Schlagwort: Literary-Nonfiction

Wolfgang Schmidbauer: Kassandras Schleier: Das Drama der hochbegabten Frau (2013 / 2018) No ratings yet.

49510665. sx318 sy475 Sie halten still, wenn sie über Dinge belehrt werden, die sie längst wissen. Sie erklären sich für beschränkt, weil sie eine törichte Frage nicht verstehen. So handeln Hochbegabte, die aus Angst vor sozialer Isolation und oft aufgrund traumatischer Erfahrungen ihre geistigen Fähigkeiten unterdrücken.

Der Paartherapeut Wolfgang Schmidbauer hat festgestellt, dass vor allem Frauen dazu neigen, die eigene Intelligenz zu verbergen. In seiner Analyse ergründet er die psychologischen Aspekte der verborgenen, traumatisierten Hochbegabung und verwebt diese mit spannenden Analogien aus der psychoanalytischen Praxis, der Mythologie und Literatur.

Paperback, 224 pages
Published February 19th 2018 by Goldmann Verlag (first published September 1st 2013)
ISBN13 9783442177240
Edition Language German

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Leïla Slimani: Le diable est dans les détails / Warum so viel Hass? No ratings yet.

33375915« Leïla Slimani a reçu le prix Goncourt 2016 pour Chanson douce paru chez ­Gallimard.

Remarquée dès son premier roman, Dans le ­jardin de l’Ogre, publié lui aussi chez ­Gallimard, Leïla Slimani a obtenu un immense succès de librairie.

Ce livre-ci ­rassemble les textes qu’elle a écrits pour Le 1. Six petits bijoux, chacun doté d’une force qui impressionne, servis par une plume déliée, un regard tout en finesse, qu’il s’agisse de courtes nouvelles à la Tchekhov – Le diable est dans les détails – ou de textes engagés : ainsi Intégristes je vous hais, rédigé dans ­l’urgence et la rage au lendemain des attentats du 13 novembre 2015.

Nous vous proposons ainsi de mieux connaître les multiples facettes d’une jeune auteure dont la voix n’a pas fini de nous ­interpeller, tantôt par un murmure, tantôt par un cri. »

Paperback, 64 pages
Published November 2016 by Editions de l’Aube
Original Title Le diable est dans les détails
ISBN 2815921456 (ISBN13: 9782815921459)
Edition Language French

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Jan Bürger: Zwischen Himmel und Elbe: Eine Hamburger Kulturgeschichte (2020) No ratings yet.

55230347. sy475 Hamburg gewann nicht durch Fürsten Bedeutung und auch nicht durch den Klerus. Die Hansestadt wuchs allein durch den Handel und galt für Reisende und Auswanderer lange als Tor zur Welt.

Im Schatten seines riesigen Hafens wurde Hamburg besonders in den vergangenen 150 Jahren zum Schmelztiegel der Kulturen. Dabei wird sein vielfältiges künstlerisches Leben oft übersehen. Mit den städtischen Bahnlinien als Orientierungshilfe erkundet Jan Bürger Hamburgs einzigartige Geschichte, vom Grindel bis zur Mönckebergstraße, von der Elbphilharmonie bis nach Blankenese.

Kenntnisreich und voller Überraschungen erzählt er von Schriftstellern und Gelehrten, Musikern und Malern, von der Gründung der Universität, innovativen Museen und rauschenden Künstlerfesten.

