SchlagwortTäter

Juli Zeh: Nullzeit (2012) 3/5 (1)

256 Seiten. Gebunden.
ISBN: 978-3-89561-436-1

Eigentlich ist die Schauspielerin Jola mit ihrem Lebensgefährten Theo auf die Insel gekommen, um sich auf ihre nächste Rolle vorzubereiten. Als sie Sven kennenlernt, entwickelt sich aus einem harmlosen Flirt eine fatale Dreiecksbeziehung, die alle bisherigen Regeln außer Kraft setzt. Wahrheit und Lüge, Täter und Opfer tauschen die Plätze. Sven hat Deutschland verlassen und sich auf der Insel eine Existenz als Tauchlehrer aufgebaut. Keine Einmischung in fremde Probleme – das ist sein Lebensmotto. Jetzt muss Sven erleben, wie er vom Zeugen zum Mitschuldigen wird. Bis er endlich begreift, dass er nur Teil eines mörderischen Spiels ist, in dem er von Anfang an keine Chance hatte.

Juli Zehs Roman ist ein meisterhaft konstruierter Psychothriller in der Tradition von Patricia Highsmith, bei dem der Leser, genau wie Sven, alle Gewissheiten verliert. Zugleich gelingt Juli Zeh ein brillantes und hellsichtiges Kammerspiel über Willensfreiheit, Urteilsfindung, Schuld und Macht.

  • http://www.julizeh.de/home/home.html

Rezension

  • DIE ZEIT von Hubert Winkels. 32/2012 12. August 2012  09:25 Uhr
  • Lesetipp DIE ZEIT von Iris Radisch 21. Juni 2013  11:29 Uhr
  • FAZ von Andreas Platthaus  02.08.2012, 16:10 Uhr

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Heinz Bude über sein Buch „Die Ausgeschlossenen“ No ratings yet.

Seid nicht selbstgerecht! in Der Tagesspiegel

Drinnen oder draußen: Der Soziologe Heinz Bude und Autor des Buches „Die Ausgeschlossenen“ über Chancengleichheit in der Gesellschaft.

Herr Bude, der Untertitel Ihres neuen Buches gibt zu denken: „Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft“. Kann man je aufhören, von Gerechtigkeit zu träumen?

Soziologen zum Amoklauf von Winnenden

Die Tagesschau interviewt Adolf Gallwitz, Professor für Psychologie und Soziologie an der Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen.

Wolfgang Sofsky schreibt in Die Welt über die Katastrophe von Winnenden. Für Sofsky stellt der Amokauf einen ekstatischen Tanz dar, der Energien beim Täter freisetzt, die er noch nicht von sich kannte. Keine blinde Vernichtungswut, sondern Zustand absoluter Geistesgegenwart. Der Amokläufer sei dann Herr über Leben und Tod und genieße diese neue Freiheit.via soziologische aufmerksamkeit

Siehe auch die Dokumentation „Winnenden, 11. März „2009 auf dem Landesbildungsserver Baden-Württemberg.

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Die Wohlgesinnten … No ratings yet.

shift. : NS-Täter

Auch wenn ich noch nicht weiß, was ich von Jonathan Littells Wohlgesinnten halten werde, weil das Buch noch ungelesen auf meinem Schreibtisch liegt – eines ist jetzt schon ein Pluspunkt: Der Rummel um das Fiction-Täter-Buch hat den Spiegel immerhin dazu veranlasst, einen Artikel zur Täterfrage (Wie werden aus ganz normalen Menschen Massenmörder) zu schreiben, der ausnahmsweise state of the art ist: Der neue Spiegeltitel Die Täter. Warum so viele Deutsche zu Mördern wurden, nimmt die wichtigsten Befunde und Theorien des derzeitigen Forschungsstandes auf (Harald Welzer, Dieter Pohl, Michael Wildt) und ist auf jeden Fall jedem angeraten, der sich aus welchen Gründen auch immer, nicht durch Harald Welzers Täterbuch Täter: Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden kämpfen mag.

Siehe auch: hier

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