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Elsemarie Maletzke: Maud Gonne: Ein Leben für Irland (2016) No ratings yet.

29346292. sy475 Sie war der Paradiesvogel des irischen Freiheitskampfs: Maud Gonne, sehr groß, sehr glamourös und sehr eigensinnig. Sie wurde 1866 als Tochter eines englischen Offiziers geboren – und so wie sie Irland liebte, so hasste sie das britische Empire.
Für die Rechtlosen war sie die »Frau von den Feen«, die Wunder bewirkte, für ihre Feinde eine »unkontrollierbare Revolutionärin«.

Sie kämpfte auf Seiten der Pachtbauern gegen die Truppen der Landlords, stritt für republikanische Häftlinge, saß selbst im Gefängnis und gründete die erste politische Frauenorganisation Irlands. Unübersehbar und unüberhörbar forderte sie die Kolonialmacht heraus und riskierte jederzeit eine Kugel oder einen Schlag mit dem Gewehrkolben.

Sie war die große Liebe des Dichters und Nobelpreisträgers W. B. Yeats – und sie führte ein geheimes Doppelleben in Paris als Geliebte eines rechten Politikers und Mutter einer kapriziösen Tochter. Ihre spätere Ehe mit einem irischen Helden wurde zum Fiasko, aber ihr Kampfgeist blieb ungebrochen.

100 Jahre nach dem Oster-Aufstand, dem Fanal der irischen Unabhängigkeit, ist Maud Gonne noch immer eine Ikone des geistigen und militanten Widerstands. Elsemarie Maletzke erzählt anschaulich und unterhaltsam, wie aus der schönen Offizierstochter eine Revolutionärin und Irlands »heilige Johanna« wurde.

Elsemarie Maletzke

Hardcover, 318 pages
Published April 11th 2016 by Insel Verlag
ISBN 3458176748 (ISBN13: 9783458176749)
Edition Language German

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Martha Nussbaum: Gerechtigkeit oder Das gute Leben (1998) 3/5 (1)

1393087Aus den Reflexionen über eine Theorie des Guten gewinnt die Autorin die theoretischen Ressourcen für eine Reformulierung des politischen Liberalismus, die bislang vernachlässigten Problemen wie internationaler Gerechtigkeit und Geschlechtergerechtigkeit Rechnung trägt.

In ihrer Ethik des Guten unternimmt Martha C. Nussbaum eine Neudefinition des Begriffs des Wohlergehens und formuliert mit ihrer Theorie des guten Lebens eine Alternative zu den anthropologisch ausgedünnten deontologischen Moralansätzen.

Paperback, edition suhrkamp
Published December 18th 1998
Original Title
Gerechtigkeit oder Das gute Leben
ISBN 3518117394 (ISBN13: 9783518117392)
Edition Language German

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Siri Hustvedt: Nicht hier, nicht dort. Essays (2000) 2/5 (1)

51099098. sx318 sy475 Siri Hustvedt hat sich mit ihren Romanen «Die unsichtbare Frau» und «Die Verzauberung der Lily Dahl» als Autorin ebenso spannender wie moderner Literatur einen Namen gemacht.

In «Nicht hier, nicht dort» sind nun zum ersten Mal ihre essayistischen Schriften versammelt.

Der Titel ist programmatisch: Hustvedt bezieht ihn auf ihre geographische Herkunft als zwischen den Kulturen aufgewachsene Tochter norwegischer Einwanderer und auf ihren künstlerischen Standpunkt als Beobachterin und Bewahrerin: die Fiktion als Zwilling der Erinnerung, angesiedelt zwischen der realen Welt und der gedachten, gefühlten der Phantasie.

Die Sprache als Mittlerin zwischen diesen Welten steht im Mittelpunkt von Hustvedts Betrachtungen zu Literatur und bildender Kunst: Sie erschließt, ob als Bildsprache des Malers oder als literarische des Schriftstellers, ein komplexes System von changierenden Zeichen und Symbolen, deren Struktur und Bedeutung in unserem Bewusstsein und zugleich außerhalb von uns angelegt sind. ln dieses Zwischenreich blickt man, wenn man in den leeren Spiegel von Vermeers «Annunziata» oder durch «Gatsbys Brille» bei F. Scott Fitzgerald schaut oder wenn man die sprechenden Figurennamen in Charles Dickens’ «Unser gemeinsamer Freund» betrachtet.

