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Simone de Beauvoir: Das Alter / La Vieillesse (1977 / 1970) No ratings yet.

903516Simone de Beauvoirs Buch über das Alter ragt durch die einzigartige Fülle des ausgebreiteten Materials wie durch die Vielfalt neuer Einsichten und Perspektiven unter allen wissenschaftlichen und philosophischen Abhandlungen dieses Themas hinaus.

Die beharrliche Leidenschaft der Autorin von „Das andere Geschlecht“, die Besessenheit, mit der sie biologische und kunsthistorische Fakten aufspürt und gesellschaftliche Zusammenhänge aufdeckt, ihr Sinn für das bezeichnende biographische Beispiel, für den Stellenwert historischer Vorgänge und gegenwärtiger Entwicklungen, machen dieses Buch zu einer faszinierenden Lektüre.

„Ein einzigartiges Dokument. Die Fähigkeit der Autorin zum Staunen ist mit einer immensen Detailkenntnis verbunden. Ein schockierendes Werk, das sich mit nichts vergleichen läßt“ („L’Express“)

Paperback
Published October 10th 1977 by Rowohlt Taschenbuch (first published January 28th 1970)
Original Title La Vieillesse
ISBN 3499227495 (ISBN13: 9783499227493)
Edition Language German

Anjuta Aigner-Dünnwald (Translator)
Ruth Henry (Translator)

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Simone de Beauvoir: Ein sanfter Tod / Une mort très douce (1964 / 2014) 4/5 (2)

152077«Simone de Beauvoir gehört zu jenen außergewöhnlichen Menschen, die ihre Zeit geprägt haben. Ihr Leben, ihre Werke und ihre Kämpfe haben zum Fortschritt des Bewußtseins der Männer und Frauen von heute in Frankreich und in der Welt beigetragen.» (François Mitterrand)

«Eines der eindrücklichsten Bücher von Simone de Beauvoir handelt vom Tod ihrer eigenen Mutter. Die Schriftstellerin erzählt, wie sie tage- und nächtelang am Sterbebett weilte und wachte; wie sie der Frau, die ihr das Leben geschenkt hatte, in den allerletzten Tagen näherkam. Dem Buch gab Simone de Beauvoir einen wehmütigen, beinahe staunenden Titel: ‹Une mort très douce›. Jetzt ist sie, 78 Jahre alt, ‹so sanft› entschlafen.» (Die ZEIT).

Paperback, Rororo #1016, 112 pages
Published January 12th 2014 (first published October 16th 1964)
Original Title Une mort très douce
ISBN 3499110164 (ISBN13: 9783499110160)
Edition Language German
URL https://www.rowohlt.de/buch/simone-de-beauvoir-ein-sanfter-tod-9783644032811
Paul Mayer (translator)

fr.wikipedia.org – Une mort très douce

Une mort très douce

64161«La journée du mardi se passa bien. La nuit, maman fit des cauchemars. „On me met dans une boîte“, disait-elle à ma sœur. „Je suis là, mais je suis dans la boîte. Je suis moi, et ce n’est plus moi. Des hommes emportent la boîte !“ Elle se débattait : „Ne les laisse pas m’emporter !“ Longtemps Poupette a gardé la main posée sur son front : „Je te promets. Ils ne te mettront pas dans la boîte.“ Elle a réclamé un supplément d’Équanil. Sauvée enfin de ses visions, maman l’a interrogée : „Mais qu’est-ce que ça veut dire, cette boîte, ces hommes ? – Ce sont des souvenirs de ton opération ; des infirmiers t’emportent sur un brancard.“ Maman s’est endormie.»

La mort d’une mère. Celle de l’auteur. Le récit d’une „violence indue“.

Paperback, 124 pages
Published October 10th 2011 by Gallimard (first published October 16th 1964)
Original Title Une mort très douce
ISBN 2070361373 (ISBN13: 9782070361373)
Edition Language French

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Dieter Thomä: Warum Demokratien Helden brauchen.: Plädoyer für einen zeitgemäßen Heroismus (2020) 3/5 (1)

48573248. sy475 Die Demokratie steckt in der schwersten Krise ihrer Geschichte. Menschen sehnen sich seit jeher nach Lichtgestalten. Passt das heute noch in unser aufgeklärtes Weltbild? Ja, sagt Dieter Thomä. Er wendet sich gegen diejenigen, die sich in einer postheroischen Gesellschaft einrichten, und zeigt, wie leblos eine Demokratie ist, in der alle gleich sind. Thomä erklärt, warum heute Menschen gefragt sind, die über sich hinauswachsen und andere motivieren, es ihnen gleich zu tun.

