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Pierre Bourdieu: Ein soziologischer Selbstversuch (2002) 4/5 (1)

Ein soziologischer Selbstversuch (edition suhrkamp 2311)Over the past four decades, French sociologist Pierre Bourdieu produced one of the most imaginative and subtle bodies of social theory of the postwar era. When he died in 2002, he was considered to be the most influential sociologist in the world and a thinker on a par with Foucault and Lévi-Strauss—a public intellectual as important to his generation as Sartre was to his.

Sketch for a Self-Analysis is the ultimate outcome of Bourdieu’s lifelong preoccupation with reflexivity. Vehemently not an autobiography, this unique book is instead an application of Bourdieu’s theories to his own life and intellectual trajectory; along the way it offers compelling and intimate insights into the most important French intellectuals of the time—including Foucault, Sartre, Aron, Althusser, and de Beauvoir—as well as Bourdieu’s own formative experiences at boarding school and his moral outrage at the colonial war in Algeria.

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Heinz Bude über sein Buch „Die Ausgeschlossenen“ No ratings yet.

Seid nicht selbstgerecht! in Der Tagesspiegel

Drinnen oder draußen: Der Soziologe Heinz Bude und Autor des Buches „Die Ausgeschlossenen“ über Chancengleichheit in der Gesellschaft.

Herr Bude, der Untertitel Ihres neuen Buches gibt zu denken: „Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft“. Kann man je aufhören, von Gerechtigkeit zu träumen?

Soziologen zum Amoklauf von Winnenden

Die Tagesschau interviewt Adolf Gallwitz, Professor für Psychologie und Soziologie an der Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen.

Wolfgang Sofsky schreibt in Die Welt über die Katastrophe von Winnenden. Für Sofsky stellt der Amokauf einen ekstatischen Tanz dar, der Energien beim Täter freisetzt, die er noch nicht von sich kannte. Keine blinde Vernichtungswut, sondern Zustand absoluter Geistesgegenwart. Der Amokläufer sei dann Herr über Leben und Tod und genieße diese neue Freiheit.via soziologische aufmerksamkeit

Siehe auch die Dokumentation „Winnenden, 11. März „2009 auf dem Landesbildungsserver Baden-Württemberg.

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Solidarität, Netzwerke, Kollektive & das Internet No ratings yet.

ZEIT online – Feuilleton – Tag der Arbeit : Viele falsche Freunde

Von Maximilian Probst

Solidarität ist die Parole des 1. Mai. Aber was ist davon noch übrig? Heute soll sich jeder sein soziales Netz selber knüpfen. Internetkontakte sind die neue trügerische Hoffnung.

Das zwang- und ziellose Geplauder ist der Nerv des Networkings. Was nicht heißt, es wäre eine Form des Schicksalsvertrauens, ein Glaube an glückliche Fügung. Im Gegenteil: Anstelle von Hoffnung herrschen Zweifel und Misstrauen. Man muss dem Zufall auf die Sprünge helfen, und je mehr Kontakte man hat, desto notwendiger wird er sich ereignen. Der Soziologe Hartmut Rosa hat das in die Form eines »kategorischen Imperativs« gebracht: »Handle jederzeit so, dass die Zahl deiner Optionen und Anschlussmöglichkeiten größer wird – denn du weißt nie, welche Optionen morgen wichtig sein werden, und du bist schneller abgehängt, als du denkst.«

Wo Kollektive sind, herrscht Solidarität. Diesen viel strapazierten Begriff muss man in seiner einfachen, ursprünglichen Bedeutung verstehen, als Gemeinschaftsgefühl. Worauf ist dieses Gemeinschaftsgefühl gerichtet? Auf die Zukunft, könnte man glauben, auf gemeinsame Pläne, Ziele etwa. Solidarität meint aber etwas anderes. Das lateinische solidum wird mit gediegen, zuverlässig übersetzt. Unzerbrechlich, bedingungslos belastbar muss das Gemeinschaftsgefühl sein, damit Solidarität walten kann. Es kann sich deshalb nicht auf eine wacklige Zukunft stützen. Es muss in der Geschichte gesucht werden. Etwas, das schon da ist, ein Gegebenes, eine ursprüngliche Gabe, der man sich verpflichtet fühlt, nur das kann Solidarität verbürgen.