An diesen und anderen Beispielen erläutert Hustvedt, wie der künstlerische Schaffensprozess zu Erkenntnis führt. Ein Essay über den puritanischen Dirigismus, mit dem US-amerikanische Gerichte und Institutionen die Sexualität regulieren wollen, erforscht ebenfalls ein Zwischenreich: jenes wiederum stark durch Phantasie, Projektion und Experiment geprägte Feld der Annäherung, in dem jeder erotische Kontakt zwischen Menschen beginnt. Siri Hustvedt unterscheidet, wie in ihren Romanen, nicht streng zwischen ihrer privaten Biographie und ihrem öffentlichen Werk. Im Werk schwingt stets ein Widerhall des Lebens mit. Deshalb ist dieses Buch ein Glücksfall. Es gibt Einblick in ihre Arbeit und in ihr Leben und unterhält zudem auf hohem Niveau.

Hardcover
Published September 1st 2000 by Rowohlt, Reinbek
ISBN 3498029525 (ISBN13: 9783498029524)

literaturkritik.de: Analyse und Sinnlichkeit. Siri Hustvedts Essays „Nicht hier, nicht dort“ Von Ingeborg Gleichauf Erschienen am: 01.03.2001

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Graham Swift: Einen Elefanten basteln : Vom Leben im Schreiben (2004 / 2017) 3/5 (3)

Am Anfang steht der geheime Wunsch, Schriftsteller zu werden. Das Studium in Cambridge muss warten, vorher zieht es den jungen Graham Swift raus in die Welt: Rucksackreisen in Krisengebiete, in der Tasche 50 Pfund für fünf Monate, genug, um das Schicksal herauszufordern.

Erste Höhen kommen früh, erste Tiefen auch.

›Einen Elefanten basteln‹ ist der in Essays, Interviews und Gedichten nachgezeichnete Weg eines Schriftstellers, der in seinen Büchern – auch in diesem  – stets das Terrain des Bekannten verlässt, um sich hinaus ins Unbekannte zu wagen, die einzige Sicherheit: seine Vorstellungskraft.

»Literatur ist ein Impfstoff, der uns vor jenen Seuchen beschützt, wie die Realität sie erzeugen kann. Aber wie alle echten Impfstoffe wirkt auch dieser nur, wenn er Spuren der Seuche selbst enthält, ein Extrakt dessen, dem er sich entgegenstellt.« Graham Swift

Hardcover, 456 pages
Published April 18th 2019 by dtv Verlagsgesellschaft (first published 2004)
Susanne Höbel (Translator)
Original Title Making an Elephant
ISBN13 9783423281843
Edition Language German

literaturkritik.de: Der erschriebene Elefant. Zu Graham Swifts autobiographischem Werk „Einen Elefanten basteln“. Von Jens Liebich Erschienen am: 13.01.2020

FR: Graham Swift: „Einen Elefanten basteln“ – Bis man dann erscheint Judith v. Sternburg 02.07.19 08:00

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Erell Gueguen: La Bretagne 3.25/5 (4)

42324314. sx318 Cette collection documentaire pour les petits développe des encyclopédies complètes, accessibles et modernes.

Elle se propose de devenir une référence d’images tant pour les parents et leurs enfants que pour les enseignants.

À travers 3 grandes parties intitulées « C’est quoi, la Bretagne ? », « Armor, le pays de la mer » et « Argoat, le pays de la forêt », l’enfant découvre les mots qui illustrent une région.

 

Edition Language French
Unknown Binding, 96 pages
Published May 22nd 2013 by Editions Milan
ISBN 2745961721 (ISBN13: 9782745961723)

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Harvey Pekar: The Beats: Die Geschichte der Beat-Literatur – eine Graphic Novel () 2.75/5 (4)

https://i1.wp.com/i.gr-assets.com/images/S/compressed.photo.goodreads.com/books/1470850233l/31420787.jpg?w=788&ssl=1In The Beats: A Graphic History, those who were mad to live come back to life through artwork as pulsatingly vibrant as the movement itself. T

old by Harvey Pekar and his frequent artistic collaborator Ed Piskor, and by a range of artists and writers, including feminist comic creator Trina Robbins and Mad magazine artist Peter Kuper, The Beats takes us on a wild tour. From the Benzedrine-fueled antics of Kerouac, Ginsberg, and Burroughs to the painting sessions of Jay DeFeo’s disheveled studio, from the jazz hipsters to beatnik chicks, from Chicago’s beatnik bistro to San Francisco’s famed City Lights bookstore, we see the storied era in all its incarnations.