Die Demokratie tut gut daran, das Heldentum nicht denen zu überlassen, die autoritär oder fundamentalistisch denken. Denn sie wird nicht nur von Institutionen zusammengehalten, sondern auch von Individuen, die sich für eine Sache einsetzen, die größer ist als sie selbst. Sie machen aus der Kampfeslust eine Tugend und wagen neue Wege. In der Suche nach den richtigen Helden – und im Streit um sie – schärft eine demokratische Gesellschaft ihr Profil. Gerade in Zeiten, in denen sie unter Druck steht, ist dies unverzichtbar.

Hardcover, 272 pages
Published October 25th 2019 by Ullstein Hardcover
ISBN13 9783550200335

DLF: „Warum Demokratien Helden brauchen“. Die Demokratie kommt ohne Helden aus, so die Auffassung im sogenannten postheroischen Zeitalter. Der Philosoph Dieter Thomä will dieses Denken revidieren: Die Demokratie brauche dringend entschlossene Verteidiger. Sein neues Buch ist ein „Plädoyer für einen zeitgemäßen Heroismus“. Von Änne Seidel 11.11.2019

ZEIT: Blasse Helden. Der Philosoph Dieter Thomä huldigt dem unspektakulären, aber couragierten Demokraten in Zeiten der Demokratiekrise.
Eine Rezension von Jens Hacke DIE ZEIT Nr. 44/2019, 24. Oktober 2019

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Sarah Bakewell: Das Café der Existenzialisten: Freiheit, Sein und Aprikosencocktails (2016) 4.33/5 (3)

31202256. sy475 Wie macht man Philosophie aus Aprikosencocktails? Für Sartre kein Problem: Er machte Philosophie aus einem Schwindelgefühl, aus Voyeurismus, Scham, Sadismus, Revolution, Musik und Sex.

Sarah Bakewell erzählt mit wunderbarer Leichtigkeit, wie der Existenzialismus zum Lebensgefühl einer Generation wurde, die sich nach radikaler Freiheit und authentischer Existenz sehnte.

Paris 1932, im Café Bec-de-Gaz sagt Raymond Aron zu seinem Freund Sartre: „Siehst du, mon petit camarade, wenn du Phänomenologe bist, kannst du über diesen Cocktail sprechen, und das ist dann Philosophie!“ Der einfache Satz war die Geburtsstunde einer neuen Bewegung, die sich in Jazz-Clubs und Cafés verbreitete. Sie inspirierte Musiker und Schriftsteller, erregte Abscheu im Bürgertum und befruchtete Feminismus, Antikolonialismus und 68er-Revolte.

Sarah Bakewell erzählt in diesem Buch erstmals die Geschichte der Existenzialisten. Im Mittelpunkt stehen die Antipoden Heidegger und Sartre, der eine in seiner Hütte im Schwarzwald dem Sein nachsinnend, der andere in Pariser Cafés wie besessen schreibend. Aber es geht auch um Edmund Husserl und Maurice Merleau-Ponty, Simone de Beauvoir, Albert Camus, Iris Murdoch und viele andere. Am Ende sterben die Protagonisten und verlassen das Café.

Doch Sarah Bakewells meisterhafte Kollektivbiographie lässt sie wieder lebendig werden und uns teilhaben an ihren Gesprächen über das Sein, die Freiheit und Aprikosencocktails. Santé!

