geld für die Behandlung ihres krebskranken Vaters heranzuschaffen, unternimmt sie zunächst einen erfolglosen Versuch, sich als Callgirl zu verdingen. Sie wird dann aber auf Drängen ihres Chefs, des Milliardärs Martel, dessen Geliebte, der dafür die Behandlungskosten übernimmt. Später kann sie Martel davon überzeugen, ihr ihren sehnlichsten Wunsch zu erfüllen und ihr eine Karriere als Schauspielerin zu ermöglichen. Lena wird für die Hauptrolle des Films Chicas y maletas besetzt, bei dem Harry Caine – noch unter seinem richtigen Namen Mateo Blanco – Regie führt. Der chronisch eifersüchtige Ernesto Martel lässt Lena dabei während der Dreharbeiten von seinem gehemmten schwulen Sohn mit einer Videokamera überwachen – nicht zu Unrecht, denn Lena und Mateo beginnen alsbald eine leidenschaftliche Affäre.

Zwischen Lena und Martel kommt es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung, bei der Lena schwer verletzt wird. Nach ihrer Genesung trennt sie sich von Martel und flieht mit Mateo nach Lanzarote. Der Versuch der beiden Liebenden, ein neues Leben zu beginnen, endet jäh in einem Autounfall, bei dem Lena stirbt und Mateo sein Augenlicht verliert.

Nachdem Harry Caine seine Erzählung beendet hat gelingt es ihm, mit Hilfe der Videos von Ernesto Martel junior die Wahrheit über den Unfall herauszubekommen. Um mit der Vergangenheit abzuschließen, nimmt er seinen richtigen Namen wieder an und beginnt, den nie fertiggestellten Film Chicas y maletas nachträglich in eine aufführbare Schnittfassung zu bringen und Lena auf diese Weise ein Denkmal zu setzen.

http://www.zerrisseneumarmungen.de/

http://www.feedly.com/home#track/zerrissene%20umarmungen

http://www.zeit.de/2009/33/Interview-Almodovar

Roberto Rossellinis Reise in Italien im Fernsehen. Sie sieht Ingrid Bergman, die auf ein Liebespaar blickt, das während einer Umarmung bei einem Vulkanausbruch verbrannt und durch die Asche versteinert wurde.

  • Almodóvar’s Lanzarote (guardian.co.uk)

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Paul Auster: Moon Palace (1990) 4/5 (1)

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A contemporary novel which tells the story of Marco Stanley Fogg – orphan, child of the 1960s – spanning three generations. The narrative moves from the early years of this century to the first lunar landings, from Manhattan to the landscape of the American West.

aus wikipedia.de: Der Roman schildert die Suche des jungen Marco Stanley Fogg nach seiner Identität. Paul Auster lässt diese Sinnsuche wechselweise in der Großstadt New York und im „Wilden“ Westen der USA spielen. Vor dem Hintergrund der späten 60er Jahre in den USA mit allen Besonderheiten und Ereignissen wie der Mondlandung oder dem Vietnamkrieg sind wichtige Motive des Romans die Suche nach dem unbekannten Vater, die Bedeutung des Mondes und die Rolle des West-Movements (New-Frontier) in der amerikanischen Geschichte. Der Erzähler in „Moon Palace“ ist gleichzeitig der Protagonist, der im Jahre 1986 auf seine Jugendzeit zurückblickt. Auffällig sind einige biografische Ähnlichkeiten mit dem Autor, zum Beispiel waren beide (Jahrgang 1947) auf der Columbia University in New York, lebten eine Weile in dieser Stadt, teilten eine Leidenschaft für Baseball und hielten sich mit der Übersetzung französischer Texte ins Englische über Wasser.