Hardcover
Published by Walde und Graf (first published March 17th 2009)
Original Title The Beats: A Graphic History
ISBN13 9783037740149
Edition Language German

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Joseph Hanimann: Allez la France!: Aufbruch und Revolte – Porträt einer radikalen Nation (2017) 3/5 (4)

36371074. sy475 „Gott wohnt noch immer in Frankreich, doch er langweilt sich. Über Frankreich, das lange tonangebend war in Europa, ist hysterische Stille eingekehrt.“ Joseph Hanimann

Frankreich ist zu einem großen Rätsel geworden. Das Sehnsuchtsziel so vieler Künstler, Intellektueller und Liebhaber des Laisser-faire, Traumland des Genusses und Inbegriff der Lebensfreude, politischer Taktgeber und revolutionärer Querdenker – all dies scheint Vergangenheit. Einst radikal in seinem Willen zur gesellschaftlichen Veränderung, ist Frankreich nun ebenso radikal in seiner Verweigerung des Wandels.

„Es soll besser werden, aber sich nichts ändern “ – niemand lebt diesen Slogan derzeit so konsequent wie Frankreich.

Dieses Buch ist das kenntnisreiche Porträt eines Landes, das zwischen innerer Erstarrung und revolutionärem Gestus verharrt.

Hardcover, 224 pages
Published September 8th 2017 by Orell Füssli Verlag
ISBN13 9783280056622
Edition Language German

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Zadie Smith: Freiheiten (Feel Free: Essays) (2018 / 2019) 3/5 (4)

42792633. sy475 Zadie Smith ist nicht nur Autorin vieler hochgelobter Romane, sondern sie brilliert auch besonders in dieser kurzen Form, den Essays. Der vorliegende Band zeigt sie politischer denn je, denn Zadie Smith hat viel zu sagen über die zunehmend bedrohliche Verfasstheit der Welt und der Gesellschaft und bezieht sehr persönlich Stellung.

Die Essays sind in fünf Kategorien unterteilt, und alle haben es in sich: »In der Welt« versammelt die politischen Essays, und gerade ihre Gedanken zum Brexit und zu Trump sind vielschichtig und erhellend, authentisch und engagiert.

Die Kapitel »Im Publikum«, »Im Museum«, »Im Bücherregal« und »Freiheiten« erzählen uns ihre Sicht auf kulturelle Ereignisse oder persönlich Erlebtes und geben dabei immer ganz viel über sie selbst preist.

Da sie sich mit schlechter Politik, guten Büchern, amerikanischen Rappern, Facebook und alten Meistern ähnlich gut auskennt, schreibt sie mit leichter Hand und mal böse, mal bewundernd Essays von besonderer Qualität, die uns die Welt schärfer sehen lassen. Ein Muss für jeden politisch denkenden Leser!

Tanja Handels (Translator)
Hardcover, 432 pages
Published May 9th 2019 by Kiepenheuer & Witsch (first published February 6th 2018)
Original Title Feel Free: Essays
ISBN 3462052144 (ISBN13: 9783462052145)
Edition Language German

Feel Free – en.wikipedia

URL https://www.kiwi-verlag.de/buch/freiheiten/978-3-462-05214-5/

Literary Awards
PEN/Diamonstein-Spielvogel Award for the Art of the Essay Nominee for Shortlist (2019), National Book Critics Circle Award for Criticism (2018)

FAZ: Zadie Smith: Besser scheitern. Romane schreiben macht Arbeit – meint Zadie Smith. Was ist ein guter Schriftsteller? Ist Schreiben Ausdruck der eigenen Persönlichkeit oder Flucht vor dem Ich? Warum gibt es so wenig große Romane? Die englische Schriftstellerin Zadie Smith plädiert für eine Poetik des Scheiterns. – Aktualisiert am 28.01.2007-17:16

FAZ: Zadie Smith im Gespräch : Wir waren blind und naiv. Ein Gespräch mit der Schriftstellerin Zadie Smith über ihren neuen Roman „Swing Time“, die Freiheit der neunziger Jahre, den lächerlichen Tony Blair, den Brexit und Toiletten für Transgender. Von Anne Ameri-Siemens – Aktualisiert am 13.08.2017-09:42

