SchlagwortSexualität

Christian Maintz: Liebe in Lokalen. Gedichte (2016) 2.5/5 (2)

Liebe in Lokalen: Gedichte

Ach, wie schön ist das gewesen, / Ach, wie haben wir’s genossen, / Als wir Huhn mit Sojasprossen / Aßen damals beim Chinesen.
Ach wie schön ist der Sound des »großen Endreimers« Christian Maintz, der den Liebhabern humoristischer Dichtung aus vielen Anthologien bekannt ist. »Liebe in Lokalen« versammelt zum ersten Mal alle seine Gedichte. Sie umkreisen die Mysterien der Liebe: Sie beschwören ekstatische Momente im ICE, an der Wursttheke und im Freibad von Bad Oldesloe. Sie befragen die großen Denker und Dichter – Goethe, Kant und Nietzsche –, nehmen uns mit auf die Rebhuhnjagd und geben Einblicke in das Liebesleben der Wildschweine, Insekten und Nagetiere. So klug wie poetisch und witzig sind diese Gedichte und so wunderbar gereimt, dass es die reine Freude ist, sie zu lesen.

Hardcover, 160 pages
Published February 17th 2016 by Verlag Antje Kunstmann GmbH
ASIN B01BW5OBTC
Edition Language German

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Mario Vargas Llosa: Die geheimen Aufzeichnungen des Don Rigoberto (1997) 4/5 (3)

Hatte der Schüler Alfonso in „Lob der Stiefmutter“ seinen leiblichen Vater Don Rigoberto und dessen zweite Gattin Doña Lukrezia mit List und Tücke erfolgreich entzweit, so bringt der Junge in vorliegenden Roman das immer noch ineinander verliebte Paar mit Hilfe anonymer Briefe wieder zusammen.

Nachdem Don Rigoberto seine Angebetete aus dem Hause gejagt hatte, war es mit seinen geheimen Aufzeichnungen zügig vorwärtsgegangen. Diese schriftlich fixierten Phantasien, dem Leser als Wahrheiten vorgespiegelt, kreisen ausschließlich um die abwesende Doña als Lustobjekt. Manche „Wahrheit“ muss der Leser bezweifeln. Wenn zum Beispiel Don Rigoberto seine Frau zur berühmten Akademikerin – eine Jura-Professorin aus Virginia – hochstilisiert, so kann das schwerlich sein. Es bleibt aber ein lesenswertes Spiel, denn dass Doña Lukrezia einen Juristen-Kollegen verführt, kann dagegen wohl sein. Aber am Romanende wird dem Leser reiner Wein eingeschenkt. Über 400 Seiten hinweg ist er angelogen worden.

Pressestimmen

»Mario Vargas Llosa bestätigt wieder einmal sein Talent als geborener Geschichtenerzähler, der in der Lage ist, die verschiedensten literarischen Stoffe wirkungsvoll und brillant in Szene zu setzen. Ein Triumph der Imagination.« (El Pais )

Über den Autor

Mario Vargas Llosa wurde am 28. März 1936 in Arequipa (Peru) geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Bolivien, Piura (Nordperu) und Lima. Im Alter von 18 Jahren heiratete er Julia Urquidi, mit der er neun Jahre zusammenlebte. Diese Beziehung verarbeitete er später in seinem Roman Tante Julia und der Kunstschreiber. Bereits während seines Studiums der Geistes- und Rechtswissenschaften in Lima und Madrid (Promotion über Gabriel García Márquez) schrieb er für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen und veröffentlichte erste Erzählungen. 1963 erschien sein erster Roman La ciudad y los perros (dt. Die Stadt und die Hunde), der auf eigenen Erfahrungen in der Kadettenanstalt Leoncio Prado in Lima beruht. Der Roman wurde in Spanien mehrfach ausgezeichnet und in über 20 Sprachen übersetzt. Vargas Llosa war als Gastprofessor in Washington, Puerto Rico, London, New York und Cambridge tätig. 1989 bewarb er sich als Kandidat der oppositionellen Frente Democrático für die peruanischen Präsidentschaftswahlen und unterlag 1990 im zweiten Wahlgang. Daraufhin zog er sich aus der aktiven Politik zurück. Mario Vargas Llosa ist Ehrendoktor verschiedener amerikanischer und europäischer Universitäten und hielt Gastprofessuren unter anderem in Harvard (1992), Princeton (1993) und Oxford (2004). 2010 erhält er den Nobelpreis für Literatur »für seine Kartografie von Machtstrukturen und seine energischen Bilder des individuellen Widerstands, der Rebellion und Niederlage«. Heute lebt Mario Vargas Llosa mit seiner Frau Patricia in Madrid und Lima.

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