SchlagwortPhilosophy

Yuval Noah Harari: Homo Deus. Eine Geschichte von Morgen (2015 / 2017) 4.14/5 (7)

Homo Deus: Eine Geschichte von MorgenIn seinem Kultbuch Eine kurze Geschichte der Menschheit erklärte Yuval Noah Harari, wie unsere Spezies die Erde erobern konnte. In „Homo Deus“ stößt er vor in eine noch verborgene Welt: die Zukunft. Was wird mit uns und unserem Planeten passieren, wenn die neuen Technologien dem Menschen gottgleiche Fähigkeiten verleihen – schöpferische wie zerstörerische – und das Leben selbst auf eine völlig neue Stufe der Evolution heben? Wie wird es dem Homo Sapiens ergehen, wenn er einen technikverstärkten Homo Deus erschafft, der sich vom heutigen Menschen deutlicher unterscheidet als dieser vom Neandertaler? Was bleibt von uns und der modernen Religion des Humanismus, wenn wir Maschinen konstruieren, die alles besser können als wir? In unserer Gier nach Gesundheit, Glück und Macht könnten wir uns ganz allmählich so weit verändern, bis wir schließlich keine Menschen mehr sind.

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Yuval Noah Harari: Eine kurze Geschichte der Menschheit (2011 / 2015) 4.14/5 (7)

Eine kurze Geschichte der MenschheitWie haben wir, Homo Sapiens, es geschafft, den Kampf der sechs menschlichen Spezies ums Überleben für uns zu entscheiden? Warum ließen unsere Vorfahren, die einst Jäger und Sammler waren, sich nieder, betrieben Ackerbau und gründeten Städte und Königreiche? Warum begannen wir, an Götter zu glauben, an Nationen, an Menschenrechte? Warum setzen wir Vertrauen in Geld, Bücher und Gesetze und unterwerfen uns der Bürokratie, Zeitplänen und dem Konsum? Und hat uns all dies im Lauf der Jahrtausende glücklicher gemacht?

Vor 100 000 Jahren war Homo sapiens noch ein unbedeutendes Tier, das unauffällig in einem abgelegenen Winkel des afrikanischen Kontinents lebte. Unsere Vorfahren teilten sich den Planeten mit mindestens fünf weiteren menschlichen Spezies, und die Rolle, die sie im Ökosystem spielten, war nicht größer als die von Gorillas, Libellen oder Quallen. Vor 70 000 Jahren dann vollzog sich ein mysteriöser und rascher Wandel mit dem Homo sapiens, und es war vor allem die Beschaffenheit seines Gehirns, die ihn zum Herren des Planeten und zum Schrecken des Ökosystems werden ließ. Bis heute hat sich diese Vorherrschaft stetig zugespitzt: Der Mensch hat die Fähigkeit zu schöpferischem und zu zerstörerischem Handeln wie kein anderes Lebewesen. Und die Menschheit steht jetzt an einem Punkt, an dem sie entscheiden muss, welchen Weg sie von hier aus gehen will.

Jürgen Neubauer (Translator)

Paperback, 528 pages
Published February 20th 2015 by Pantheon Verlag (first published 2011)
Original Title
ISBN 3570552691 (ISBN13: 9783570552698)
Edition Language German
Literary Awards
Royal Society of Biology General Book Prize Nominee (2015), J. A. Hollon palkinto (2017)

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Gisela von Wysocki: Wiesengrund (2016) 2.6/5 (5)

Wiesengrund

Sterne sind aus Plasma und Gas gemacht. Der Vater muss es wissen, ein weit über Salzburg hinaus bekannter Astrophysiker. Hanna Werbezirk hält sie trotzdem für ewig. Und hat wenig Lust, ihm als Assistentin in seinem astronomischen Labor zu dienen. Im Nachtstudio hört sie heimlich die Vortragsfolge eines Autors, dessen Name sie sich merken wird. Wiesengrund. Er könnte hilfreich sein, für sie die Frage nach der Beschaffenheit der Sterne zu klären. Seine Worte, wendig und wandlungsfähig, eröffnen ihr den Blick in eine Welt mit eigenen Gesetzen. Das Gefühl einer Komplizenschaft mit dem radiophonen Mitternachtsbesucher macht aus der Lektüre seiner Schriften ein von Herzklopfen begleitetes Ereignis.

Als Studentin der Philosophie reist Hanna einige Jahre später nach Frankfurt am Main, um Wiesengrund in natura zu erleben – und gerät in gänzlich neue Sphären. Die politischen Turbulenzen der Zeit wirken auch in ihre neuen Lebensverhältnisse hinein. Vor allem aber steht sie jenem magischen Feld gegenüber, das sie selbst um den hazardeurhaften Denker errichtet hat.