FAZ: Interview mit Zadie Smith : Belügt euch nicht! Wir haben die junge Generation verraten. Wir brauchen eine Revolution, die uns vom Internet befreit. Und wir müssen unsere Freiheit verteidigen. Ein Gespräch mit der britischen Schriftstellerin Zadie Smith. Von Anne Ameri-Siemens – Aktualisiert am 05.05.2019-10:30

DLF: Zadie Smith„Freiheiten“ Politisch, radikal individuell und kaum zu kategorisieren. So sind die Essays im Buch der britischen Schriftstellerin Zadie Smith. Anhand präziser Beobachtungen kleiner Begebenheiten identifiziert sie größere gesellschaftliche Trends. Von Katja Ridderbusch 22.07.2019

FR: Zadie Smiths „Freiheiten“: Ein Gespräch über sich und Philip Roth. Arno Widmann 13.07.19 17:58

SZ: Hausapotheke gegen den Zynismus. Zadie Smith betrachtet in ihrem neuen Essayband „Freiheiten“ leichtfüßig und elegant die Gegenwart, Jay-Z und Mark Zuckerberg. Das Spektrum der Texte reicht dabei von politischen Kommentaren bis zum klassischen, literarischen Essay. Obwohl ein leicht nostalgischer Blick auf die Neunzigerjahre durscheint, lehnt sie nicht den technischen Fortschritt an sich ab. Sie verweigert sich lediglich dem Zynismus. Von Juliane Liebert 20. Juni 2019, 10:13 Uhr

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Marcus Tullius Cicero: Cato maior de senectute / Cato der Ältere über das Alter (41 v.Chr. / 2017) 4/5 (3)

 

6697135Cicero war 62, als er die kleine Schrift über das Alter verfasste.

Darin unterhält sich der 84jährige Cato mit Scipio Africanus und Laelius darüber, ob das Alter zu beklagen sei. In der Erörterung mischen sich Persönliches und Grundsätzliches, Biographisches und Historisches, Römisches und Griechisches, Politisches und Philosophisches in glücklicher Weise.

Der Dialog, der zu Ciceros besten Werken zählt, bietet noch heute eine bedenkenswerte Orientierungshilfe bei der Suche nach einem sinnerfüllten Leben.

 

Harald Merklin (Herausgeber und Übersetzer)

Paperback, 141 pages
Published May 6th 2017 by Reclam (first published -44)
Original Title Cato Maior de Senectute
ISBN 3150008034 (ISBN13: 9783150008034)
Edition Language Latin / Deutsch
URL
reclam.de/

Inhalt

Der Aufhänger des Gesprächs besteht darin, dass Laelius und Scipio sich darüber wundern, wie klag- und schmerzlos Cato sein hohes Alter zu ertragen scheint, während die meisten seiner Altersgenossen dazu neigen, sich über den Verfall ihres Körpers und ihres Ansehens zu beklagen.

Die Vorwürfe gegen das Alter seien vier (quattuor reperio causas, cur senectus misera videatur § 5, 15).

  • Es halte von Taten ab (unam quod avocet a rebus gerendis)
  • Es mache den Körper schwach (alteram quod corpus faciat infirmius)
  • Es beraube einen beinahe aller Genüsse (tertiam quod privet omnibus fere voluptatibus)
  • Es sei nicht weit vom Tod entfernt (quartam quod haud procol absit a morte).
Das Alter hält von Taten ab

Die Taten des Alters zeichnen sich nicht durch Kraft, Behändigkeit oder Schnelligkeit (non viribus aut velocitate aut celeritate), sondern durch Voraussicht, Autorität und Entschlusskraft (consilio auctoritate sententia) aus. Cicero zieht zum Vergleich die Tätigkeit eines Steuermanns heran, der nicht auf die Masten steigt oder durch das Schiff läuft, sondern ruhig auf dem Hinterdeck sitzt und dabei aber Wichtigeres vollbringt als alle anderen (§§ 7–8).

Das Alter schwächt den Körper

Nicht allein das Alter macht den Körper schwach. Schwachheit rührt oft von unvernünftigem Lebenswandel her. Außerdem braucht man im Alter weniger Kraft. Trotzdem gilt es, den Geist durch regelmäßige Übung (exercitationes ingeni) zu stärken und so bis zum letzten Atemzug über die Seinen zu herrschen und sich nicht der Vergänglichkeit hinzugeben (§§ 9–11).