Rita Seuß (Translator)
Kindle Edition, 448 pages
Published July 18th 2016 by C.H.Beck (first published March 3rd 2016)
Original Title At the Existentialist Café: Freedom, Being, and Apricot Cocktails
ISBN 0701186585 (ISBN13: 9780701186586)
Edition Language English

 
ZEIT: Genug dekonstruiert! Es geht wieder um das Leben, wie es ist: Sarah Bakewell führt eloquent durch „Das Café der Existenzialisten“. Von Iris Radisch 12. Januar 2017, 3:49 Uhr Editiert am 15. Januar 2017, 8:37 Uhr DIE ZEIT Nr. 1/2017, 29. Dezember 2016

literaturkritik: Bewohnte Philosophie. Sarah Bakewell lädt in „Das Café der Existenzialisten“ ein Von Oliver Pfohlmann Erschienen am: 16.02.2017

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Elsemarie Maletzke: Maud Gonne: Ein Leben für Irland (2016) No ratings yet.

29346292. sy475 Sie war der Paradiesvogel des irischen Freiheitskampfs: Maud Gonne, sehr groß, sehr glamourös und sehr eigensinnig. Sie wurde 1866 als Tochter eines englischen Offiziers geboren – und so wie sie Irland liebte, so hasste sie das britische Empire.
Für die Rechtlosen war sie die »Frau von den Feen«, die Wunder bewirkte, für ihre Feinde eine »unkontrollierbare Revolutionärin«.

Sie kämpfte auf Seiten der Pachtbauern gegen die Truppen der Landlords, stritt für republikanische Häftlinge, saß selbst im Gefängnis und gründete die erste politische Frauenorganisation Irlands. Unübersehbar und unüberhörbar forderte sie die Kolonialmacht heraus und riskierte jederzeit eine Kugel oder einen Schlag mit dem Gewehrkolben.

Sie war die große Liebe des Dichters und Nobelpreisträgers W. B. Yeats – und sie führte ein geheimes Doppelleben in Paris als Geliebte eines rechten Politikers und Mutter einer kapriziösen Tochter. Ihre spätere Ehe mit einem irischen Helden wurde zum Fiasko, aber ihr Kampfgeist blieb ungebrochen.

100 Jahre nach dem Oster-Aufstand, dem Fanal der irischen Unabhängigkeit, ist Maud Gonne noch immer eine Ikone des geistigen und militanten Widerstands. Elsemarie Maletzke erzählt anschaulich und unterhaltsam, wie aus der schönen Offizierstochter eine Revolutionärin und Irlands »heilige Johanna« wurde.

Elsemarie Maletzke

Hardcover, 318 pages
Published April 11th 2016 by Insel Verlag
ISBN 3458176748 (ISBN13: 9783458176749)
Edition Language German

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Martha Nussbaum: Gerechtigkeit oder Das gute Leben (1998) 3/5 (1)

1393087Aus den Reflexionen über eine Theorie des Guten gewinnt die Autorin die theoretischen Ressourcen für eine Reformulierung des politischen Liberalismus, die bislang vernachlässigten Problemen wie internationaler Gerechtigkeit und Geschlechtergerechtigkeit Rechnung trägt.

In ihrer Ethik des Guten unternimmt Martha C. Nussbaum eine Neudefinition des Begriffs des Wohlergehens und formuliert mit ihrer Theorie des guten Lebens eine Alternative zu den anthropologisch ausgedünnten deontologischen Moralansätzen.

Paperback, edition suhrkamp
Published December 18th 1998
Original Title
Gerechtigkeit oder Das gute Leben
ISBN 3518117394 (ISBN13: 9783518117392)
Edition Language German

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Siri Hustvedt: Nicht hier, nicht dort. Essays (2000) 2/5 (1)

51099098. sx318 sy475 Siri Hustvedt hat sich mit ihren Romanen «Die unsichtbare Frau» und «Die Verzauberung der Lily Dahl» als Autorin ebenso spannender wie moderner Literatur einen Namen gemacht.

In «Nicht hier, nicht dort» sind nun zum ersten Mal ihre essayistischen Schriften versammelt.

Der Titel ist programmatisch: Hustvedt bezieht ihn auf ihre geographische Herkunft als zwischen den Kulturen aufgewachsene Tochter norwegischer Einwanderer und auf ihren künstlerischen Standpunkt als Beobachterin und Bewahrerin: die Fiktion als Zwilling der Erinnerung, angesiedelt zwischen der realen Welt und der gedachten, gefühlten der Phantasie.

