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Herman Koch: Sommerhaus mit Swimmingpool (2011/2012) 4/5 (1)

Sommerhaus mit Swimmingpool

Marc Schlosser ist Hausarzt in Amsterdam. Als einer seiner Patienten, der berühmte Schauspieler Ralph Meier, stirbt, muss er sich wegen eines möglichen Kunstfehlers vor der Ärztekammer verantworten. Doch war es wirklich ein Kunstfehler? Oder hat das alles vielleicht mit den Geschehnissen im Ferienhaus zu tun, in dem beide Familien den letzten Sommer verbrachten?
  • 346 pages
  • Published 2012 by Kiepenheuer & Witsch (first published 2011)
  • ISBN3462043447 (ISBN13: 9783462043440)
  • original title ZOMERHUIS MET ZWEMBAD

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J.M. Coetzee: Disgrace (1999) No ratings yet.

John Maxwell Coetzee in Poland
Image via Wikipedia

Amazon.com: Disgrace: A Novel: J. M. Coetzee: Books

First UK edition cover
Image via Wikipedia

David Lurie is hardly the hero of his own life, or anyone else’s. At 52, the protagonist of Disgrace is at the end of his professional and romantic game, and seems to be deliberately courting disaster. Long a professor of modern languages at Cape Town University College, he has recently been relegated to adjunct professor of communications at the same institution, now pointedly renamed Cape Technical University:

Although he devotes hours of each day to his new discipline, he finds its first premise, as enunciated in the Communications 101 handbook, preposterous: „Human society has created language in order that we may communicate our thoughts, feelings and intentions to each other.“ His own opinion, which he does not air, is that the origins of speech lie in song, and the origins of song in the need to fill out with sound the overlarge and rather empty human soul.

Twice married and twice divorced, his magnetic looks on the wane, David rather cruelly seduces one of his students, and his conduct unbecoming is soon uncovered. In his eighth novel, J.M. Coetzee might have been content to write a searching academic satire. But in Disgrace he is intent on much more, and his art is as uncompromising as his main character, though infinitely more complex. Refusing to play the public-repentance game, David gets himself fired–a final gesture of contempt. Now, he thinks, he will write something on Byron’s last years. Not empty, unread criticism, „prose measured by the yard,“ but a libretto. To do so, he heads for the Eastern Cape and his daughter’s farm. In her mid-20s, Lucy has turned her back on city sophistications: with five hectares, she makes her living by growing flowers and produce and boarding dogs. „Nothing,“ David thinks, „could be more simple.“ But nothing, in fact, is more complicated–or, in the new South Africa, more dangerous. Far from being the refuge he has sought, little is safe in Salem. Just as David has settled into his temporary role as farmworker and unenthusiastic animal-shelter volunteer, he and Lucy are attacked by three black men. Unable to protect his daughter, David’s disgrace is complete. Hers, however, is far worse.

There is much more to be explored in Coetzee’s painful novel, and few consolations. It would be easy to pick up on his title and view Disgrace as a complicated working-out of personal and political shame and responsibility. But the author is concerned with his country’s history, brutalities, and betrayals. Coetzee is also intent on what measure of soul and rights we allow animals. After the attack, David takes his role at the shelter more seriously, at last achieving an unlikely home and some measure of love. In Coetzee’s recent Princeton lectures, The Lives of Animals, an aging novelist tells her audience that the question that occupies all lab and zoo creatures is, „Where is home, and how do I get there?“ David, though still all-powerful compared to those he helps dispose of, is equally trapped, equally lost.

Disgrace is almost willfully plain. Yet it possesses its own lean, heartbreaking lyricism, most of all in its descriptions of unwanted animals. At the start of the novel, David tells his student that poetry either speaks instantly to the reader–„a flash of revelation and a flash of response“–or not at all. Coetzee’s book speaks differently, its layers and sadnesses endlessly unfolding. –Kerry Fried –This text refers to an out of print or unavailable edition of this title.

Schande (2000) (englisch: Disgrace, 1999) ist ein Roman von J. M. Coetzee. Er erhielt dafür 1999 den Booker Prize. Der Titel des Romans ist nicht eindeutig ins Deutsche zu übersetzen, da disgrace nicht nur Schande, sondern auch ‚Ungnade‘ bedeutet. Der Inhalt rechtfertigt beide Lesarten: David, der Protagonist, ist in Ungnade gefallen, seine Tochter Lucy jedoch wurde vergewaltigt, also ‚geschändet‘.
Inhaltsverzeichnis
Der Text beschäftigt sich – wie oft bei Coetzee – mit dem Südafrika in der Postapartheid-Ära. Anders als in anderen Romanen verzichtet der Autor hier anscheinend auf Utopien, obgleich er in den Namen der Hauptpersonen David, Lucy und Petrus beziehungsreiche Anspielungen auf einen zukunftsträchtigen Hintergrund macht (siehe Personennamen).

siehe auch: en.wikipedia, de.wikipedia

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Paul Auster: Mann im Dunkel (2008) No ratings yet.