Das Alter raubt die Genüsse und die Lust

Lust steht dem vernünftigen Lebenswandel entgegen. Folglich ist es kein Verlust, sondern geradezu ein Geschenk, hiervon befreit zu sein (O praeclarum munus aetatis, siquidem id aufert a nobis, quod est in adulescentia vitiosissimum!). Den Freuden der Lust stellt er die Freuden der geistigen Betätigung, der Pflege von Freundschaft und Gesellschaft gegenüber (§§ 12–18), auch die Beschäftigung mit der Landwirtschaft, ein Lieblingsthema Ciceros (§§ 15–16).

Das Alter ist dem Tod nahe

Die Nähe zum Tod ist nicht nur dem Alter zu eigen. Vielmehr hat der Greis schon das Alter, das der Jüngling zu erreichen hofft (ille vult diu vivere, hic diu vixit). Der Tod ist auch nicht zu fürchten, da dieser entweder die Seele vollständig auslöscht oder aber zu einem ewigen Leben (futurus aeternus) führt (§§ 19–22).

Marcus Porcius Cato der Ältere

Marcus Porcius Cato Censorius, genannt Cato der Ältere, auch Cato der Censor (* 234 v. Chr. in Tusculum; † 149 v. Chr. in Rom), war römischer Feldherr, Geschichtsschreiber, Schriftsteller und Staatsmann. Wiewohl selbst ein homo novus, gilt er als Musterbeispiel eines römischen Konservativen und Pater familias.

https://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Porcius_Cato_der_%C3%84ltere

Gaius Laelius (Konsul 140 v. Chr.)

Gaius Laelius war ein Politiker der römischen Republik und Freund des Scipio Aemilianus.

Publius Cornelius Scipio Aemilianus Africanus

Publius Cornelius Scipio Aemilianus Africanus minor Numantinus (* 185 v. Chr.; † 129 v. Chr.), meist Scipio Aemilianus oder „der jüngere Scipio“ zur Unterscheidung vom älteren Scipio Africanus genannt, war ein römischer Feldherr und Staatsmann, der vor allem für die erfolgreiche Belagerung und anschließende Zerstörung Karthagos bekannt ist.

de.wikipedia.org

https://www.gottwein.de/Lat/CicSen/sen01la.php

http://www.thelatinlibrary.com/cicero/senectute.shtml

Cato Maior de Senectute

 

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Martha Nussbaum, Saul Levmore: Älter werden: Gespräche über die Liebe, das Leben und das Loslassen (2018) 2.5/5 (4)

43377299. sy475

We all age differently, but we can learn from shared experiences and insights. The conversations, or paired essays, in Aging Thoughtfully combine a philosopher’s approach with a lawyer-economist’s.

Here are ideas about when to retire, how to refashion social security to help the elderly poor, how to learn from King Lear — who did not retire successfully — and whether to enjoy or criticize anti-aging cosmetic procedures. Some of the concerns are practical: philanthropic decisions, relations with one’s children and grandchildren, the purchase of annuities, and how to provide for care in old age. Other topics are cultural, ranging from the treatment of aging women in a Strauss opera and various popular films, to a consideration of Donald Trump’s (and other men’s) marriages to much younger women.

These engaging, thoughtful, and often humorous exchanges show how stimulating discussions about our inevitable aging can be, and offer valuable insight into how we all might age more thoughtfully, and with zest and friendship.

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Pankaj Mishra: Das Zeitalter des Zorns: Eine Geschichte der Gegenwart (2017) No ratings yet.

36039405. sy475 Wie können wir den Ursprung des Hasses erklären, der unsere Welt überzieht – von Amokläufern über den IS bis hin zu Donald Trump, von rachsüchtigem Nationalismus bis zu Rassismus und Frauenfeindlichkeit in den Sozialen Medien?

Der britisch-indische Intellektuelle Pankaj Mishra gibt in seinem neuen Buch eine überraschende Erklärung. Indem er zunächst den Blick bis hin zurück ins 18. Jahrhundert richtet, zeigt er, wie schon im Prozess der Modernisierung diejenigen, die nicht davon profitiert haben, anfällig für Demagogen waren.

Und alle anderen, die zu spät kamen, zurückgelassen oder ausgegrenzt wurden sind, immer auf erschreckend gleiche Weise reagiert haben: mit Hass auf erfundene Feinde, dem Heraufbeschwören eines imaginären Goldenen Zeitalters und der Selbstermächtigung durch spektakuläre Gewalt.