Hardcover, 384 pages
Published August 27th 2020 by C.H. Beck
ISBN13 9783406758140
Edition Language German

URL
https://www.chbeck.de/buerger-zwischen-himmel-elbe/product/31064170

Jan Bürger

DLF: Hamburg für Anfänger. Der Literaturwissenschaftler Jan Bürger folgt Motiven und Menschen durch Hamburg für ein Stadtporträt. Er hat ein Talent für schillernde Zitate und springt gelenkig durch die Jahrhunderte. Doch wichtige Aspekte der Stadtgeschichte bleiben unerzählt. Von Fabian Wolf Beitrag vom 31.10.2020

ZEIT: Mit der U-Bahn zu Telemann, Rühmkorf und den Beatles. Eine Stadt der Pfeffersäcke – aber erstaunlich reich an Kunst: Jan Bürgers grandiose Hamburger Kulturgeschichte. Von Ulrich Greiner 22. Dezember 2020, 16:44 Uhr

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Leïla Slimani: Paroles d’Honneur / Hand aufs Herz (2017 / 2018) 3/5 (1)

36223027. sx318 Leïla Slimani fait la connaissance de Nour, une Marocaine qui lui raconte sans tabou sa sexualité et les tragédies intimes que subissent la plupart des femmes qu’elle connaît.

Ce témoignage poignant, suivi d’autres rencontres à travers le pays, bouleverse la romancière franco-marocaine qui décide de mettre la parole de ces femmes à l’honneur. À travers leurs histoires personnelles, on découvre le drame de la condition sexuelle féminine au Maroc au sein d’une société hypocrite qui condamne le désir et la liberté d’aimer.

Cette BD reportage dépeint sans concession la réalité complexe d’un pays où l’islam est religion d’État et rappelle à chacun de nous l’importance du combat pour les droits fondamentaux de la femme.

Laëtitia Coryn (Illustrator)
Hardcover, 110 pages
Published September 6th 2017 by Les Arènes BD (first published September 5th 2017)
Original Title Paroles d’honneur
ISBN 2352046548 (ISBN13: 9782352046547)
Edition Language French

 

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Tupoka Ogette: exit RACISM. rassismuskritisch denken lernen (2017) No ratings yet.

35213270Obwohl Rassismus in allen Bereichen der deutschen Gesellschaft wirkt, ist es nicht leicht, über ihn zu sprechen. Keiner möchte rassistisch sein, und viele Menschen scheuen sich vor dem Begriff. Das Buch begleitet die Leser*innen bei ihrer mitunter ersten Auseinandersetzung mit Rassismus und tut dies ohne erhobenen Zeigefinger. Vielmehr werden die Leser*innen auf eine rassismuskritische Reise mitgenommen, in deren Verlauf sie nicht nur konkretes Wissen über die Geschichte des Rassismus und dessen Wirkungsweisen erhalten, sondern auch Unterstützung in der emotionalen Auseinandersetzung mit dem Thema.

Übungen und Lesetipps eröffnen an vielen Stellen die Möglichkeit, sich eingehender mit einem bestimmten Themenbereich zu befassen. Über QR-Codes gelangt man zu weiterführenden Artikeln, Videos und Bildern. Ergänzend dazu finden sich in fast jedem Kapitel Auszüge aus sogenannten Rassismus-Logbüchern – anonymisierte Tagebücher, die ehemalige Student*innen von Tupoka Ogette in ihrer eigenen Auseinandersetzung mit Rassismus geführt haben und in denen sie über ihre Emotionen und Gedankenprozesse berichten. Auch Handlungsoptionen kommen nicht zu kurz. Ziel des Buches ist es, gemeinsam mit den Leser*innen eine rassismuskritische Perspektive zu erarbeiten, die diese im Alltag wirklich leben können.

Paperback, 136 pages
Published March 2017 by UNRAST e.V.
ISBN13 9783897712300
Edition Language German

https://www.exitracism.de/

https://www.kursb.uni-jena.de/kursbmedia/materialien/rezensionen/exit_racism.pdf

BR: Diese Antirassismus-Expertin solltest du kennen. Rassismuskritisch denken? Muss man erstmal können, sagt Tupoka Ogette. Sie ist Expertin für Antirassismus und hat das Buch „Exit racism“ geschrieben. Seit neustem betreibt sie auch einen Podcast zum Thema Empowerment. Vier Gründe, warum Du sie genauer anschauen solltest. Was Rassismus-Kritisches Denken betrifft, hinkt Deutschland hinterher. Das sagt die Autorin – und neuerdings auch Podcasterin – Tupoka Ogette. Doch ihre Kritik am strukturellen Rassismus in der Bundesrepublik ist nicht der einzige Grund, warum wir Tupoka Ogette mehr Aufmerksamkeit schenken sollten. Von Malcolm Ohanwe Stand: 17.10.2019
 

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Fatma Aydemir (Editor) e.a.: Eure Heimat ist unser Albtraum (2019) No ratings yet.

