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Paul Auster: Moon Palace (1990) 4/5 (1)

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A contemporary novel which tells the story of Marco Stanley Fogg – orphan, child of the 1960s – spanning three generations. The narrative moves from the early years of this century to the first lunar landings, from Manhattan to the landscape of the American West.

aus wikipedia.de: Der Roman schildert die Suche des jungen Marco Stanley Fogg nach seiner Identität. Paul Auster lässt diese Sinnsuche wechselweise in der Großstadt New York und im „Wilden“ Westen der USA spielen. Vor dem Hintergrund der späten 60er Jahre in den USA mit allen Besonderheiten und Ereignissen wie der Mondlandung oder dem Vietnamkrieg sind wichtige Motive des Romans die Suche nach dem unbekannten Vater, die Bedeutung des Mondes und die Rolle des West-Movements (New-Frontier) in der amerikanischen Geschichte. Der Erzähler in „Moon Palace“ ist gleichzeitig der Protagonist, der im Jahre 1986 auf seine Jugendzeit zurückblickt. Auffällig sind einige biografische Ähnlichkeiten mit dem Autor, zum Beispiel waren beide (Jahrgang 1947) auf der Columbia University in New York, lebten eine Weile in dieser Stadt, teilten eine Leidenschaft für Baseball und hielten sich mit der Übersetzung französischer Texte ins Englische über Wasser.

Der Inhalt lässt sich kurz so darstellen:

  • Marcos Kindheit ohne Mutter bei Uncle Victor – dessen Tod und Marcos finanzielle Probleme in New York
  • aufgrund dessen: Obdachlosigkeit, Leben im Central Park, Rettung durch die Zufallsbekanntschaft mit einem chinesischen Mädchen namens Kitty Wu
  • Beziehung mit ihr und Beginn der Arbeit bei Thomas Effing, einem älteren, egozentrischen, blinden Herrn
  • das Niederschreiben von Effings Lebensgeschichte und seinem Nachruf, sein Tod und Marcos Treffen mit Effings Sohn Solomon
  • Trennung von Kitty und letztlich die Erkenntnis, dass Solomon sein Vater und Effing sein Großvater war
  • nach Solomons Tod Fußmarsch bis zur Pazifikküste und Beginn eines neuen Lebens.

http://en.wikipedia.org/wiki/Moon_Palace
http://www.paulauster.co.uk/moonpalace.htm

  • Paperback: 320 pages
  • Publisher: Faber and Faber (April 1, 1990)
  • ISBN-10: 0571142206
  • ISBN-13: 978-0571142200

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Denis Johnson: Ein gerader Rauch (2008) 3.17/5 (6)

Dies ist die Geschichte von «Skip» Sands – einem CIA-Spion in der Ausbildung für psychologische Kriegsführung in Vietnam – und den Katastrophen, die über ihn hereinbrechen.

Dies ist die Geschichte seines Onkels, eines undurchsichtigen Geheimdienstlers, sowie der haltlosen Houston-Brüder Bill und James, die es als junge Soldaten aus der Wüste Arizonas an Orte tiefster Desillusionierungen verschlägt. Und nicht zuletzt ist dies die Geschichte von Kathy Jones, einer Krankenschwester, die nach dem Tod ihres Mannes, eines Missionars auf den Philippinen, eine Affäre mit Skip Sands hat und bis ans Ende ihren Glauben nicht verliert.

Mit ihren atemberaubend intensiven Szenerien menschlicher Getrieben- und Verlorenheit und mit ihren ungeschönten und dennoch anrührenden Porträts von Männern und Frauen, die sich verzweifelt nach einem Ende ihrer Einsamkeit sehnen, ob durch Sex oder Tod oder durch Gottes Gnade, sucht diese Geschichte ihresgleichen. «Ein gerader Rauch» ist das packendste, reichste und kraftvollste Buch, das Denis Johnson je geschrieben hat: ein wahrhaft großes, großartiges Epos – bunt, sprachgewaltig, zart.

Über den Autor
Denis Johnson, geboren 1949 in München als Sohn eines amerikanischen Offiziers, gilt als einer der wichtigsten Autoren der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Auf Deutsch erschienen von ihm u. a. die Romane «Engel», «Schon tot» und «Der Name der Welt» sowie die Storysammlung «Jesus Sohn». Denis Johnson lebt in Idaho/USA.

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