Die Sprache als Mittlerin zwischen diesen Welten steht im Mittelpunkt von Hustvedts Betrachtungen zu Literatur und bildender Kunst: Sie erschließt, ob als Bildsprache des Malers oder als literarische des Schriftstellers, ein komplexes System von changierenden Zeichen und Symbolen, deren Struktur und Bedeutung in unserem Bewusstsein und zugleich außerhalb von uns angelegt sind. ln dieses Zwischenreich blickt man, wenn man in den leeren Spiegel von Vermeers «Annunziata» oder durch «Gatsbys Brille» bei F. Scott Fitzgerald schaut oder wenn man die sprechenden Figurennamen in Charles Dickens’ «Unser gemeinsamer Freund» betrachtet.

An diesen und anderen Beispielen erläutert Hustvedt, wie der künstlerische Schaffensprozess zu Erkenntnis führt. Ein Essay über den puritanischen Dirigismus, mit dem US-amerikanische Gerichte und Institutionen die Sexualität regulieren wollen, erforscht ebenfalls ein Zwischenreich: jenes wiederum stark durch Phantasie, Projektion und Experiment geprägte Feld der Annäherung, in dem jeder erotische Kontakt zwischen Menschen beginnt. Siri Hustvedt unterscheidet, wie in ihren Romanen, nicht streng zwischen ihrer privaten Biographie und ihrem öffentlichen Werk. Im Werk schwingt stets ein Widerhall des Lebens mit. Deshalb ist dieses Buch ein Glücksfall. Es gibt Einblick in ihre Arbeit und in ihr Leben und unterhält zudem auf hohem Niveau.

Hardcover
Published September 1st 2000 by Rowohlt, Reinbek
ISBN 3498029525 (ISBN13: 9783498029524)

literaturkritik.de: Analyse und Sinnlichkeit. Siri Hustvedts Essays „Nicht hier, nicht dort“ Von Ingeborg Gleichauf Erschienen am: 01.03.2001

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Graham Swift: Einen Elefanten basteln : Vom Leben im Schreiben (2004 / 2017) 3/5 (3)

Am Anfang steht der geheime Wunsch, Schriftsteller zu werden. Das Studium in Cambridge muss warten, vorher zieht es den jungen Graham Swift raus in die Welt: Rucksackreisen in Krisengebiete, in der Tasche 50 Pfund für fünf Monate, genug, um das Schicksal herauszufordern.

Erste Höhen kommen früh, erste Tiefen auch.

›Einen Elefanten basteln‹ ist der in Essays, Interviews und Gedichten nachgezeichnete Weg eines Schriftstellers, der in seinen Büchern – auch in diesem  – stets das Terrain des Bekannten verlässt, um sich hinaus ins Unbekannte zu wagen, die einzige Sicherheit: seine Vorstellungskraft.

»Literatur ist ein Impfstoff, der uns vor jenen Seuchen beschützt, wie die Realität sie erzeugen kann. Aber wie alle echten Impfstoffe wirkt auch dieser nur, wenn er Spuren der Seuche selbst enthält, ein Extrakt dessen, dem er sich entgegenstellt.« Graham Swift

Hardcover, 456 pages
Published April 18th 2019 by dtv Verlagsgesellschaft (first published 2004)
Susanne Höbel (Translator)
Original Title Making an Elephant
ISBN13 9783423281843
Edition Language German

literaturkritik.de: Der erschriebene Elefant. Zu Graham Swifts autobiographischem Werk „Einen Elefanten basteln“. Von Jens Liebich Erschienen am: 13.01.2020

FR: Graham Swift: „Einen Elefanten basteln“ – Bis man dann erscheint Judith v. Sternburg 02.07.19 08:00

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Erell Gueguen: La Bretagne 3.25/5 (4)

42324314. sx318 Cette collection documentaire pour les petits développe des encyclopédies complètes, accessibles et modernes.

Elle se propose de devenir une référence d’images tant pour les parents et leurs enfants que pour les enseignants.

À travers 3 grandes parties intitulées « C’est quoi, la Bretagne ? », « Armor, le pays de la mer » et « Argoat, le pays de la forêt », l’enfant découvre les mots qui illustrent une région.