44024253. sy475 Was bedeutet es, sich bei jeder Krise im Namen des gesamten Heimatlandes oder der Religionszugehörigkeit der Eltern rechtfertigen zu müssen? Wie viel Vertrauen besteht nach dem NSU-Skandal noch in die Sicherheitsbehörden? Und wie wirkt sich Rassismus auf die Sexualität aus?

Dieses Buch ist ein Manifest gegen Heimat. 14 Autor_innen geben in persönlichen Essays Einblick in ihren Alltag und halten Deutschland den Spiegel vor: einem Land, das sich als vorbildliche Demokratie begreift und gleichzeitig einen Teil seiner Mitglieder als “anders” markiert, kaum schützt oder wertschätzt.

Mit Beiträgen von Fatma Aydemir (Editor), Hengameh Yaghoobifarah (Editor), Simone Dede Ayivi, Max Czollek, Olga Grjasnowa, Enrico Ippolito, Sharon Dodua Otoo, Reyhan Sahin, Sasha Marianna Salzmann, Mithu Sanyal, Nadia Shehadeh, Margarete Stokowski, Deniz Utlu, Vina Yun

Hardcover, 202 pages
Published February 22nd 2019 by Ullstein fünf
Original Title Eure Heimat ist unser Albtraum
ISBN 3961010366 (ISBN13: 9783961010363)
Edition Language German

FAZ: Nervt, bitte! Die Herausgeberinnen der Anthologie „Eure Heimat ist unser Albtraum“ Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah
Bildbeschreibung einblenden „Eure Heimat ist unser Albtraum“: Vierzehn Publizisten und Autoren, die oft nur über die Länder ihrer Eltern, ihrer Großeltern schreiben sollen, widmen sich einem sehr deutschen Begriff. Ja, Ausländer und Kinder von Ausländern nerven, nerven auch Ausländer wie mich. Die Unbekannten, die zu laut Italienisch sprechen in der Bahn. Die Freunde, die orientalisch spät zum Essen kommen. Und die Verwandten, die zu viel kochen, streiten, trinken. Überall nerven sie. Fast überall. Nur nicht im Journalismus, denn dort sind sie – die Ausländer, Migranten, Einwanderer, Flüchtlinge, Aussiedler – Ausnahmen, sind selten Redakteure. Sie schreiben, sprechen meistens dann, wenn deutsche Redakteure was übers Kopftuch wissen wollen und über Erdog?an und Putin und andere Mächtige aus ihren alten Heimatländern oder den Heimatländern ihrer Eltern. Von Anna Prizkau Aktualisiert am 04.03.2019-20:53

SZ: Literatur:Wer hat hier die Füße unter wessen Tisch? In dem Sammelband „Eure Heimat ist unser Albtraum“ loten vierzehn Autorinnen und Autoren, die in erster, zweiter oder dritter Generation in Deutschland leben, aus, was Heimat für sie bedeutet. Das Buch ist trotzdem weit entfernt von der sogenannten „Migrationsliteratur“ früherer Generationen. Hier sprechen Menschen, die Deutschland selbstverständlich als ihre Heimat ansehen und sich vor allem fragen, wo ihr Platz in dieser Heimat ist und wie sie diesen gestalten. Von Verena Mayer 22. März 2019, 16:16 Uhr

literaturkritik.de: Identitätspolitische Scharmützel. 14 Autor_innen gegen Horst Seehofer, die AfD und den NSU. Von Sylke Kirschnick Erschienen am: 25.06.2019

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Svenja Flaßpöhler: Verzeihen: Vom Umgang mit Schuld (2016) 3/5 (2)

29441928. sy475 Verzeihen heißt dem Wort nach: Verzicht auf Vergeltung. Wer verzeiht, bezichtigt nicht länger andere für das eigene Leid, sinnt nicht auf Rache oder juristische Genugtuung, sondern lässt es gut sein.