Mann im Dunkel: Paul Auster, Werner Schmitz: Amazon.de: Bücher

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Verlag GmbH; Auflage: 2 (1. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498000802
  • ISBN-13: 978-3498000806

Rezension: ZEIT – Die Liebe in Zeiten des Krieges. Von Klaus Harpprecht

Ein alter Mann, durch einen Unfall verkrüppelt, starrt in die Nacht, die sich über das Haus in den Bergen von Vermont gelegt hat. Oben die Tochter Miriam, von ihrem Mann vor fünf Jahren verlassen, die sich noch immer in den Schlaf weint oder an der Biografie der rothaarigen Rose Hawthorne schreibt, der nicht allzu begabten Tochter des Dichters Nathaniel. Im anderen Zimmer unterm Dach die Enkelin Katya, schlaflos auch sie, die sich die Schuld am Tod ihres Boyfriends Titus gibt. Wenn sie denn schlafen, droben oder drunten, haben sie Albträume, die schwer auf den Seelen hocken.

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Anonymous: Wohin mit Vater (2007) 4/5 (1)

Es gibt Augenblicke, die auf einen Schlag alles ändern. Als plötzlich die Mutter starb, die den schwerkranken Vater jahrelang gepflegt hatte, war das so eine Situation: der Vater, ein Pflegefall, der Sohn und die Tochter nicht in der Lage, ihn aufzunehmen. Wohin mit Vater? ist die ergreifende Geschichte einer Familie, die plötzlich mit einem Pflegefall konfrontiert ist und nicht weiterweiß. Ein Fall wie viele in Deutschland. Ein Fall, der in einer alternden Gesellschaft immer alltäglicher wird. „Die Ausnahme Pflegefall wird zur Regel“, heißt es in dem Buch. Die Konsequenz ist eine fatale Ungewissheit: „Wie sollen die Alten leben, wenn sie krank, gebrechlich, behindert werden?“ Wer pflegt sie, wenn die Jungen eine eigene Familie gegründet haben oder weit entfernt vom Wohnort ihrer Eltern wohnen? Das „sind Fragen, die an die Existenz gehen … Fragen, die sich mit jedem Jahr mehr Menschen stellen müssen. Sie gehen alle an. Und fast alle sind nicht vorbereitet, wissen keine Antwort darauf. Was tun, wenn die Eltern Pflegefälle werden – das ist die neue soziale Frage.“

Der das schreibt, zeichnet mit Anonymus. Der Sohn, die Schwester, sie bleiben anonym. Aus gutem Grund. Denn die Lösung, die sie für die Frage „Wohin mit Vater?“ fanden, ist illegal: Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung von Ausländern und was da noch alles an Gesetzeswidrigkeiten zusammenkommen mag. Doch es gab keinen Ausweg, alles andere war gescheitert, gescheitert vor allem an der humanen Weigerung der Kinder, den Vater menschenunwürdigen Pflegeheimen zu überlassen. Das erste Heim: eine nach Urin stinkende Menschenverwahranstalt; das zweite kaum besser, nur deutlich teurer; die ambulante Pflege unbezahlbar. Letzten Endes blieb nur eine Telefonnummer. Landesvorwahl 0048, Polen. Ein Vermittlungsnetzwerk für Pflegekräfte, die zur häuslichen Pflege nach Deutschland kommen, weil sie in ihrem Heimatland keine Perspektive mehr sehen.

Für Anonymus und seine Schwester, nicht zuletzt auch für ihren Vater, war es ein Glücksfall. Denn es kam Teresa, eine Krankenschwester, die neben ihrer professionellen Pflegeausbildung etwas mitbrachte, woran es den deutschen Einrichtungen, die Sohn und Tochter besichtigt hatten, komplett mangelte: menschliche Zuwendung. Es ist rührend zu lesen, wie die resolute Polin nicht nur das Pflegeproblem löste, sondern auch dem Vater seinen Lebensmut zurückgab. Darüber hinaus bietet das Buch hilfreiche Orientierung im Dschungel des deutschen Pflegesystems.

— Winfried Kretschmer

  • Rating: 3 out of 5
  • Author: Anonymus
  • Year: 2007
  • Publisher: Fischer (S.), Frankfurt
  • ISBN: 3100617061

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