 

Edition Language French
Unknown Binding, 96 pages
Published May 22nd 2013 by Editions Milan
ISBN 2745961721 (ISBN13: 9782745961723)

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Harvey Pekar: The Beats: Die Geschichte der Beat-Literatur – eine Graphic Novel () 2.75/5 (4)

https://i1.wp.com/i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1470850233l/31420787.jpg?w=788&ssl=1In The Beats: A Graphic History, those who were mad to live come back to life through artwork as pulsatingly vibrant as the movement itself. T

old by Harvey Pekar and his frequent artistic collaborator Ed Piskor, and by a range of artists and writers, including feminist comic creator Trina Robbins and Mad magazine artist Peter Kuper, The Beats takes us on a wild tour. From the Benzedrine-fueled antics of Kerouac, Ginsberg, and Burroughs to the painting sessions of Jay DeFeo’s disheveled studio, from the jazz hipsters to beatnik chicks, from Chicago’s beatnik bistro to San Francisco’s famed City Lights bookstore, we see the storied era in all its incarnations.

Hardcover
Published by Walde und Graf (first published March 17th 2009)
Original Title The Beats: A Graphic History
ISBN13 9783037740149
Edition Language German

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Joseph Hanimann: Allez la France!: Aufbruch und Revolte – Porträt einer radikalen Nation (2017) 3/5 (5)

36371074. sy475 „Gott wohnt noch immer in Frankreich, doch er langweilt sich. Über Frankreich, das lange tonangebend war in Europa, ist hysterische Stille eingekehrt.“ Joseph Hanimann

Frankreich ist zu einem großen Rätsel geworden. Das Sehnsuchtsziel so vieler Künstler, Intellektueller und Liebhaber des Laisser-faire, Traumland des Genusses und Inbegriff der Lebensfreude, politischer Taktgeber und revolutionärer Querdenker – all dies scheint Vergangenheit. Einst radikal in seinem Willen zur gesellschaftlichen Veränderung, ist Frankreich nun ebenso radikal in seiner Verweigerung des Wandels.

„Es soll besser werden, aber sich nichts ändern “ – niemand lebt diesen Slogan derzeit so konsequent wie Frankreich.

Dieses Buch ist das kenntnisreiche Porträt eines Landes, das zwischen innerer Erstarrung und revolutionärem Gestus verharrt.

Hardcover, 224 pages
Published September 8th 2017 by Orell Füssli Verlag
ISBN13 9783280056622
Edition Language German

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Zadie Smith: Freiheiten (Feel Free: Essays) (2018 / 2019) 3/5 (4)

42792633. sy475 Zadie Smith ist nicht nur Autorin vieler hochgelobter Romane, sondern sie brilliert auch besonders in dieser kurzen Form, den Essays. Der vorliegende Band zeigt sie politischer denn je, denn Zadie Smith hat viel zu sagen über die zunehmend bedrohliche Verfasstheit der Welt und der Gesellschaft und bezieht sehr persönlich Stellung.

Die Essays sind in fünf Kategorien unterteilt, und alle haben es in sich: »In der Welt« versammelt die politischen Essays, und gerade ihre Gedanken zum Brexit und zu Trump sind vielschichtig und erhellend, authentisch und engagiert.

Die Kapitel »Im Publikum«, »Im Museum«, »Im Bücherregal« und »Freiheiten« erzählen uns ihre Sicht auf kulturelle Ereignisse oder persönlich Erlebtes und geben dabei immer ganz viel über sie selbst preist.

Da sie sich mit schlechter Politik, guten Büchern, amerikanischen Rappern, Facebook und alten Meistern ähnlich gut auskennt, schreibt sie mit leichter Hand und mal böse, mal bewundernd Essays von besonderer Qualität, die uns die Welt schärfer sehen lassen. Ein Muss für jeden politisch denkenden Leser!