Was genau ist diese Gabe? Erste Möglichkeit: Sie ist nichts anderes als die gemeinsame Geschichte. Daraus leiten sich heute der neue Patriotismus und sein Bemühen ab, das Inventar der Geschichte handlich und verbindlich zu machen, sprich: zu kanonisieren. Das geht einher mit der Rückkehr zu den tradierten Formen geschlossener Netzwerke wie Ehe, Familie, Nation – und dem Supplement des ehrenamtlichen Engagements. Dieser konkreten und partikularen Version der Gabe ließe sich, zweite Möglichkeit, eine abstrakte und universalistische entgegenhalten. Die Gabe als Gründungsgeste: Grundsätze, Grundrechte, Grundeinkommen. Für alle, ganz gleich, wer man ist, woher man kommt, wie lange man bleibt und wohin man geht. Das wäre, frei nach Thukydides, die Geburt der Historie als »Errungenschaft für immer«; aber auch das endgültige Ende des Networkings und seiner »langfristigen Investitionen« – um noch einmal eine Formel zu benutzen, die in vielen Fällen doch nur ein Euphemismus war: für eine fortwährende Zitterpartie auf der freien Wildbahn des Kapitals.

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Wilhelm Heitmeyer & 10 Jahre IKG No ratings yet.

taz 16.4.07 Der Vater der Parallelgesellschaft

Der Soziologe Wilhelm Heitmeyer gründete vor zehn Jahren das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung – und führt seither vor, wie erfolgreiche Forschung in einer globalen Wissensgesellschaft aussehen muss. Was macht er anders als sonstige Starprofessoren?

VON PHILIPP GESSLER

Sicher: Die Stadt Bielefeld ist nicht ganz ohne Reiz, der Teutoburger Wald gleich nebenan kann herrlich sein, und wer es gemächlich mag, kann hier gut leben. Aber sonst, mal ehrlich, das ist schon Provinz. Die Moderne ist eher anderswo zu finden – mit einer entscheidenden Ausnahme: An der hiesigen Universität, die der Fabrikvision eines 70er-Jahre-Architekten gleicht, ist das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) zu finden, das heute vor zehn Jahren offiziell eröffnet wurde. Und wenn dieses Jubiläum bemerkenswert ist, dann liegt das an einem Namen, der viel bekannter ist als das IKG, das er gründete: Wilhelm Heitmeyer.

[Zur deutschen Angst wurde er zitiert und nun findet Philipp Gessler das Wesen des Wissenschaftlers in 5 Begriffen.]

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Zygmunt Bauman und die Stasi No ratings yet.

WELT ONLINE – Der weiße Fleck im Leben des Zygmunt Bauman – Nachrichten welt_print

„Ich nehme einen Marmorblock und werfe alles weg, was unnütz ist.“ Mit diesen Worten beschrieb Michelangelo das Geheimnis seiner Kunst. Diesen Satz zitierte der bekannte Soziologe Zygmunt Bauman kürzlich in Polen, als er von den „großen Verbrechern der Moderne, Hitler, Stalin, Mao und Pol Pot“, sprach. Nur seien bei dem Entwurf einer neuen Gesellschaft nicht Marmorspäne, sondern bestimmte Menschen „unnütz“. Qualitätskontrolleure stünden bereit, um sie auszusondern. Inzwischen wissen wir, dass Bauman, der nach der vom Regime getragenen antisemitischen Welle des Jahres 1968 aus Polen emigrierte, früher selbst einer der Qualitätskontrolleure gewesen war.