Heute wie damals treiben Massenpolitik, Technologie und das Streben nach Reichtum und Individualismus Millionen von Menschen ziellos in eine demoralisierte Welt: Entwurzelte, die von der Moderne nicht profitieren – mit denselben schrecklichen Folgen.

Eine brillante und höchst aktuelle Deutung der Gegenwart, wie sie nur ein wahrhaft »globaler Intellektueller« (SZ) vorlegen kann.»

Mit tiefem Verständnis sowohl der westlichen wie der nichtwestlichen Geschichte bekommt Pankaj Mishra, wie niemand vor ihm, das Elend im Herzen dieser gefährlichen Zeiten in den Griff. Das ist das erstaunlichste, überzeugendste und verstörendste Buch, das ich in den letzten Jahren gelesen habe.« Joe Sacco»Zwingend, tiefgründig und genau zur richtigen Zeit.« John Banville

Übersetzt von Michael Bischoff, Laura Su Bischoff
Hardcover, 416 pages
Published June 22nd 2017 by S. FISCHER (first published January 26th 2017)
Original Title Age of Anger: A History of the Present
ISBN 3103972652 (ISBN13: 9783103972658)
Edition Language German

Literary Awards
Orwell Prize Nominee for Longlist (2018)

ZEIT: Pankaj Mishra: „Der Wunsch nach Zerstörung ist Teil moderner Gesellschaften“. Woher kommt die Wut auf der Welt? Der indische Schriftsteller Pankaj Mishra spricht über globalen Terrorismus, das Erbe der Aufklärung und die Verlierer der Geschichte. Interview: Kevin Neuroth 1. Juli 2017

ZEIT: Kampflinie im Herzen. Pankaj Mishra deutet die Verwerfungen des Kapitalismus aus einem Geburtsfehler der europäischen Moderne. Von Stefan Weidner. 12. Juli 2017

DLF: Ein Unbehagen an der Moderne. „Es gibt weit mehr Sehnsüchte, als sich im Zeitalter der Freiheit und des Unternehmertums legitim verwirklichen lassen“, schreibt der indische Essayist Pankaj Mishra in „Das Zeitalter des Zorns“. Sein neues Buch beschreibt das Unbehagen an der Moderne und ist eine Kritik an einem nicht zur Selbstreflexion fähigen Liberalismus. Von Ulrich Rüdenauer 19.07.2017

ZEIT: Zeitalter des Zorns. Endlich einer, der sich einen Reim auf unsere Gegenwart machen kann: Eine Begegnung mit dem globalen Intellektuellen Pankaj Mishra, der wie kein Zweiter die Lebenslügen des Westens entlarvt. Von Jan Roß. 26. Dezember 2019

"Zeitalter des Zorns": Das explosive Gefühl, zu kurz zu kommen: Protest gegen die Rentenreform in Paris.

Das explosive Gefühl, zu kurz zu kommen: Protest gegen die Rentenreform in Paris. © Kiran Ridley/?Getty Images

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Elisabeth Jacquet: Mon mari et moi : Petit exploration conjugale (2019) 3.67/5 (6)

35667727. sx318 Il y a un homme et une femme. Puis il y a une femme et un mari. « Un jour un homme est devenu mon mari » dit-elle. Mais au fait qu’est-ce qu’un mari ?

Avec humour, sérieux, tendresse ou gravité, Élisabeth Jacquet explore le concept de mari, éternel ou pas, le considère, l’interroge, s’en étonne, cherche des éclaircissements.

Essai sentimental sous forme de précis conjugal, Mon mari et moi conte ce qui se joue au cœur de notre intimité quand nous la partageons avec quelqu’un d’autre.

Après le mariage pour tous, voici un petit livre pour tous sur le mariage.

Hardcover, 144 pages
Published March 21st 2017 by Serge Safran
ISBN13 9791090175655
Edition Language French

Über Elisabeth Jacquet
Elisabeth Jacquet, geboren 1963, hat als Drehbuchautorin, Werbetexterin und Lektorin gearbeitet, bevor sie selbst begann, Romane zu schreiben. In ihren Texten beschäftigt sie sich u.a. mit verschiedenen Formen des Erzählens und fragt sich dabei stets, wie man die Menschen in unserer durchtechnologisierten Zeit zum Lesen bewegen kann. Sie lebt mit ihrem Mann in Paris.