Tanja Handels (Translator)
Hardcover, 432 pages
Published May 9th 2019 by Kiepenheuer & Witsch (first published February 6th 2018)
Original Title Feel Free: Essays
ISBN 3462052144 (ISBN13: 9783462052145)
Edition Language German

Feel Free – en.wikipedia

URL https://www.kiwi-verlag.de/buch/freiheiten/978-3-462-05214-5/

Literary Awards
PEN/Diamonstein-Spielvogel Award for the Art of the Essay Nominee for Shortlist (2019), National Book Critics Circle Award for Criticism (2018)

FAZ: Zadie Smith: Besser scheitern. Romane schreiben macht Arbeit – meint Zadie Smith. Was ist ein guter Schriftsteller? Ist Schreiben Ausdruck der eigenen Persönlichkeit oder Flucht vor dem Ich? Warum gibt es so wenig große Romane? Die englische Schriftstellerin Zadie Smith plädiert für eine Poetik des Scheiterns. – Aktualisiert am 28.01.2007-17:16

FAZ: Zadie Smith im Gespräch : Wir waren blind und naiv. Ein Gespräch mit der Schriftstellerin Zadie Smith über ihren neuen Roman „Swing Time“, die Freiheit der neunziger Jahre, den lächerlichen Tony Blair, den Brexit und Toiletten für Transgender. Von Anne Ameri-Siemens – Aktualisiert am 13.08.2017-09:42

FAZ: Interview mit Zadie Smith : Belügt euch nicht! Wir haben die junge Generation verraten. Wir brauchen eine Revolution, die uns vom Internet befreit. Und wir müssen unsere Freiheit verteidigen. Ein Gespräch mit der britischen Schriftstellerin Zadie Smith. Von Anne Ameri-Siemens – Aktualisiert am 05.05.2019-10:30

DLF: Zadie Smith„Freiheiten“ Politisch, radikal individuell und kaum zu kategorisieren. So sind die Essays im Buch der britischen Schriftstellerin Zadie Smith. Anhand präziser Beobachtungen kleiner Begebenheiten identifiziert sie größere gesellschaftliche Trends. Von Katja Ridderbusch 22.07.2019

FR: Zadie Smiths „Freiheiten“: Ein Gespräch über sich und Philip Roth. Arno Widmann 13.07.19 17:58

SZ: Hausapotheke gegen den Zynismus. Zadie Smith betrachtet in ihrem neuen Essayband „Freiheiten“ leichtfüßig und elegant die Gegenwart, Jay-Z und Mark Zuckerberg. Das Spektrum der Texte reicht dabei von politischen Kommentaren bis zum klassischen, literarischen Essay. Obwohl ein leicht nostalgischer Blick auf die Neunzigerjahre durscheint, lehnt sie nicht den technischen Fortschritt an sich ab. Sie verweigert sich lediglich dem Zynismus. Von Juliane Liebert 20. Juni 2019, 10:13 Uhr

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Marcus Tullius Cicero: Cato maior de senectute / Cato der Ältere über das Alter (41 v.Chr. / 2017) 4/5 (3)

 

6697135Cicero war 62, als er die kleine Schrift über das Alter verfasste.

Darin unterhält sich der 84jährige Cato mit Scipio Africanus und Laelius darüber, ob das Alter zu beklagen sei. In der Erörterung mischen sich Persönliches und Grundsätzliches, Biographisches und Historisches, Römisches und Griechisches, Politisches und Philosophisches in glücklicher Weise.

Der Dialog, der zu Ciceros besten Werken zählt, bietet noch heute eine bedenkenswerte Orientierungshilfe bei der Suche nach einem sinnerfüllten Leben.

 

Harald Merklin (Herausgeber und Übersetzer)

Paperback, 141 pages
Published May 6th 2017 by Reclam (first published -44)
Original Title Cato Maior de Senectute
ISBN 3150008034 (ISBN13: 9783150008034)
Edition Language Latin / Deutsch
URL
reclam.de/

Inhalt

Der Aufhänger des Gesprächs besteht darin, dass Laelius und Scipio sich darüber wundern, wie klag- und schmerzlos Cato sein hohes Alter zu ertragen scheint, während die meisten seiner Altersgenossen dazu neigen, sich über den Verfall ihres Körpers und ihres Ansehens zu beklagen.

Die Vorwürfe gegen das Alter seien vier (quattuor reperio causas, cur senectus misera videatur § 5, 15).