Aber wie ist ein derartiges Loslassen möglich, das weder gerecht noch ökonomisch noch logisch ist? Lässt sich das Böse verzeihen?

Führt das Verzeihen zu Heilung, gar Versöhnung – oder ereignet es sich jenseits allen Zwecks? Ausgehend von eigenen Erfahrungen ergründet die Philosophin Svenja Flaßpöhler, unter welchen Bedingungen ein Schuldenschnitt im moralischen Sinne gelingen kann.

Sie spricht mit Menschen, denen sich angesichts schwerster Schuld die Frage des Verzeihens in aller Dringlichkeit stellt, und sucht nach Antworten in der Philosophie.

Hardcover, 225 pages
Published March 8th 2016 by Deutsche Verlags-Anstalt
ISBN13 9783421044631
Edition Language German

ZEIT: Moralischer Schuldenschnitt. Wann klappt es mit dem Verzeihen? Svenja Flaßpöhler will das mit Fallbeispielen klären. Von Caroline Rehner 1. September 2016, DIE ZEIT Nr. 35/2016, 18. August 2016

Leider brechen die prägnanten Abhandlungen zu diversen Aspekten des Verzeihens immer dann ab, wenn eine These, eine Entscheidung oder wenigstens die Skizze einer Antwort verlangt wäre. Stattdessen folgt wieder ein Fallbeispiel oder eine neue Szene im Strang über die eigene Mutter. „Das Verzeihen zu verstehen und auszuloten bis an seine Grenzen“: Das war das erklärte Ziel der Autorin. Es bleiben jedoch zu viele Gedanken dort, wo sie schwierig werden, zu früh am Wegesrand zurück. Und es ist am Ende ebenfalls fraglich, ob sich Philosophie tatsächlich derart unmittelbar auf die reale Lebenswelt anwenden lässt, wie es hier versucht wird. So wird der Leser zwar durchaus inspiriert aus der Lektüre entlassen, aber auch mit dem Gefühl, vieles nur gestreift und kaum durchdrungen zu haben.

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Susanne Boshammer: Die zweite Chance Warum wir (nicht alles) verzeihen sollten (2020) 3.5/5 (2)

https://i2.wp.com/c95871.ssl.cf3.rackcdn.com/4sSLNAw9IP_assets/images/4sSLNAw9IP_Zoom.jpg?resize=584%2C898&ssl=1Die Philosophieprofessorin Susanne Boshammer diskutiert anregend und anschaulich, was es bedeutet, zu verzeihen. Allgemein gilt verzeihen zu können als Heilmittel für seelische Wunden und als Signal der Nächstenliebe.

Die Bereitschaft zu verzeihen genießt einen guten Ruf. Oft bewundern wir Menschen, die dazu fähig sind, denn jeder weiß, wie schwer das sein kann. Doch ist es wirklich immer richtig?

Welche Gründe sprechen dafür, welche dagegen, jemanden einen zweite Chance zu geben?

Haben wir manchmal nicht sogar die Pflicht, hart zu bleiben – um uns selbst zu schützen, für Gerechtigkeit zu sorgen oder unsere Selbstachtung zu wahren? Und was ist, wenn jemand keinerlei Reue zeigt?

Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2020
ISBN 9783498006815
Gebunden, 240 Seiten, 25,00 EUR

DLF: Warum wir nicht alles verzeihen sollten. Wir alle machen Fehler. Umso wichtiger ist es, dass wir einander verzeihen können. Aber können und sollten wir alles verzeihen? Werden wir uns selbst und anderen damit in jedem Fall gerecht? Die Philosophin Susanne Boshammer hat da ihre Zweifel. Beitrag vom 19.07.2020 Moderation: Stephanie Rohde

ZEIT: Gegen unseren Zorn. Susanne Boshammer plädiert fürs Verzeihen. Eine Rezension von Sarah Pines 29. Juli 2020, 16:52 Uhr Editiert am 4. August 2020, 20:28 Uhr DIE ZEIT Nr. 32/2020, 30. Juli 2020

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Fred Vargas: Petit traité de toutes vérités sur l’existence / Vom Sinn des Lebens, der Liebe und dem Aufräumen von Schränken (2001 / 2004)) 3/5 (2)

1508218[…]

par son humble épaisseur, le traité bienfaisant peut tenir dans toutes les poches et se glisser, discret, puissant et délassant, dans la ceinture du pantalon, la manche du sari, la robe du Bédouin. Au moindre doute surgissant inopinément sur l’existence, il est là, à portée de la main reconnaissante. En un prompt regard, le problème se voit résolu. […]

Car il ne s’agit pas ici de vous fourguer un texte abscons sans queue ni tête qui se déviderait pêle-mêle au gré de la fantaisie de l’auteur. Ce serait là un manque de charité et de bon sens contraire à l’objectif de cet opus : structure, clarté, concision et résolutions, tel doit être un bon traité des vérités de la vie.

Paperback, Librio, 93 pages
Published August 24th 2004 by J’ai lu (first published 2001)
Original Title Petit traité de toutes vérités sur l’existence
ISBN 2290340510 (ISBN13: 9782290340516)
Edition Language French

 

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Julian Barnes: The Man in the Red Coat / Der Mann im roten Rock (2019 / 2021) 3.33/5 (3)

56644641. sy475 Julian Barnes lässt uns teilhaben am Leben von Dr. Samuel Pozzi (1846–1918), dem damals bekannten Arzt, Pionier auf dem Gebiet der Gynäkologie und Freigeist, ein intellektueller Wissenschaftler, der seiner Zeit weit voraus war: So führte er Hygienevorschriften vor Operationen in Frankreich ein und übersetzte Darwin ins Französische.

Julian Barnes zeichnet das Bild einer ganzen Epoche am Beispiel dieses charismatischen Mannes. Man kann Julian Barnes nur bewundern: Kenntnisreich, elegant und akribisch recherchiert, beschreibt er das privat turbulente Leben Dr. Pozzis und erzählt Kulturgeschichten über den Fin de Siècle und seine Protagonistinnen und Protagonisten: Maler, Politiker, Künstler, Schauspieler, Schriftsteller.

Dr. Pozzi reiste, um Erkenntnisse zu gewinnen, und stand für einen engen Austausch zwischen England und dem Kontinent.

Julian Barnes beleuchtet diese fruchtbaren Beziehungen und schreibt zugleich ein spannendes Plädoyer, an der Idee Europas festzuhalten.

Hardcover, 304 pages
Published January 14th 2021 by Kiepenheuer&Witsch (first published November 7th 2019)
Original Title The Man in the Red Coat
ISBN 3462054767 (ISBN13: 9781473574038)
Edition Language German

Setting
Paris, 1885 (France)

de.wikipedia.org

WDR: Julian Barnes – Der Mann im roten Rock Von Ulrich Rüdenauer Julian Barnes neues Buch „Der Mann im roten Rock“ ist ein geistreicher, fulminanter Essay über die Kunst und das Leben – und zugleich das Plädoyer für ein weltoffenes Europa. WDR 3 Buchkritik. 14.01.2021.