Wären mein Mann und ich andere Menschen geworden, wären wir nicht immer noch verheiratet? Wie und wer wäre ich sonst geworden? Und er? Hätten unsere Körper und unsere Art zu denken andere Formen angenommen?

In kurzen Fragen und Überlegungen setzt sich Élisabteh Jacquet mit dem Zusammenleben von Paaren auseinander. Was macht es mit uns, wenn wir unser tägliches Leben mit einer anderen Person teilen? Wie verändert die Sichtweise des anderen unseren Blick auf die Welt? Und was genau macht eigentlich einen Ehemann aus? Ihre klugen und oft mit leisem Humor formulierten Betrachtungen lassen sich wunderbar als Anstoß zur Reflektion über die eigene Beziehung nutzen.

Hardcover, Piper
Published February 1st 2019
ISBN 3492058922
Edition Language German

 

 

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Stuart Jeffries: Grand Hotel Abgrund: Die Frankfurter Schule und ihre Zeit (2016 / 2019) 3.33/5 (6)

48741605. sx318 Sie überlebten zwei Weltkriege, erlebten den Rassismus, flohen vor dem Nationalsozialismus. Sie entgingen dem Holocaust und überlebten eine Odyssee. Adorno und Horkheimer hatten den Mut, nach dem Krieg aus dem amerikanischen Exil nach Deutschland zurückzukommen, um eine andere, humanere Gesellschaft aufzubauen.

Sie waren großbürgerlich, gebildet und elitär – allen voran ihr Papst, Theodor W. Adorno, und ihr Finanz- und Außenminister, Max Horkheimer. Stuart Jeffries entwirft eine vielschichtige Biographie der Frankfurter Schule, die sich mitten im Zeitalter der Extreme des 20. Jahrhundert ereignet. Mitreißend schildert er, wie Mitte der 20er bis Ende der 60er Jahre ihre gesellschaftlichen Utopien entstehen. Kritisch beobachtet Jeffries, wie die 68er-Bewegung aus der Frankfurter Schule hervorgeht und sich etliche 68er zur Gewalt bekennen. Ironisch hält er fest, wie auch diese Rebellion scheitert und vermerkt bitter, dass die »Schule« geschlossen wird. Und dennoch stellte die Frankfurter Schule fast alles vom Kopf auf die Füße: Entschieden wehrten sie sich gegen die Seilschaften alter Nazis und äußerten sich über Jahrzehnte hinweg unmissverständlich gegen Populismus, rechte Ideologie, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Kapitalismus, Beherrschung von Natur und Mensch. Die deutsche Gesellschaft ist seither eine ganz andere: freier, offener, (selbst-)kritischer.

»Eine fesselnde Geschichte des Lebens und der wichtigsten Ideen der führenden Denker der Frankfurter Schule.«
New York Review of Books

»Eine leicht zugängliche, unterhaltsame Geschichte von einer der beeindruckenderen intellektuellen Bewegungen des 20. Jahrhunderts.«
Owen Hatherley, The Guardian

Susanne Held (Translator)
Hardcover, 509 pages
Published October 13th 2019 by Klett-Cotta (first published 2016)
Original Title Grand Hotel Abyss: The Lives of the Frankfurt School
ISBN 3608964312 (ISBN13: 9783608964318)
Edition Language German

ZEIT: Wenn Söhne rebellieren. Über den Atlantik und zurück: Stuart Jeffries schildert die Geschichte der Frankfurter Schule als global einflussreichen Aufbruch junger jüdischer Intellektueller. Eine Rezension von Alexander Cammann. 21. November 2019

DLF: Stuart Jeffries: „Grand Hotel Abgrund“Als Adorno in New York keine Freunde fand. Von Marko Martin Beitrag vom 07.10.2019

SZ: Gesellschaftstheorie:Denken für die Menschheit. Von Horkheimer bis Habermas: Der britische Publizist Stuart Jeffries führt durch die Geschichte der Frankfurter Schule, die einer ihrer Kritiker als „Grand Hotel Abgrund“ ironisierte. Von Johan Schloemann 4. Oktober 2019, 17:34 Uhr