[via soziologische aufmerksamkeit]

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Jean Baudrillard gestorben No ratings yet.

sozwi_blog – Soziologisches Wissen » Jean Baudrillard gestorben

Paris – Der weltberühmte Soziologe und Philosoph Jean Baudrillard, einer der bekanntesten Franzosen, ist tot. Wie Vertraute Baudrillards sagten, starb er am Dienstag in Paris nach langer Krankheit. Der einstige Deutschlehrer und Brecht-Übersetzer wurde 77 Jahre alt. Baudrillard, einer der einflussreichsten Denker der Postmoderne, hatte Soziologie an der Universität Nanterre gelehrt, die im Zentrum der Protestbewegung vom Mai 1968 gestanden hatte. In der Folgezeit machte er sich als scharfer Kritiker der Konsumgesellschaft und der Medien einen Namen. Der 1929 in der Champagner-Metropole Reims geborene Baudrillard verfasste rund 50 Bücher. Als seine Hauptwerke gelten “Der symbolische Tausch und der Tod” und “Requiem für die Medien”. Der einstige Marxist mokierte sich zunehmend auch über linke Utopien oder die Vorstellung, Intellektuelle könnten die Politik beeinflussen. Seine scharfen Aphorismen würden “mit der Zeit immer weniger verstanden”, stellte er nüchtern fest; “doch das ist mein Problem”. In Büchern setzte sich Baudrillard auch mit den USA auseinander. Nach einer US-Reise beschrieb er diese als “Originalversion der Modernität, von der wir die synchronisierte und mit Untertiteln versehenen Version sind”.In seinen späten Jahren befasste sich Baudrillard unter anderem mit den Attentaten des 11. September 2001 in den USA oder mit dem Medien-Phänomen um die TV-Sendung “Big Brother”. Baudrillard wurde abwechselnd als Nihilist oder Moralist eingestuft; Kritiker wie Alan Sokal und Jean Bricmont warfen ihm vor, seine Werke seien in Wirklichkeit inhaltsleer. (tso/AFP)

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Friedenspreis des deutschen Buchhandels für den Soziologen Wolf Lepenies No ratings yet.

wolf lepenies
Soziologie und ihre mediale Aufmerksamkeit: Wolf Lepenies erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und noch einmal.

Auch ich möchte Wolf Lepenies auf diesem Wege herzlich zu diesem grossen Preis gratulieren. Lepenies war von 1984 bis 2006 Professor für Soziologie an der Freien Universität Berlin

Es berichten u.a. darüber:
WELT
FAZ
SPIEGEL
Hamburger Abendblatt

[siehe auch: Lepenies, Wolf: Die Wissenschaft braucht Werte. Am Ende des Prozesses der Säkularisierung steht fest: Auch der neue Mensch ist nur ein alter Adam. Die Wissenschaft kann die Werte nicht ersetzen. In: DIE ZEIT; und mit einiger Verspätung nun auch in der taz.]

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Netzwerke und Krisen – Artikel in SPON No ratings yet.

Karriere: „In Krisenzeiten werden Netzwerke wichtiger“ – UniSPIEGEL – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten

Für manche ist „Networking“ die ideale Tritthilfe auf der Karriereleiter, andere schimpfen über Seilschaften und Vitamin B. Im Interview erklärt der Bielefelder Soziologe Martin Diewald, 48, wie man Kontaktnetze knüpft, wann sie nützen und wo ihre Grenzen sind.

[via soziologische-aufmerksamkeit ]

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»Lafontaine ist eine tragische Figur« No ratings yet.

DIE ZEIT – 26/2005

Der Soziologe Oskar Negt über den früheren SPD-Vorsitzenden, das Dilemma der Linken und Gerhard Schröders großen Neuwahl-Fehler

DIE ZEIT: Herr Negt, wie viel Hoffnung steckt für die deutsche Linke in der Kandidatur Oskar Lafontaines für das neue Linksbündnis aus »Wahlalternative« und PDS?

Oskar Negt: Davon erwarte ich nicht viel. Bestürzend finde ich allein schon, dass Lafontaine sich mit den meisten seiner politischen Botschaften über die Bild-Zeitung an die Öffentlichkeit wendet. Außerdem gibt mir die Art, wie er damals das Schiff verlassen hat, wenig Veranlassung, ihn für zuverlässig zu halten. Er ist eigentlich eine tragische Figur. Ich halte es für möglich, dass er, sollte es mit der neuen Partei nicht so gut gehen, wie er sich das vorgestellt hat, den Bettel gleich wieder hinwirft.

[weiter ….]

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