 

ZEIT: Eine glänzende Epoche. Von Paris nach London und zurück: Julian Barnes führt in seinem Buch „Der Mann im roten Rock“ durch diese Metropolen vor 1900 und erzählt von märchenhaften Salons, von Eitelkeit, Kunst, Prominenz und einem faszinierenden kulturellen Aufbruch. Von Susanne Mayer 17. März 2021, 17:00 Uhr ZEIT Literatur Nr. 12/2021, 18. März 2021

 

DLF Kultur: Wimmelbild der Belle Époque Von Sigrid Löffler – Patchwork aus Klatsch und Tratsch, Streitereien, Duellen aus nichtigem Anlass und allerhand ästhetischen und sexuellen Exzessen: So beschreibt Julian Barnes die Belle Époque.

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Erich Kästner: Das Blaue Buch: Geheimes Kriegstagebuch 1941 – 1945 2.67/5 (3)

35674899. sy475 Nachdem Erich Kästner 1933 von den Nazis als Autor verboten worden war, entschloss er sich, ein geheimes Tagebuch zu führen. Dazu griff er auf ein blau eingebundenes, unbeschriftetes Buch zurück, das er zwischen den anderen viertausend Bänden seiner Bibliothek versteckte. Aus Sicherheitsgründen fertigte Kästner seine Aufzeichnungen außerdem stenografisch an.

Von 1941 bis zum Kriegsende schrieb Erich Kästner auf, was sich an der Front und in Berlin ereignete, notierte Heeresberichte und Massenexekutionen ebenso wie die Kneipenwitze über Goebbels und Hitler, die schon bald nur noch hinter vorgehaltener Hand gemacht wurden. Er dokumentiert seinen zunehmend von Stromsperren und Bombenangriffen geprägten Alltag bis zur bedingungslosen Kapitulation im Mai 1945 und berichtet, was sich in den Monaten danach abspielte.

Die jetzt vorliegende, von Sven Hanuschek zusammen mit Silke Becker und Ulrich von Bülow herausgegebene und umfangreich kommentierte Ausgabe umfasst neben Kästners Kriegstagebuch auch seine gesammelten Notizen für einen Roman über das »Dritte Reich«, ein umfangreiches Vorwort sowie zahlreiche Zeitungsartikel, die Erich Kästner im Blauen Buch aufbewahrte.

Hrsg: Sven Hanuschek, Ulrich von Bülow, Silke Becker
Hardcover, 432 pages
Published February 9th 2018 by Atrium Zürich
Original Title  Das Blaue Buch: Geheimes Kriegstagebuch 1941 – 1945
ISBN 3855350191 (ISBN13: 9783855350193)
Edition Language  German

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Hannah Arendt: Vita activa oder Vom tätigen Leben / The Human Condition (1958 / 2007) 4.75/5 (4)

https://i1.wp.com/www.piper.de/uploads/_processed_/3/0/csm_produkt-10006698_c7204a4ef4.jpg?w=788&ssl=1Hannah Arendts politische Theorie kritisiert die Reduktion tätigen Lebens auf Arbeit und Konsum und insistiert auf dem Freihalten und der Erweiterung der Öffentlichkeit.

Was tun wir eigentlich, wenn wir tätig sind? Wie kommt es, dass Arbeit – in der Antike noch verachtet und bevorzugt Sklaven überlassen – in unserer modernen Gesellschaft zur höchsten Tätigkeit aufsteigen konnte? Das sind die Fragen, die im Mittelpunkt von Hannah Arendts 1958 erschienenem Buch Vita activa oder Vom tätigen Leben stehen. Arendt kritisiert die neuzeitliche Tendenz, Arbeit zu verherrlichen, politisches Handeln dagegen als sinnlos und überflüssig zu betrachten. Die Konsequenz einer solchen Haltung ist, dass der Mensch nicht mehr in seiner Welt beheimatet ist, der technischen Entwicklung nicht folgen kann und sich willenlos in den ewigen Kreislauf von Arbeiten und Konsumieren einfügt. Doch Arendt zeichnet die Situation nicht als ausweglos. Im gemeinsamen, öffentlichen Handeln erkennt sie die Chance des Menschen, seine Entfremdung von der Welt zu überwinden. Statt sich in private Hobbys oder Konsum zu flüchten, müsse er politisch aktiv werden und immer wieder einen Neuanfang setzen. Mitunter wirkt das Buch wie elitäre Kulturkritik. Doch Arendts scharfe Analyse der „Jobholdergesellschaft“, in der das Individuum funktionieren muss, um sich zu erhalten, ist bis heute hochaktuell.