Der Inhalt lässt sich kurz so darstellen:

  • Marcos Kindheit ohne Mutter bei Uncle Victor – dessen Tod und Marcos finanzielle Probleme in New York
  • aufgrund dessen: Obdachlosigkeit, Leben im Central Park, Rettung durch die Zufallsbekanntschaft mit einem chinesischen Mädchen namens Kitty Wu
  • Beziehung mit ihr und Beginn der Arbeit bei Thomas Effing, einem älteren, egozentrischen, blinden Herrn
  • das Niederschreiben von Effings Lebensgeschichte und seinem Nachruf, sein Tod und Marcos Treffen mit Effings Sohn Solomon
  • Trennung von Kitty und letztlich die Erkenntnis, dass Solomon sein Vater und Effing sein Großvater war
  • nach Solomons Tod Fußmarsch bis zur Pazifikküste und Beginn eines neuen Lebens.

http://en.wikipedia.org/wiki/Moon_Palace
http://www.paulauster.co.uk/moonpalace.htm

  • Paperback: 320 pages
  • Publisher: Faber and Faber (April 1, 1990)
  • ISBN-10: 0571142206
  • ISBN-13: 978-0571142200

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Siri Hustvedt: Die Leiden eines Amerikaners (2008) 4/5 (2)

Aus der Amazon.de-Redaktion
Ihr grandioser Roman Was ich liebte hat Siri Hustvedt, die mit dem Schriftsteller Paul Auster verheiratet ist, auch in Deutschland einem breiten Publikum bekannt gemacht.  Nun hat die US-amerikanische Autorin mit Die Leiden eines Amerikaners einen beeindruckenden Familienroman geschrieben, der zugleich ein sehr persönliches Buch geworden ist. Hustvedt verarbeitet in dem Roman nicht nur ihre Trauer um den eigenen Vater, der 2003 starb, sondern benutzt auch Original-Tagebuchaufzeichnungen ihres Vaters, die sie geschickt in die Handlung einwebt.

Der Roman wird aus der Perspektive des Brooklyner Psychiaters und Psychoanalytikers Erik Davidsen erzählt, dessen Vater vor kurzem gestorben ist. Gemeinsam mit seiner Schwester Inga, einer New Yorker Schriftstellerin, kehrt er ins Elternhaus nach Minnesota zurück, um den Nachlass des Vaters zu sichten. Dabei stoßen sie auf umfangreiche Aufzeichnungen des Vaters, die tiefen Einblick in sein bewegtes Leben als Nachkomme norwegischer Einwanderer geben und eine Reihe von Geheimnissen enthüllen, die Erik und Inga verstören.

Im Laufe des Romans werden aber nicht nur die Geheimnisse des Vaters gelüftet, sondern auch viel Verdrängtes und Leid im Leben der Geschwister kommen ans Licht. Erik ist geschieden und sehr einsam. Er verliebt sich in seine Mieterin, bekommt allerdings nur zu ihrer fünfjährigen Tochter einen richtigen Draht. Inga wird von einer Journalistin verfolgt, die pikante Informationen über ihren verstorbenen Ehemann, den bekannten Schriftsteller Max Blaustein, zu haben scheint. Ihre Tochter Sonia trägt seit dem 11. September Ängste und traumatische Gefühle mit sich und ist unfähig, darüber zu sprechen. So haben alle Personen in Hustvedts Roman traumatische Verluste erlitten und versuchen, diese zu verarbeiten und eine eigene Identität zu finden. Dabei flicht Hustvedt gekonnt neueste Erkenntnisse über Trauma und Gedächtnis aus  Neurobiologie, Kulturtheorie und Psychoanalyse in die Handlung mit ein.

Mit Die Leiden eines Amerikaners hat Hustvedt einen eindringlichen Roman geschrieben, eine berührende Familiengeschichte, die zugleich das Psychogramm einer traumatisierten Gesellschaft entwirft. — Alexandra Plath

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Verlag GmbH (7. März 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498029851
  • ISBN-13: 978-3498029852

Rezension: Die ZEIT, FAZ,

Interview: SPON,

Siehe auch: FR

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Georges Simenon: Das blaue Zimmer (1964) No ratings yet.

 

Das blaue Zimmer befindet sich in dem Hotel von Antoines Bruder. Das blaue Zimmer, Tonys Inbegriff von Leidenschaft und Verderben, hat er elf, zwölfmal benutzt – hier spielte sich die Schlüsselszene ab, die das Schicksal von mindestens fünf Menschen verändern sollte.

