Schlagwort: Sigmund Freud

Katharina Adler: Ida. Roman (2018) No ratings yet.

37803655. sy475 Sie ist eine der bekanntesten Patientinnen des 20. Jahrhunderts: Dora, das jüdische Mädchen mit der ‚petite hystérie‘ und einer äußerst verschlungenen Familiengeschichte. Dora, die kaum achtzehn war, als sie es wagte, ihre Kur bei Sigmund Freud vorzeitig zu beenden, und ihn, wie er es fasste, „um die Befriedigung [brachte], sie weit gründlicher von ihrem Leiden zu befreien.“

Für Katharina Adler war die widerständige Patientin lange nicht mehr als eine Familien-Anekdote: ihre Urgroßmutter, die – nicht unter ihrem wirklichen Namen und auch nicht für eine besondere Leistung – zu Nachruhm kam, und dabei mal zum Opfer, mal zur Heldin stilisiert wurde. „Nach und nach wuchs in mir der Wunsch, dieses Bild von ihr zu ergänzen, ihm aber auch etwas entgegenzusetzen. Ich wollte eine Frau zeigen, die man nicht als lebenslängliche Hysterikerin abtun oder pauschal als Heldin instrumentalisieren kann. Eine Frau mit vielen Stärken und auch einigen Schwächen, die trotz aller Widrigkeiten bis zuletzt um ein selbstbestimmtes Leben ringt.“

Von ihr, von ‚Ida‘, handelt dieser mitreißende Roman. Mit großem gestalterischem Weitblick und scharfem Auge für jedes Detail erzählt Katharina Adler die Geschichte einer Frau zwischen Welt- und Nervenkriegen, Exil und Erinnerung. Eine Geschichte, in die sich ein halbes Jahrhundert mit seinen Verwerfungen eingeschrieben hat. Ida ist ein Plädoyer für die Wahrheit der Empfindung und die Vielfalt ihrer Versionen. Der Roman eines weitreichenden Lebens, das – mit Freuds Praxistür im Rücken – erst seinen Anfang nahm.

Hardcover, 508 pages
Published July 24th 2018 by Rowohlt
ISBN13 9783498000936
Edition Language German
URL https://www.rowohlt.de/hardcover/katharina-adler-ida.html

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literaturkritik.de: Bruchstücke eines Lebens. Katharina Adlers Debütroman „Ida“. Von Katharina Wagner Letzte Änderung: 05.11.2018 – 14:50:07 Erschienen am: 05.11.2018

FAZ: Ida, der Herr Doktor und sein Diwan. Ida Bauer ist als Sigmund Freuds „Fall Dora“ in die Geschichte der Psychoanalyse eingegangen. Jetzt erzählt die Urenkelin von ihr – und kommt nicht von Freud los, wenn ihr Buch Fahrt aufnehmen müsste. Von Rose-Maria Gropp – Aktualisiert am 15.08.2018-21:09

ZEIT: „Jaja, deine Urgroßmutter war bei Sigmund Freud“. „Dora“ ist einer der berühmtesten Fälle der Psychoanalyse. Aber wer war die Frau dahinter? Die Schriftstellerin Katharina Adler hat ihr einen kunstvollen Roman gewidmet. Interview: David Hugendick 26. Juli 2018, 10:31 Uhr

SWR2: In ihrem historischen Roman „Ida“ beschreibt Katherina Adler das Leben einer berühmten Patientin Sigmund Freuds von der Jahrhundertwende bis zu den Bedrängnissen des Exils während des Zweiten Weltkriegs. Ida – ein Widerspenstige, die sich nicht zähmen ließ. |Roman, Rowohlt Verlag, 512 Seiten, 25 Euro.| Rezension von Wolfgang Schneider. https://avdlswr-a.akamaihd.net/swr/swr2/literatur/lesenswert-kritik-magazin/2018/07/ida.m.mp3

 

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Robert Seethaler: Der Trafikant (2012) 3.43/5 (7)

https://i0.wp.com/bilder.buecher.de/produkte/35/35708/35708942z.jpg?w=788&ssl=1Österreich 1937: Der 17-jährige Franz Huchel verlässt sein Heimatdorf, um in Wien als Lehrling in einer Trafik,einem Tabak-und Zeitungsgeschäft, sein Glück zu suchen.

Dort begegnet er eines Tages dem Stammkunden Sigmund Freud und ist sofort fasziniert von ihm. Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden unterschiedlichen Männern.

Als sich Franz kurz darauf Hals über Kopf in die Varietétänzerin Anezka verliebt und in eine tiefe Verunsicherung stürzt, sucht er bei dem alten Professor Rat. Dabei stellt sich jedoch schnell heraus, dass dem weltbekannten Psychoanalytiker das weibliche Geschlecht ein mindestens ebenso großes Rätsel ist wie Franz. Ohnmächtig fühlen sich beide auch angesichts der sich dramatisch zuspitzenden politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse.

Und schon bald werden sie und Anezka jäh vom Strudel der Ereignisse auseinandergerissen.

Wien, Berggasse 19, Freud-Museum

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Todestrieb auf dem Vormarsch – Gewalt & die Suche nach Erklärungen No ratings yet.

FR online – Kultur & Medien – Todestrieb. Freuds These und die Gewalt von heute

VON MARTIN ALTMEYER
Die jüngere Zeitgeschichte bietet hinreichend Anlass, sich mit den erschreckenden Ausdrucksformen radikaler Zerstörungswut zu befassen; die Beispiele reichen von der tödlichen Folterorgie im Gefängnis über das virtuell vorbereitete und dramaturgisch inszenierte Schulmassaker bis zum Massenmord an den zahlreichen Kriegsschauplätzen einer terroristischen Internationale. Was wir erleben, ist eine ungehemmte Lust an der Vernichtung des Anderen, die nach Erklärungen verlangt.

[Die Deutsche Psychoanalytische Vereinigung hatte auf ihrer Herbsttagung das Thema „Eros und Thanatos“ gezeigt, wie nahe man Freuds Todestriebtheorie heute wieder kommen kann. Ob hinter dieser Renaissance des Todestriebkonzepts der Versuch steckt, die „Unheimlichkeit abzuwehren, die uns angesichts gewaltschwangerer Lebenswelten erfasst“, blieb nur eine „blasphemische Vermutung“. ]

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Eli Zaretsky No ratings yet.

Freuds Jahrhundert. Die Geschichte der Psychoanalyse

Author: Eli Zaretsky

Year: 2006

Publisher: Zsolnay

ISBN: 3552053727

Rezension in NZZ – Der Analytiker und sein Jahrhundert von Ludger Lütkehaus

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Micha Brumlik No ratings yet.

Sigmund Freud. Der Denker des 20. Jahrhunderts

Author: Micha Brumlik

Year: 2006

Publisher: Beltz

ISBN: 3407857802

Rezension in NZZ – Der Analytiker und sein Jahrhundert von Ludger Lütkehaus — nicht mehr verfügbar

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