  • Hardcover, 264 pages
  • Published September 11th 2016 by Suhrkamp
  • ISBN 3518425498 (ISBN13: 9783518425497)
  • Edition Language German

 

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Didier Eribon: Rückkehr nach Reims (2016, orig. 2009) 4/5 (6)

Rückkehr nach Reims Als sein Vater stirbt, reist Didier Eribon zum ersten Mal nach Jahrzehnten in seine Heimatstadt. Gemeinsam mit seiner Mutter sieht er sich Fotos an – das ist die Ausgangskonstellation dieses Buchs, das autobiografisches Schreiben mit soziologischer Reflexion verknüpft.

Eribon realisiert, wie sehr er unter der Homophobie seines Herkunftsmilieus litt und dass es der Habitus einer armen Arbeiterfamilie war, der es ihm schwer machte, in der Pariser Gesellschaft Fuß zu fassen. Darüber hinaus liefert er eine Analyse des sozialen und intellektuellen Lebens seit den fünfziger Jahren und fragt, warum ein Teil der Arbeiterschaft zum Front National übergelaufen ist.

Das Buch sorgt seit seinem Erscheinen international für Aufsehen. So widmete Édouard Louis dem Autor seinen Bestseller »Das Ende von Eddy«.

  • Paperback, edition suhrkamp, 240 pages
  • Published May 8th 2016 by Suhrkamp (first published September 30th 2009)
  • Original Title Retour à Reims
  • ISBN13 9783518072523
  • Edition Language German

 

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Sibylle Lewitscharoff: Blumenberg (2011) No ratings yet.

 

Cover: Blumenberg
Suhrkamp Verlag, Berlin 2011
ISBN-10 3518422448
ISBN-13 9783518422441
Gebunden, 220 Seiten, 21,90 EUR

Klappentext

Groß, gelb, gelassen: mit berückender Selbstverständlichkeit liegt eines Nachts ein Löwe im Arbeitszimmer des angesehenen Philosophen Blumenberg. Die Glieder bequem auf dem Bucharateppich ausgestreckt, die Augen ruhig auf den Hausherrn gerichtet. Der gerät, mit einiger Mühe, nicht aus der Fassung, auch nicht, als der Löwe am nächsten Tag in seiner Vorlesung den Mittelgang herabtrottet, sich hin und her wiegend nach Raubkatzenart. Die Bänke sind voll besetzt, aber keiner der Zuhörer scheint ihn zu sehen. Ein raffinierter Studentenulk? Oder nicht doch viel eher eine Auszeichnung von höchster Stelle für den letzten Philosophen, der diesen Löwen zu würdigen versteht?

 

http://www.perlentaucher.de/buch/36885.html

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Rüdiger Safranski: Nietzsche – Biographie seines Denkens (2000) No ratings yet.

Am Anfang der Biografie Friedrich Nietzsches steht der Versuch, dem eigenen Leben auf die Schliche zu kommen. Zwischen 1858 und 1868 entstanden neun autobiografische Skizzen, mit denen der „Abenteurer und Weltumsegler der inneren Welt“ die eigene Existenz ergründen wollte. Ein unglückliches Unterfangen, schreibt Rüdiger Safranski in seinem neuen Buch, da „er sich dennoch ein Geheimnis“ und terra incognita geblieben sei.

In Nietzsche. Biographie seines Denkens nun hat der 55-jährige Essayist, der bereits durch Bücher zu E. T. A. Hoffmann (1984), Schopenhauer (1987) und Heidegger (1994) glänzte, das sprachliche Abenteuer gewagt, dem Lebensweg von Nietzsches Philosophie nachzuspüren.

Mit Exkursen etwa auf Wagner, Hegel, Stirner oder Eduard von Hartmann entdeckt er den denkerischen Entwicklungsgang des „Luft-Schifffahrer des Geistes“ und erschließt dem Leser so einen Panoramablick auf Nietzsches philosophische Welt.

Abgerundet wird die gut lesbare Einführung durch ein Kapitel zur Rezeption des Philosophen, die rechtzeitig zum Nietzsche-Jahr mit Büchern wie Nietzsche und der Faschismus von Bernhard Taureck, Nietzsche in Weimar von Manfred Riedel oder Nietzsche und die Deutschenvon Steven E. Aschheim bereits recht unterschiedlich — und zumeist weniger differenziert — aufbereitet wurde.

„Das ganze Leben wäre möglich, ohne dass es sich gleichsam im Spiegel sähe“, heisst es einmal bei Nietzsche, „wie ja thatsächlich auch jetzt noch bei uns der bei weitem überwiegende Theil dieses Lebens sich ohne diese Spiegelung abspielt.“

Safranski ist es geglückt, der inneren Welt des Philosophen reflektierend den Spiegel vorzuhalten. Seinem Leser jedenfalls hat er das Gefühl geschenkt, mit dem rätselhaften Philosophen etwas vertrauter geworden zu sein.
–Thomas Köster

 

 

 

 

 

 

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Richard Rorty: Philosophie als Kulturpolitik (2008) No ratings yet.