ZEIT: Dies sonderbare Gespinst aus Raum und Zeit. Dem faszinierenden Denker Walter Benjamin ist eine monumentale Biografie gewidmet. Und die ersten Bände einer neuen, ehrgeizigen Werkausgabe liegen bereits vor. Von Alexander Cammann. 22. April 2010 Quelle: DIE ZEIT, 22.04.2010 Nr. 17

ZEIT: Max Horkheimer – Thema

ZEIT: „Er wusste schon, wer er war“. Vor 50 Jahren starb Theodor W. Adorno. Seine geschwisterliche Freundin Lotte Tobisch erinnert sich an den Großintellektuellen. Interview: Thomas Mießgang. 7. August 2019, 16:50 Uhr Editiert am 9. August 2019, 18:14 Uhr ZEIT Österreich Nr. 33/2019, 8. August 2019

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Éric Vuillard: 14. Juli (2016 / 2019) 3.75/5 (4)

44788973. sy475 Der Sommer 1789 ist herrlich warm und so schön, dass man die Hungersnot im vorangegangenen bitterkalten Winter leicht vergessen kann, zumindest in den Palästen. Im Volk aber wächst die Unzufriedenheit über die Willkür und Dekadenz der herrschenden Klassen, bis die drückende Hitze schließlich kaum mehr auszuhalten ist.

Eines Nachts versammeln sich erste Gruppen in der Dunkelheit. Waffenarsenale werden gestürmt, Theaterrequisiten geplündert.

Aus falschen Speeren werden echte Schlagstöcke.

Die Kirchenglocken in Paris schlagen Alarm, doch zu spät: Am Morgen des 14. Juli hat sich die Menge bereits vor den Toren der Bastille versammelt – sie wird Europa für immer verändern.

Éric Vuillard schildert die Geburtsstunde der französischen Revolution als bildreiches Panorama voller Miniaturen, die uns daran erinnern, dass Freiheit auch Gleichheit aller Menschen vor der Geschichte bedeutet.

„Eine Liebeserklärung an die menschliche Vorstellungskraft in einem überwältigenden Text. Ein Buch mit emotionaler Kraft, das zugleich auch das Elend unserer Zivilisation spiegelt.“ – Le Monde des Livres

Nicola Denis (Translator)
Kindle Edition, 100 pages
Published March 29th 2019 by Matthes & Seitz Berlin Verlag (first published August 17th 2016)
Original Title 14 juillet
ISBN 978-3-95757-519-7

FAZ: Éric Vuillards Revolutionsbuch : Einfach alles zerschmettern? Der Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 Kampfgeschrei im Ohr, Gestank von Schweiß und Kot in der Nase: Éric Vuillard schildert in seinem Roman „14. Juli“ drastisch die Revolution – mit einer fragwürdigen Moral für die Gegenwart. Von Bastian Reinert – Aktualisiert am 02.06.2019-21:50

DLF: Die Namenlosen, die Schafott und Geschichtsbüchern entronnen sind. Eric Vuillard erzählt die (Vor-)Geschichte der Französischen Revolution aus Sicht der Namenlosen mit Sinn fürs Detail. Tempo- und wortreich lässt er so die stickige Juli-Hitze fühlen und die Unruhe, die Paris durchzog. Ein mitreißendes Buch. Von Sigrid Brinkmann Beitrag vom 30.03.2019

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Thomas Bauer: Die Vereindeutigung der Welt. Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt (2018) 3.29/5 (7)

46268836. sy475 Was haben das Verschwinden von Apfelsorten, das Auftreten von Politikern in Talkshows, religiöser Fundamentalismus und der Kunst- und Musikmarkt miteinander gemeinsam? Überall wird Vielfalt reduziert, Unerwartetes und Unangepasstes zurückgedrängt. An die Stelle des eigentümlichen Inhalts rückt vermeintliche Authentizität: Nicht mehr das „was“ zählt, sondern nur noch das „wie“. Thomas Bauer zeigt die Konsequenzen auf, sollten wir diesen fatalen Weg des Verlustes von Vielfalt weiter beschreiten.

Reclam Verlag, Ditzingen 2018
ISBN 9783150194928
Kartoniert, 104 Seiten, 6,00 EUR

Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2013

ZEIT: Das eine tun, das andere nicht lassen. Ein Lob der Widersprüche. Von Franz Schuh 7. März 2018 DIE ZEIT Nr. 11/2018

socialnet: Rezensent Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß

Gabi Reinmann: Im Hosentaschenformat 01. Oktober 2019

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