by getabstract

Paperback, 484 pages
Published 2007 by Piper Verlag (first published 1958)
Original Title The Human Condition
ISBN 3492236235 (ISBN13: 9783492236232)
Edition Language German

de.wikipedia.org

Zusammenfassung

Noch eine Zusammenfassung

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Frank Wegner & Katharina Raabe (Hrsg.): Warum Lesen: Mindestens 24 Gründe (2020) 4/5 (3)

52765287. sy475 Ein Lesebuch als ein Buch über das Lesen, eine Anthologie, die das welt- und selbsterschließende Abenteuer des Lesens beschreibt, seziert und feiert. Wie sich die Erfahrungen des digitalen Wandels aufs Lesen auswirken, ob das Buch als »Leitgestirn des Wissens« (Michael Hagner) in den Hintergrund tritt, auch solche Fragen stellen sich.

Es kommen hier Romanschriftsteller, Lyriker, Dramatiker, Philosophen, Anthropologen, Soziologen, Neurologen zu Wort. Sie alle nehmen sich die Freiheit, auf ihre Weise mit dem Thema umzugehen. Und liefern eine Theorie, eine Erzählung, eine Szene, eine Anekdote ab, eine Erläuterung des eigenen Lesens, beispielsweise anhand formativer Lektüren, ein Gedicht, eine Zeichnung, ein Foto.

Über die multidisziplinäre Anlage dieser Anthologie wird die Vielgestaltigkeit des Phänomens entsprechend facetten- und perspektivenreich in den Blick gebracht.

Sind wir, was wir gelesen haben? Schärft Lesen die Wahrnehmung? Den Sozialsinn? Was geschieht im Gehirn, wenn wir lesen? Gibt es ein illegitimes Lesen? Ein ekstatisches? Liest man alt anders als jung? Wie las man in der DDR? Was liest man im Krieg? Was bedeutet Lesen in unserer heutigen Abstiegsgesellschaft? Macht Nicht-Lesen am Ende glücklicher?

Mit Beiträgen von: Aleida Assmann, Marcel Beyer, Rachel Cusk, Annie Ernaux, Durs Grünbein, Jürgen Habermas, Michael Hagner, Eva Illouz, Rahel Jaeggi, Hans Joas, Dževad Karahasan, Esther Kinsky, Thomas Köck, Sibylle Lewitscharoff, Enis Maci, Nicolas Mahler, Friederike Mayröcker, Oliver Nachtwey, Katja Petrowskaja, Andreas Reckwitz, Jan Philipp Reemtsma, Hartmut Rosa, Clemens Setz, Wolf Singer, Andrzej Stasiuk, Maria Stepanova, J.J. Sullivan, Alejandro Zambra, Serhij Zhadan

 