  • Es halte von Taten ab (unam quod avocet a rebus gerendis)
  • Es mache den Körper schwach (alteram quod corpus faciat infirmius)
  • Es beraube einen beinahe aller Genüsse (tertiam quod privet omnibus fere voluptatibus)
  • Es sei nicht weit vom Tod entfernt (quartam quod haud procol absit a morte).
Das Alter hält von Taten ab

Die Taten des Alters zeichnen sich nicht durch Kraft, Behändigkeit oder Schnelligkeit (non viribus aut velocitate aut celeritate), sondern durch Voraussicht, Autorität und Entschlusskraft (consilio auctoritate sententia) aus. Cicero zieht zum Vergleich die Tätigkeit eines Steuermanns heran, der nicht auf die Masten steigt oder durch das Schiff läuft, sondern ruhig auf dem Hinterdeck sitzt und dabei aber Wichtigeres vollbringt als alle anderen (§§ 7–8).

Das Alter schwächt den Körper

Nicht allein das Alter macht den Körper schwach. Schwachheit rührt oft von unvernünftigem Lebenswandel her. Außerdem braucht man im Alter weniger Kraft. Trotzdem gilt es, den Geist durch regelmäßige Übung (exercitationes ingeni) zu stärken und so bis zum letzten Atemzug über die Seinen zu herrschen und sich nicht der Vergänglichkeit hinzugeben (§§ 9–11).

Das Alter raubt die Genüsse und die Lust

Lust steht dem vernünftigen Lebenswandel entgegen. Folglich ist es kein Verlust, sondern geradezu ein Geschenk, hiervon befreit zu sein (O praeclarum munus aetatis, siquidem id aufert a nobis, quod est in adulescentia vitiosissimum!). Den Freuden der Lust stellt er die Freuden der geistigen Betätigung, der Pflege von Freundschaft und Gesellschaft gegenüber (§§ 12–18), auch die Beschäftigung mit der Landwirtschaft, ein Lieblingsthema Ciceros (§§ 15–16).

Das Alter ist dem Tod nahe

Die Nähe zum Tod ist nicht nur dem Alter zu eigen. Vielmehr hat der Greis schon das Alter, das der Jüngling zu erreichen hofft (ille vult diu vivere, hic diu vixit). Der Tod ist auch nicht zu fürchten, da dieser entweder die Seele vollständig auslöscht oder aber zu einem ewigen Leben (futurus aeternus) führt (§§ 19–22).

Marcus Porcius Cato der Ältere

Marcus Porcius Cato Censorius, genannt Cato der Ältere, auch Cato der Censor (* 234 v. Chr. in Tusculum; † 149 v. Chr. in Rom), war römischer Feldherr, Geschichtsschreiber, Schriftsteller und Staatsmann. Wiewohl selbst ein homo novus, gilt er als Musterbeispiel eines römischen Konservativen und Pater familias.

https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Porcius_Cato_der_%C3%84ltere

Gaius Laelius (Konsul 140 v. Chr.)

Gaius Laelius war ein Politiker der römischen Republik und Freund des Scipio Aemilianus.

Publius Cornelius Scipio Aemilianus Africanus

Publius Cornelius Scipio Aemilianus Africanus minor Numantinus (* 185 v. Chr.; † 129 v. Chr.), meist Scipio Aemilianus oder „der jüngere Scipio“ zur Unterscheidung vom älteren Scipio Africanus genannt, war ein römischer Feldherr und Staatsmann, der vor allem für die erfolgreiche Belagerung und anschließende Zerstörung Karthagos bekannt ist.

de.wikipedia.org

https://www.gottwein.de/Lat/CicSen/sen01la.php

http://www.thelatinlibrary.com/cicero/senectute.shtml

Cato Maior de Senectute

 

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Martha Nussbaum, Saul Levmore: Älter werden: Gespräche über die Liebe, das Leben und das Loslassen (2018) 2.5/5 (4)

43377299. sy475

We all age differently, but we can learn from shared experiences and insights. The conversations, or paired essays, in Aging Thoughtfully combine a philosopher’s approach with a lawyer-economist’s.

Here are ideas about when to retire, how to refashion social security to help the elderly poor, how to learn from King Lear — who did not retire successfully — and whether to enjoy or criticize anti-aging cosmetic procedures. Some of the concerns are practical: philanthropic decisions, relations with one’s children and grandchildren, the purchase of annuities, and how to provide for care in old age. Other topics are cultural, ranging from the treatment of aging women in a Strauss opera and various popular films, to a consideration of Donald Trump’s (and other men’s) marriages to much younger women.