Angefangen hat es damit, dass Andrée ihn eines Tages auf der Landstraße anhielt, weil sie eine Panne hatte. Die Frau kannte er schon aus seiner Kindheit. Sie war größer als er und stammte aus einem, sagen wir mal, hochnäsigem Haushalt. Antoine, Tony genannt und italienischer Abstammung, verlor sein Herz schnell an die Frauen, Andrée ließ er links liegen, sie kam ihm so unnahbar vor. An dem Abend, als er von ihr angehalten wurde, änderte sich das. Ein kurzes Geplänkel, dann ging es, um es salopp zu formulieren, im Straßengraben zur Sache. Tony ahnte nicht, dass dieser Seitensprung Folgen haben würde, die vorherigen Seitensprünge waren einfach nur Gelegenheiten… Die konnte ihm seine Frau nicht übel nehmen.

Incarcéré et interrogé par le juge Diem, Antoine dit « Tony » Falcone fait, au fur et à mesure qu’il répond de manière apathique aux questions de la justice, une analyse calme et rétrospective sur sa courte liaison adultère avec Andrée Despierre, une camarade d’école que le hasard a remis sur son chemin quelques mois auparavant. Tony, un vendeur et réparateur de machines agricoles à Saint-Justin-du-Loup dans la région de Poitiers, vit auprès de son épouse, Gisèle, et leur fille de six ans, Marianne, une relation simple d’une famille modeste d’une campagne de province. Issu lui-même d’une famille d’émigrés italiens du Piémont, dont la mère est morte violemment alors que ses fils étaient encore de jeunes enfants, Tony et son frère ont grandi auprès de leur père, le vieux maçon Angelo. Après dix ans loin de son village natal, Tony est revenu avec sa jeune femme fonder son foyer près des siens. Cependant, bel homme et toujours prêt aux rencontres amoureuses sans autre engagement que celui d’assouvir son désir sexuel, il mène également sa vie parallèle avec la complicité de son frère qui tient un hôtel-restaurant dans le village voisin de Triant.

Depuis quelques mois, Tony couche avec Andrée, la triste et en apparence « froide » femme de l’épicier de son village, mariée par raison, qui fascinée depuis toujours par lui s’est offerte un soir sur le bord d’une route et peut depuis assouvir pleinement ses désirs et son amour nourri depuis son enfance. Profondément amoureuse et amante libérée, elle lui demande, lors de leur huitième rencontre clandestine dans la Chambre bleue de l’hôtel fraternel, s’il l’« aime » et « pourrait vivre avec elle » si elle et lui se « rendaient libres ». Tony, ne prêtant aucune attention sérieuse à ces questions répond évasivement plus ou moins par l’affirmative à la première question, en se rhabillant, mais sur le point d’être surpris par Nicolas, le mari d’Andrée, s’enfuit discrètement. Instinctivement il décide dès lors de ne plus revoir Andrée, bien que sa relation sexuelle avec elle était la plus intense et satisfaisante qu’il ait connue. Deux mois plus tard, alors que des lettres de son amante lui indiquent que tout va bien, Nicolas, de santé fragile, meurt dans des conditions qui éveillent des soupçons dans le village et inquiètent Tony. Depuis leur dernière rencontre, il la fuit et trouve refuge dans son foyer — plus tendre que d’habitude pour Giselle et Marianne avec lesquelles il part en vacances, pour la première fois, aux Sables-d’Olonne —, pressentant indistinctement qu’un drame se met en place.

Durant l’hiver, alors qu’ils ne se sont toujours pas revus, Andrée se fait plus insistante et lui écrit un ultime message « À toi! » paradoxalement aussi explicite, sur son attente, qu’ambigu, sur la signification et les moyens. Le malaise de Tony est à son comble jusqu’à la funeste journée du 17 février où, absent tout le jour de la région pour son travail, il est arrêté par les gendarmes à son retour le soir pour le meurtre de sa femme. Dès lors, sidéré, il répond aux diverses questions des juges et expertises, et est inculpé pour empoisonnement de son épouse par de la strychnine mise en quantité létale dans un pot de confiture qu’il avait le matin rapporté de l’épicerie Despierre où Gisèle avait passé commande. Deux exhumations et analyses du corps de Nicolas évoqueraient également un empoisonnement, incertain cependant : Andrée est arrêtée. Les « amants frénétiques », comme le titre la presse, accablés par les témoignages des villageois et celui de la mère Despierre, qui affirme que les étiquettes scellant le pot étaient intactes le matin dans son épicerie, sont reconnus coupables du meurtre de leurs conjoints respectifs et condamnés à la peine de mort commuée en travaux forcés à perpétuité.

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