  • Clemens J. Setz Der Fall des Henry Bemis 10
  • Katja Petrowskaja Tausendundein Buch 15
  • Andreas Reckwitz Kleine Genealogie des Lesens 31
  • Friederike Mayröcker kannst du mir die Welt erklären? 46
  • Marcel Beyer Lesen im Kaninchenbau 50
  • Eva Illouz Dreimal Lesen 61
  • Annie Ernaux Trennen, Verbinden 79
  • Rachel Cusk Annie Ernaux lesen 89
  • Jürgen Habermas Warum nicht lesen? 99
  • Nicolas Mahler Warum Comics lesen? 124
  • Thomas Köck Autonomie und Unsinn 131
  • Wolf Singer Immaterielle Realitäten 148
  • Esther Kinsky The Lie of the Land 164
  • Serhij Zhadan Die guten schlechten Bücher 182
  • Hartmut Rosa Vom Wunder narrativer Resonanz 196
  • Dzevad Karahasan Stille Ekstase 218
  • Alejandro Zambra Fragen eines lesenden Vaters 232
  • Maria Stepanova In einer fremden Haut 241
  • Michael Hagner Lionel, der Leser 255
  • Sibylle Lewitscharoff Das wild schlagende Leseherz 271
  • Hans Joas Bitte um Auskunft 285
  • John Jeremiah Sullivan Im Kiefernwald 295
  • Oliver Nachtwey Lesen in der regressiven Moderne 305
  • Enis Maci EXIT DOES NOT EXIST 321
  • Katharina Raabe & Frank Wegner Einladung ins Freie 329
  • Anmerkungen 335
  • Biographien 341
  • Nachweise 347

Hardcover, 350 pages
Published June 21st 2020 by Suhrkamp Verlag
ISBN 3518073990 (ISBN13: 9783518073995)
Edition Language German

Literaturkritik: Weil das Leben zu viel ist? Katharina Raabe und Frank Wegner haben in „Warum lesen?“ Antworten auf eine grundlegende Frage zusammengestellt Erschienen am: 19.02.2021

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Erich Kästner: Notabene 45. Ein Tagebuch (1961 / 2018) 3.5/5 (2)

Notabene 45. Ein TagebuchErich Kästners Aufzeichnungen über das Ende des Zweitens Weltkriegs – ein einzigartiger Bericht und ein zeitloser Aufruf zu Mitmenschlichkeit.

Notabene 45, Kästners literarisches Tagebuch, nachträglich entstanden aus seinen Notizen, die er in der ersten Hälfte des Jahres 1945 anfertigte, ist eine sarkastische und messerscharfe, erschütterte und erschütternde Schilderung der letzten Monate der NS-Zeit und des Alltags in den Zeiten des schwierigen Neubeginns: ein einzigartiges Zeitdokument und ein zeitloser Aufruf zu Mitmenschlichkeit.

Paperback, 246 pages
Published 2018 by Atrium Verlag AG (first published April 2nd 1961)
Original Title
Notabene 45. Ein Tagebuch
ISBN13
9783038820192
Edition Language
German

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Simone de Beauvoir: Das Alter / La Vieillesse (1977 / 1970) No ratings yet.

903516Simone de Beauvoirs Buch über das Alter ragt durch die einzigartige Fülle des ausgebreiteten Materials wie durch die Vielfalt neuer Einsichten und Perspektiven unter allen wissenschaftlichen und philosophischen Abhandlungen dieses Themas hinaus.

Die beharrliche Leidenschaft der Autorin von „Das andere Geschlecht“, die Besessenheit, mit der sie biologische und kunsthistorische Fakten aufspürt und gesellschaftliche Zusammenhänge aufdeckt, ihr Sinn für das bezeichnende biographische Beispiel, für den Stellenwert historischer Vorgänge und gegenwärtiger Entwicklungen, machen dieses Buch zu einer faszinierenden Lektüre.

„Ein einzigartiges Dokument. Die Fähigkeit der Autorin zum Staunen ist mit einer immensen Detailkenntnis verbunden. Ein schockierendes Werk, das sich mit nichts vergleichen läßt“ („L’Express“)

Paperback
Published October 10th 1977 by Rowohlt Taschenbuch (first published January 28th 1970)
Original Title La Vieillesse
ISBN 3499227495 (ISBN13: 9783499227493)
Edition Language German

Anjuta Aigner-Dünnwald (Translator)
Ruth Henry (Translator)

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