These engaging, thoughtful, and often humorous exchanges show how stimulating discussions about our inevitable aging can be, and offer valuable insight into how we all might age more thoughtfully, and with zest and friendship.

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Pankaj Mishra: Das Zeitalter des Zorns: Eine Geschichte der Gegenwart (2017) No ratings yet.

36039405. sy475 Wie können wir den Ursprung des Hasses erklären, der unsere Welt überzieht – von Amokläufern über den IS bis hin zu Donald Trump, von rachsüchtigem Nationalismus bis zu Rassismus und Frauenfeindlichkeit in den Sozialen Medien?

Der britisch-indische Intellektuelle Pankaj Mishra gibt in seinem neuen Buch eine überraschende Erklärung. Indem er zunächst den Blick bis hin zurück ins 18. Jahrhundert richtet, zeigt er, wie schon im Prozess der Modernisierung diejenigen, die nicht davon profitiert haben, anfällig für Demagogen waren.

Und alle anderen, die zu spät kamen, zurückgelassen oder ausgegrenzt wurden sind, immer auf erschreckend gleiche Weise reagiert haben: mit Hass auf erfundene Feinde, dem Heraufbeschwören eines imaginären Goldenen Zeitalters und der Selbstermächtigung durch spektakuläre Gewalt.

Heute wie damals treiben Massenpolitik, Technologie und das Streben nach Reichtum und Individualismus Millionen von Menschen ziellos in eine demoralisierte Welt: Entwurzelte, die von der Moderne nicht profitieren – mit denselben schrecklichen Folgen.

Eine brillante und höchst aktuelle Deutung der Gegenwart, wie sie nur ein wahrhaft »globaler Intellektueller« (SZ) vorlegen kann.»

Mit tiefem Verständnis sowohl der westlichen wie der nichtwestlichen Geschichte bekommt Pankaj Mishra, wie niemand vor ihm, das Elend im Herzen dieser gefährlichen Zeiten in den Griff. Das ist das erstaunlichste, überzeugendste und verstörendste Buch, das ich in den letzten Jahren gelesen habe.« Joe Sacco»Zwingend, tiefgründig und genau zur richtigen Zeit.« John Banville

Übersetzt von Michael Bischoff, Laura Su Bischoff
Hardcover, 416 pages
Published June 22nd 2017 by S. FISCHER (first published January 26th 2017)
Original Title Age of Anger: A History of the Present
ISBN 3103972652 (ISBN13: 9783103972658)
Edition Language German

Literary Awards
Orwell Prize Nominee for Longlist (2018)

ZEIT: Pankaj Mishra: „Der Wunsch nach Zerstörung ist Teil moderner Gesellschaften“. Woher kommt die Wut auf der Welt? Der indische Schriftsteller Pankaj Mishra spricht über globalen Terrorismus, das Erbe der Aufklärung und die Verlierer der Geschichte. Interview: Kevin Neuroth 1. Juli 2017

ZEIT: Kampflinie im Herzen. Pankaj Mishra deutet die Verwerfungen des Kapitalismus aus einem Geburtsfehler der europäischen Moderne. Von Stefan Weidner. 12. Juli 2017

DLF: Ein Unbehagen an der Moderne. „Es gibt weit mehr Sehnsüchte, als sich im Zeitalter der Freiheit und des Unternehmertums legitim verwirklichen lassen“, schreibt der indische Essayist Pankaj Mishra in „Das Zeitalter des Zorns“. Sein neues Buch beschreibt das Unbehagen an der Moderne und ist eine Kritik an einem nicht zur Selbstreflexion fähigen Liberalismus. Von Ulrich Rüdenauer 19.07.2017

ZEIT: Zeitalter des Zorns. Endlich einer, der sich einen Reim auf unsere Gegenwart machen kann: Eine Begegnung mit dem globalen Intellektuellen Pankaj Mishra, der wie kein Zweiter die Lebenslügen des Westens entlarvt. Von Jan Roß. 26. Dezember 2019

"Zeitalter des Zorns": Das explosive Gefühl, zu kurz zu kommen: Protest gegen die Rentenreform in Paris.

Das explosive Gefühl, zu kurz zu kommen: Protest gegen die Rentenreform in Paris. © Kiran Ridley/?Getty Images

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