  • Gebundene Ausgabe: 350 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (16. April 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518584952
  • ISBN-13: 978-3518584958

Kurzbeschreibung
Mit Richard Rorty verstarb im Sommer 2007 einer der einflußreichsten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Spätestens seit seiner aufsehenerregenden Demontage des cartesianischen Selbstverständnisses der Philosophie in „Der Spiegel der Natur“ gehörte er zu den meistgelesenen Philosophen weltweit, der auch aufgrund seiner politischen Interventionen Bekanntheit erlangte. Heidegger, Wittgenstein und vor allem John Dewey waren seine Gewährsmänner, deren Einsichten er mit analytischer Brillanz für die Gegenwart fruchtbar machte. Romantische Ironie und weltbürgerliche Solidarität galten ihm mehr als philosophische Besserwisserei. Philosophie – das war für Rorty kein akademisches Fach, exklusiv zuständig für die „ersten Fragen“, sondern vielmehr eine Stimme unter vielen im großen zivilisatorischen Gespräch der Menschheit.

Philosophie als Kulturpolitik, der letzte von Rorty selbst zusammengestellte Band mit zum Teil bislang unveröffentlichten Essays, kann als sein Vermächtnis gelesen werden: Religion und Moralphilosophie, Wittgenstein und Kant, Naturalismus, romantischer Polytheismus und immer wieder die analytische Philosophie und ihre „Heilung“ durch den Pragmatismus sind die scheinbar disparaten Themen, die gleichwohl durch ein starkes Band zusammengehalten werden, nämlich die Frage nach der Rolle der Philosophie in der westlichen Kultur, genauer: Wie muß man philosophieren, um als Philosoph einen sinnvollen Beitrag zur menschlichen Kultur leisten zu können? Rortys Antwort: Man muß sich entscheiden, und zwar gegen den Elfenbeinturm und für den kulturellen Wandel durch das Gespräch – mit den Naturwissenschaften, der Kunst, der Literatur, der Religion und der Politik.

Siehe auch:

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Peter Sloterdijk: Zorn und Zeit – eine Besprechung von Tina Guenther No ratings yet.

 

sozlog » Blog Archive » Zorn. Peinlich und primitiv oder dramatisch, vital und sexy? Peter Sloterdijk und das kreative Potenzial des Aufregens mit Niveau.

In seiner aktuellen Monografie „Zorn und Zeit“ behandelt Peter Sloterdijk den Zorn, jene ursprünglichste aller menschlichen Regungen, ausgehend von seiner kulturgeschichtlichen und religiösen Bedeutung. In einem großen Bogen von der Antike bis zur Gegenwart dringt er in die Tiefen des Universums menschlicher Affekte vor, nicht ohne ihre Formen und Folgen für die sozialen Ordnungen der Gegenwart zu diskutieren. Sloterdijk entlockt dem Objekt Zorn dabei Wesenszüge, die man bei den mir bisher bekannten soziologischen Beiträgen nicht findet.

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Philosophie & Humor No ratings yet.

Worüber kluge Menschen lachen. Kleine Philosophie des Humors


Author: Manfred Geier

Year: 2006

Publisher: Rowohlt, Reinbek

ISBN: 3498025015

iehe auch die Rezension in DIE ZEIT. Nicht übel, Karl Valentins Grillen kommen zu kurz. Schade, allein seinetwegen lohnt die Lektüre.

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mac & desktop No ratings yet.

Zen am Mac – surfgarden

Obwohl das Interface von OS X von vielen Nutzern als aufgeräumter als das Window-Interface empfunden wird, hat sich das Apple Blog Gedanken gemacht, wie man es noch weiter optimieren. In Quest For A More Mindful Mac werden Quicksilver, ClearDock, Menufela und DesktopSweeper dazu empfohlen.

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Ágnes Heller, Der Affe auf dem Fahrrad No ratings yet.

Der Affe auf dem Fahrrad

Rating: 3 out of 5

Author: Agnes Heller

Year: 1999

Publisher: Philo Verlagsges.

ISBN: 3825701395

Eine Lebensgeschichte. Bearbeitet von János Köbányai. Aus dem Ungarischen von Christian Polzin & Irene Rübbert. Berlin. Philo Verlagsgesellschaft. 1999

Agnes Heller, Hannah Arendt Professor of Philosophy and Political Science at New School University

Quelle: Von Irene Etzersdorfer

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